Interview Associate

Dr. Sven-Alexander v. Normann

IP/IT

Warum haben Sie sich für einen Berufseinstieg bei Fieldfisher entschieden?

Im Referendariat habe ich bei Fieldfisher meine letzte Station verbracht und sehr gute Erfahrungen gemacht. Deshalb habe ich mich auch initiativ auf eine Stelle in IP/IT Team beworben, weil ich mir dort die Arbeit als Rechtsanwalt sehr gut vorstellen konnte.
Was mir im Referendariat besonders positiv aufgefallen ist, dass ich sofort in spannende Mandate eingebunden war und meine Arbeit und Recherche ernst genommen worden ist. Das war in anderen Stationen nicht immer so.

Aus meiner Sicht sind bei der Entscheidung für eine Kanzlei zwei Dinge wichtig:

  1. Passt die Kultur und die Mandatsstruktur der Kanzlei zu den eigenen Vorstellungen?
  2. Kann man sich vorstellen, mit dem Team und vor allem mit dem zuständigen Partner langfristig zusammenzuarbeiten?

Nach den drei Monaten während des Referendariats war ich mir ziemlich sicher, dass beides sehr gut passt. Inzwischen bin ich seit über vier Jahren bei Fieldfisher.


Was ist das Besondere an Fieldfisher?

Obwohl wir bei Fieldfisher viele große und internationale Mandante betreuen, herrscht hier kein typisches "Großkanzlei-Feeling". Die Hierarchien sind sehr flach und der Zusammenhalt im Team ist sehr gut (z.B. gegenseitige Unterstützung während Urlaubsvertretung oder allgemein hoher Arbeitsbelastung, gemeinsame Unternehmungen). Auch die Partner nehmen sich immer Zeit, wenn man Fragen hat oder die weitere Vorgehensweise besprechen will.
Als besonders empfinde ich ebenfalls, dass sich jeder individuell entsprechend seiner Stärken entfalten kann und dabei durch die Partner viel Vertrauen und Unterstützung entgegengebracht bekommt.


Wie sieht die tägliche Arbeit im Bereich IP/IT für einen Berufseinsteiger aus?

Als Berufseinsteiger wird man sehr schnell in die aktuelle Mandatsarbeit eingebunden und hat gleich viel Verantwortung. In meinem Bereich bedeutet das vor allem die Mitwirkung an der Erstellung von Schriftsätzen, Recherche zu Vertragsklauseln oder die Beantwortung von Mandantenfragen zur Zulässigkeit eines Vorhabens.


Wie werden junge Anwälte von Fieldfisher gefördert?

Es gibt seit dem Jahr 2017 ein ganz neu entwickltes Trainingsprogramm für Associates, an dessen Umsetzung und Gestaltung ich selbst maßgeblich beteiligt bin. Deshalb bin ich bei der Beantwortung dieser Frage etwas voreingenommen.
Das Training besteht aus verschiedenen Komponenten. Dazu gehören zum einen vier ganztägige Trainingstage pro Jahr, an denen alle Associates und Referendare aus ganz Deutschland teilnehmen. Inhaltlich geht es vor allem darum, die persönliche und berufliche Weiterentwicklung zu fördern sowie das wirtschaftliche Verständnis zu schulen. Themen sind Zeitmanagement, Akquise, Bilanzkunde oder Kommunikation. Daneben finden regelmäßig "Legal Lunches" statt, bei denen die Partner aus ihrer Berufspraxis berichten und so wertvolle Erfahrungen weitergeben können.
Zur indiviuellen Förderung steht den jungen Anwälten ein Mentor zur Seite, der sie bei Fragen zu Ausbildung, Entwicklungsmöglichkeiten und allgemeinen Problemen insbesondere in den ersten Berufsjahren unterstützt. Zusätzlich achten auch die Partner darauf, den Associates regelmäßig Feedback zu geben.
Für die nächsten Jahre sind noch eine ganze Reihe weiterer Maßnahmen geplant. Unser Ziel ist, eines der besten Ausbildungs- und Förderungsprogramme in Deutschland aufzubauen.


Welche Qualifikationen bzw. Vorkenntnisse sollte ein Berufseinsteiger im Bereich IP/IT mitbringen?

Es ist von Vorteil, wenn man bereits juristische Vorkenntnisse hat, das ist aber keine zwingende Voraussetzung. Vieles lernt man schnell in den ersten Berufswochen. Wichtig ist aber, dass man in der Lage ist, sich in verschiedene - auch nicht juristische - Bereiche schnell einzuarbeiten. Für viele unserer Mandanten ist es sehr wichtig, dass wir ihr Geschäftsmodell verstehen und - wenn erforderlich - auch den technischen Hintergrund nachvollziehen.
Unerlässlich sind sehr gute Englischkenntnise, weil man sehr schnell auch mit Mandanten zu tun hat, mit denen man ausschließlich auf Englisch kommuniziert.


Was ist das Beste an der Arbeit bei Fieldfisher?

Gute Zusammenarbeit im Team, nette Kollegen und interessante Mandate


Welche Einschränkungen bringt der Beruf mit sich?

Man ist weniger spontan und flexibel.


Was ist Ihr Ausgleich zum Büroalltag?

Viel Sport, Musik, Urlaub, Netflix und meine eigene Website www.BeYourBest.de


Welche drei Begriffe assoziieren Sie mit dem Wort Jura?

Anspruchsvoll, Anstrengend, Abwechslungsreich


Sie planen ein jura-freies Wochenende auf einer einsamen Insel und dürften nur drei Dinge mitnehmen. Welche wären das?

Arbeitshandy, Laptop, Gerichtsakte... Spaß! Hängematte, Buch, Sportsachen


Welchen Tipp würden Sie gerne jedem Nachwuchsjuristen mitgeben:

Lest das Buch "So Good They Can't Ignore You" von Cal Newport