Interview Associate

Dr. Beatrix Metelski

Patentrecht

Das steht auf meiner Visitenkarte

Rechtsanwältin

Warum haben Sie sich für einen Berufseinstieg bei HOYNG ROKH MONEGIER entschieden?

Ich habe in Osnabrück studiert und war im Anschluss als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl tätig. Aus dieser Zeit kannte ich zwei ehemalige Kollegen, die bei HOYNG ROKH MONEGIER arbeiten. Hierdurch bin ich auf die Kanzlei aufmerksam geworden und habe durch den persönlichen Kontakt direkt einen ehrlichen Blick hinter die Kulissen erhalten. Die Tatsache, dass die Kanzlei große Patentverletzungsverfahren - in vielen Fällen auch international - betreut und die gute Stimmung im gesamten Team haben mich überzeugt, bei HOYNG ROKH MONEGIER zu beginnen.

Was ist das Besondere an HOYNG ROKH MONEGIER?

Die direkte Mandatsarbeit am Fall, die bereits am ersten Tag beginnt und die Möglichkeit, recht schnell selbstständig zu arbeiten.
Da wir in unserer Kanzlei keine festen Partnerzuordnungen haben, wird für jedes Mandat ein neues Team gebildet. Bei Großprojekten arbeite ich auch mit mehreren Partnern und verschiedenen Associates im Team zusammen. Hierdurch hat man die Möglichkeit, mit verschiedenen Partnern und Kollegen der Kanzlei zusammenzuarbeiten und so die unterschiedlichen Arbeitsstile kennenzulernen. Dies ist vor allem für junge Anwälte hilfreich, da man sich so über die jeweiligen Arbeitsweisen einen Überblick verschaffen kann und sich hierdurch eine Arbeitsweise herauskristallisiert, wie man selbst gern arbeiten möchte.
Wir haben daher nicht die typischen Strukturen einer Großkanzlei (Verwaltungsapparat, Organisatorisches etc.), vertreten jedoch trotzdem internationale Großkonzerne in umfangreichen und  spannenden Rechtsstreitigkeiten.

Wie sieht die tägliche Arbeit im Bereich Patentrecht für einen Berufseinsteiger aus?

Die Arbeit im Patentrecht ist sehr abwechslungsreich - dies liegt insbesondere daran, dass das Patentrecht eine Schnittstelle zwischen Jura und Technik bildet. In meiner Tätigkeit bin ich nicht auf einen technischen Bereich beschränkt und kann in den unterschiedlichsten Gebieten arbeiten: hierzu zählen Fälle aus dem Telekommunikations- oder Pharmabereich und ebenso auf dem Gebiet von mechanischen Patenten. Das Patentrecht umfasst also nicht ausschließlich das Erarbeiten juristischer Sachverhalte, sondern auch die Aufforderung über den Tellerrand hinaus in andere Fachgebiete zu schauen.
Die Arbeit ist zudem durch die Zusammenarbeit mit Patentanwälten geprägt. Die technisch versierten Patentanwälte ermöglichen es uns Juristen, die unterschiedlichen Gebiete besser zu verstehen.
Zu der täglichen Arbeit gehört - wie bei Anwälten häufig - die Schriftsatzarbeit und die dazugehörige Recherche. Daneben stehen häufig Telefonkonferenzen mit den Mandanten oder den Patentanwälten auf der Tagesordnung. Zu der Arbeit gehören selbstverständlich auch Meetings mit Mandanten und die Wahrnehmung von Gerichtsterminen - meist an den für das Patentrecht typischen Gerichtsstandorten Düsseldorf, Mannheim und München.

Wie werden junge Anwälte von HOYNG ROKH MONEGIER gefördert?

Jeder Berufseinsteiger bekommt einen Mentor zur Seite gestellt, der für Fragen jederzeit zur Verfügung steht. Neben Fortbildungen findet eine Ausbildung direkt am Fall statt: es erfolgt sehr schnell eine Einbindung in die Mandate, deren Umfang unterschiedlich ausfallen kann. Wir beraten sowohl mittelständische Unternehmen als auch weltweit tätige Großkonzerne, sodass wir uns häufig mehrere Monate mit einem Fall intensiv auseinandersetzen und in die Materie eintauchen können.
Zudem werden in einem persönlichen Jahresgespräch mit dem Mentor und einem weiteren Partner die Entwicklung besprochen und neue Ziele für das kommende Jahr definiert.

Welche Qualifikationen bzw. Vorkenntnisse sollte ein Berufseinsteiger im Bereich Patentrecht mitbringen?

Es ist von Vorteil, wenn man bereits Erfahrungen im Patentrecht gesammelt hat, allerdings keine zwingende Voraussetzung. Da das Patentrecht nicht zu den klassischen Themen der universitären Ausbildung gehört, bietet die Anwalts- und Wahlstation im Referendariat gute Möglichkeiten, um auszuprobieren, ob man Spaß an der Bearbeitung technischer Sachverhalte hat. Wichtig ist die Bereitschaft, sich in Bereiche abseits des bekannten Terrains hineinzuarbeiten.

Was ist das Spannendste, Unvergesslichste, Witzigste, Aufregendste, was Ihnen bisher in ihrem Berufsalltag passiert ist?

Spannend, unvergesslich, witzig und aufregend zugleich war die Durchführung eines sogenannten Mock Trials für einen unserer Mandanten. Wir haben hierfür eine komplette mündliche Verhandlung über mehrere Stunden simuliert; mit "echten" Anwälten und ehemaligen Richtern, um zu proben, was uns in einer mündlichen Verhandlung erwarten kann und welche Argumente wir wie in der mündlichen Verhandlung präsentieren. Für den Mock Trial sind ebenfalls die Mandanten aus den USA angereist. Eine solche Simulation ist für uns deutsche Anwälte doch recht neu; bei unseren Kollegen in den USA jedoch nicht ganz so ungewöhnlich.

Was ist das Beste an der Arbeit bei HOYNG ROKH MONEGIER?

Die gute Arbeitsatmosphäre unter den Kollegen. Wir sind ein junges Team, das sich insbesondere durch die Hilfsbereitschaft untereinander auszeichnet. Hierdurch wurde mir der Einstieg in das Berufsleben sehr erleichtert, da man als Berufsanfänger doch vor viele neue Aufgaben und Herausforderungen gestellt wird.
Nicht zu vergessen ist, dass wir bei HOYNG ROKH MONEGIER keinen Dresscode haben, sofern keine Mandantenbesprechung stattfindet. Dies trägt zu einer entspannten Arbeitsatmosphäre bei, in der man sich wohl fühlt.

Welche Einschränkungen bringt der Beruf mit sich?

Wie jeder Beruf bringt auch die Arbeit in einer Kanzlei Einschränkungen mit sich, allerdings überwiegen für mich eindeutig die positiven Seiten des Anwaltsberufs. Es kann aber durchaus passieren, dass man abends nicht so früh wie geplant aus dem Büro kommt und man seine Abendplanung spontan daran anpassen muss. Dafür ist das Wochenende jedoch in der Regel frei.
Zudem ist die Arbeit gelegentlich mit Reisen verbunden, was mir jedoch viel Spaß macht. Da ich derzeit öfter beruflich in München bin, habe ich so die Möglichkeit, mich am Ende des Arbeitstages mit Freunden aus dem Studium und Referendariat zu treffen, die es nach München verschlagen hat, bevor es am nächsten Tag wieder zurück nach Düsseldorf geht.

Was ist Ihr Ausgleich zum Büroalltag?

Ich reise sehr gerne - sei es der Kurztrip am Wochenende oder die größer geplante Reise. Meist plane ich noch im Urlaub, wo es als nächstes hingehen soll. Um den Kopf frei zu bekommen, treffe mich mit Freunden und schwinge bei einem Glas Wein gemeinsam den Kochlöffel. Im Sommer mache ich gern kleine Fahrradtouren mit meinem Hollandrad den Rhein entlang - vorausgesetzt die Fahrradtour beinhaltet einen ausgiebigen Zwischenstopp in einem Biergarten.

Welche drei Begriffe assoziieren Sie mit dem Wort Jura?

Freundschaften (die über das Studium hinausgehen), Semesterabschlusspartys und leider auch Examensstress.

Sie planen ein jura-freies Wochenende auf einer einsamen Insel und dürften nur drei Dinge mitnehmen. Welche wären das?

Wenn ich es mir aussuchen dürfte, würde ich die Berge im Winter einer einsamen Insel vorziehen. Einpacken würde ich dann meine Skier, mein Handy für Fotos und meine Kopfhörer für gute Musik.

Welchen Tipp würden Sie gerne jedem Nachwuchsjuristen mitgeben:

Man sollte keine Angst vor Herausforderungen haben, egal wie groß diese sein mögen. Ab und zu sollte man auf sein Bauchgefühl hören, denn wie es bei Jura häufig ist, gibt es nicht nur schwarz und weiß, sondern viele Möglichkeiten, um zu einer guten Lösung zu kommen.