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5 Top-Lernmethoden für das Jurastudium

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5 Top-Lernmethoden für das Jurastudium

Gedächtnispaläste, Loci, SQ3R und Co - Verankere Gelerntes besser im Gedächtnis und bring Abwechslung in deinen Lernalltag!

 

Beim Jurastudium und auch später bei der Karriere sind (angehende) Juristen mit großen Stoffmengen konfrontiert. Unzählige Stunden werden in der Bibliothek oder Zuhause damit verbracht (für Außenstehende trockene”) Zusammenhänge zu lernen. Wir stellen dir heute fünf Lehrmethoden vor, die du unbedingt ausprobieren solltest! 

 

1. Traumhaft: Keine Luftschlösser, sondern Gedächtnispaläste bauen

Wenn du viel Fantasie hast, solltest du diese Lerntechnik ausprobieren: In Gedanken baust du dir aus dem Lernstoff ein Gebäude. Grundlegende Inhalte bilden den Grundstock des Hauses, wichtige Punkte sind Säulen, die Details sind im Dach dargestellt. Verbinde die Einzelheiten deines Traumhauses mit den Lerninhalten! Wenn du dir dieses Haus eventuell sogar aufzeichnest und es mehrmals wieder ins Gedächtnis rufst, kannst du dir sogar komplizierte Sachverhalte relativ gut merken.

 

2. Zusammenhänge erkennen: Mindmaps erstellen

Oft hat man das Gefühl, dass ein Thema keine Struktur hat. Daher fällt es schwer, Zusammenhänge zu erkennen. Die Texte sind lang und schlecht gegliedert. Eine Mindmap kann hier sehr hilfreich sein! Wie funktionieren Mindmaps für Jurastudenten?

Ins Zentrum schreibst du das Thema, das du erlernen möchtest. Von diesem zentralen Knotenpunkt gehen Äste mit Unterthemen ab, die wiederum in Unteräste unterteilt sind. In unserem Karriere Kompass siehst du ein Beispiel für eine Mindmap (in diesem Fall zum Thema “Karrieremöglichkeiten als Jurist”). Doch auch viel komplexere Themen können mit Mindmaps erarbeitet werden.

TalentRocket Tipp: Wenn du komplexe juristische Themen in Form einer Mindmap darstellen möchtest, sind Online-Tools wie z.B. www.mindmeister.com sehr hilfreich. Für weniger umfangreiche Mindmaps kannst du auch einfach mit Stift und Papier arbeiten - zusätzlich hilft das Schreiben und Zeichnen motorisch veranlagten Menschen beim Verankern der Information.

 

3. Definitionen online lernen: Der Lernkasten 2.0

Eine Lernkartei hilft, Definitionen und relativ kurze Textstücke effektiv zu lernen und zu wiederholen. Die klassische Methode besteht darin, einen Begriff auf die Vorderseite der Karteikarte zu vermerken und seine Bedeutung auf der Rückseite zu erklären. Der Vorteil ist, dass du die Lernkartei in verschiedene Abschnitte unterteilen kannst, die dir dabei helfen, schon Gelerntes von zu Wiederholendem und von bereits “Abgelegtem” zu unterscheiden.

Talentrocket Tipp: Wem Karteikasten zu altmodisch und unhandlich sind, der sollte sich zum Beispiel www.brainyoo.de anschauen, eines der zahlreichen Online-Tools für Lernkarteien. Diese sind sehr hilfreich und erlauben dem Nutzer auch, verschiedenste Unterteilungen des Lernstoffs vorzunehmen.

4. Orte und Objekte mit Lerninhalten verknüpfen: die Loci-Methode

Bei der Loci Methode verknüpfst du Orte und Objekte, die sich zum Beispiel in der Bibliothek oder in deinem Zimmer befinden, mit Lernstoff. Wenn du dich zu einem bestimmten Thema vorbereitest, kannst du Post-its mit einzelnen Punkten an Objekte in deinem Zimmer kleben. Der erste wichtige Punkt ist zum Beispiel in deinem Schreibtischstuhl verankert, der zweite Punkt in deiner Lampe, der dritte Punkt im Bett und so weiter. So legst du dir in Gedanken eine Route in deinem Zimmer oder sogar deiner Wohnung fest. Wiederhole diese mehrmals und du wirst sehen, dass es dir schon leichter fallen wird, dich an “trockene” Themen zu erinnern.

 

5. Texte besser und langfristig verstehen: Die SQR3 - Technik

Bei dieser Methode liest du zuerst nur Überschriften (Survey), stellst dann Hypothesen auf, von dem der Text handeln könnte und stellst Fragen (Question), die deiner Meinung nach zum Thema beantwortet werden müssen. Erst nach diesen beiden Schritten liest du den Text, währenddessen du wichtige Punkte markieren kannst (Read). Im Anschluss fasst du das Gelesene in eigenen Worten zusammen (Recite). Der letzte Schritt ist eine kontinuierliche Wiederholung des Gelernten (Repeat).

Talentrocket Tipp: Genaue Infos zu dieser Lerntechnik findest du in unserem Artikel zur SQR3-Methode

 

Wir wissen, was du jetzt denkst

Du findest diese Lernmethoden zwar im Ansatz interessant, aber im Alltag wäre dir das zu zeitaufwendig? Diesen Gedanken haben die meisten Studenten am Anfang und natürlich ist keiner verpflichtet, Lerntechniken anzuwenden. Aber wie oft hast du schon dreimal dieselbe Seite gelesen, ohne auch nur ein Wort zu verstehen? Kommt es auch bei dir vor, dass du Themengebiete eigentlich schon gelernt hast, aber ein paar Wochen später kannst du dich beim besten Willen nicht mehr an sie erinnern?

 

Wenn du dich in diesen Fragen wiedererkennst, könnten die oben genannten Lerntechniken die richtigen für dich sein. Sie bringen Abwechslung ins Lernen und benötigen mit etwas Übung keinen großen zusätzlichen Zeitaufwand.  

 

09. November 2015

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