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Alle Wege führen zum Partner?

Karrierewege & Fachbereiche

Alle Wege führen zum Partner?

Karrierestufen in der Großkanzlei

 

Das herkömmliche Karriereprinzip, in dem der Associate nach einer bestimmten Anzahl von Jahren zum Partner ernannt wird, ist mittlerweile längst überholt. Von den Zwischenstufen auf dem Weg dorthin mal abgesehen, gibt es heutzutage auch Alternativen zum „Partner-Dasein“. TalentRocket stellt euch hier die gängigen Karrierestufen und die Aufgaben, die diese mit sich bringen, vor.

 

 

 

1. Associate:

Gut, das war wohl keine Überraschung. Allen Anfang macht der Associate. Je länger er angestellt ist, desto höher steigt sein Rang innerhalb der Kanzlei und damit meist auch das Gehalt. Als ein Zeichen der Zugehörigkeit gilt die Nennung auf dem Briefbogen.

 

2. Managing Associate oder Senior Associate:

Auf dieser Stufe ist der Angestellte bereits dazu befugt, seine Mandate eigenverantwortlich zu begleiten. Er ist also in der Lage bereits eigene Kontakte zu knüpfen und zu nutzen, um sich so seinen Platz im Team zu sichern.

 

Welche Bedingungen ein Associate erfüllen muss, um in einer Großkanzlei Karriere als Partner zu machen, ist von Kanzlei zu Kanzlei unterschiedlich. Stark gewichtet wird vor allem die bisherige Akquise renommierter Mandate. Eine Garantie für den Aufstieg ist das jedoch nicht.

 

3. Salary Partner oder Junior Partner:

Bevor allerdings der Status des Equity-Partners oder Voll-Partners erreicht wird, steht die Stufe des angestellten Partners (Salary Partners) bevor. Mit dem Rang steigt natürlich auch die Verantwortung. So gehören Mandatsakquise und –entwicklung zu den Kernbereichen der täglichen Arbeit eines Salary Partners. Ebenso steht die Förderung der Nachwuchsjuristen an.

 

4. Equity oder Senior Partner:

Der klassische Begriff des „Partners“ ist erst auf dieser Stufe erfüllt. Er erhält Anteile an der jeweiligen Gesellschaft und ist somit am ranghöchsten. Der Senior führt sein eigenes Geschäft innerhalb der Kanzlei und hat somit wiederum Associates zur Unterstützung an seiner Seite.

 

5. Counsel:

Soweit so gut, die klassischen Stufen sind jetzt bekannt. Neu dagegen ist die Stufe des Counsels. Sie verläuft eher parallel, da sie kein gewöhnlicher Schritt in der Karriere des Rechtsanwaltes ist. Der Counsel ist ein dauerhaft Angestellter in einer Kanzlei. Er erhält in regelmäßigen Abständen mehr Gehalt und kann eventuell nachträglich zum Partner ernannt werden. Falls es also beim ersten Mal nicht geklappt hat, (gewollt oder ungewollt) ist diese Alternative durchaus lukrativ, da man die Kanzlei nicht verlassen muss.

 

6. Of Counsel:

Er stellt eine Sonderform der Beschäftigten dar, da er nicht unternehmensintern agiert, sondern nur bei speziellen Aufgaben als Fachmann zu Rate gezogen wird. Of Counsel sind vor allem in Großkanzleien nicht nur Rechtsanwälte, sondern oft auch Professoren oder Politiker.

 

Fazit:

Wie man sieht, ist der Aufstieg in einer Großkanzlei nach wie vor recht transparent. Allerdings muss auch darauf hingewiesen werden, dass es keine Norm gibt. Kanzleien unterscheiden sich ebenso wie die Rechtsanwälte, die sie beschäftigen.

 

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Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten aber für beiderlei Geschlecht.

 

10. Dezember 2014

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