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Alternativen zu Word?

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Alternativen zu Word?

Was ist von LaTeX, OpenOffice und Co. zu halten?

In unserer digitalisierten Welt kommt der Textverarbeitung einer immer größer werdende Rolle zu. Für Studenten hauptsächlich bei Hausarbeiten und eventuell im Nebenjob, im juristischen Berufsalltag beim geschäftlichen Nachrichtenverkehr und dem Verfassen von Schriftsätzen, Präsentationen, Ausschreibungen und ähnlichem. Der Branchenprimus ist dabei schnell gefunden: Microsofts Office mit dem Textverarbeitungsprogramm Word steht offensichtlich über allen anderen Programmen. Doch gibt es auch Alternativen? Was sind mögliche Nachteile von Word und Vorteile der Herausforderer?


Die Alternativlose Alternative

Schon bei der Suche nach namenhaften Konkurrenten fällt auf, wie wenig ernsthafte Konkurrenz es auf diesem Feld überhaupt nur gibt. Ein paar Möglichkeiten lassen sich dann allerdings doch finden. Mit LaTeX gleich eine, auf die dessen Verwender schwören und die sie gerne als „Alternativlos“ bezeichnen.

Anders als Word funktioniert LaTeX nicht nach dem „What You See Is What You Get“-Prinzip. WYSIWYG (Kurzform) bedeutet, dass das, was du auf deinem Bildschirm siehst auch genau so ausgedruckt aussehen würde. Bei LaTeX befindet man sich eher auf einer Programmierebene, bei der man durch Kommandos das Layout verändert. Das hatte in der Vergangenheit den Vorteil, dass man nicht wie in älteren Word Versionen durch eine falsche Einfügung oder einen falschen Klick sein ganzes Layout versauen konnte. Ein weiteres Feature ist seine Rechnerunbhängigkeit. LaTeX ist ein in sich geschlossenes Programm, dass unabhängig von Soft- und Hardware funktionieren soll. In der Wissenschaft hält  LaTeX sich insbesondere in naturwissenschaftlichen und mathematisch geprägten Bereichen durchaus, in anderen Bereichen ist es zur absoluten Randanwendung verkommen. Dies liegt zum Einen daran, dass neuere Versionen von Word alte Layoutschwächen ausgemerzt haben und gleichzeitig die Übersetzung von LaTeX in andere Programme und auch auf viele Drucker und weitere Anwendungen relativ begrenzt ist. Auch neuere, wenn auch nicht unumstrittene, Studien stellen die Effektivität von LaTeX in Frage und lassen Word im Vergleich deutlich positiver dastehen.


Offen für alles

Ein weiteres Programm, das, wie der Name schon anmuten lässt, insbesondere mit seiner freien Verfügbarkeit punkten möchte, ist OpenOffice.

OpenOffice orientiert sich stark am Branchenprimus Word und ist fast so etwas wie eine abgespeckte, dafür aber kostenfreie Version der Microsoft Anwendung. Auf den ersten Blick ist das Bedienfeld sehr aufgeräumt, minimalistisch und in vielerlei Hinsicht bis hin zu den Icons bekannt von Word. Soweit gar nicht schlecht, wenn man keine Features erwartet, wie man sie von Word kennt. Beispielsweise der Wortschatz, den OpenOffice kennt, ist sehr gering, so dass zusammengesetzte Wörter regelmäßig als Rechtschreibfehler angestrichen werden, was die Korrekturfunktion nahezu unnütz macht. Auch Funktionen wie die automatische Erstellung von Inhaltsverzeichnissen oder die Verknüpfung mit Powerpoint und anderen Programmen funktionieren nicht so einfach oder gar nicht.
Positiv ist neben der kostenfreien Verfügbarkeit auch, dass OpenOffice mittlerweile sehr kompatibel mit Word geworden ist. Einzelne Übersetzungsschwierigkeiten gibt es zwar noch immer, im Großen und Ganzen sind die Dateien jedoch gut mit dem jeweils anderem Programm zu öffnen, betrachten und zu bearbeiten.
Wer nicht auf neue Features angewiesen ist, auf einigen Komfort verzichten kann und hin und wieder über Abstimmungsschwächen mit Microsoft Word hinwegsehen kann, der hat mit OpenOffice eine kostenlose Alternative, mehr aber eben auch nicht.

 


Office, die zweite

Ähnlich wie bei OpenOffice verhält es sich bei LibreOffice, bei dem es aber zudem an der Stabilität der Arbeitsoberfläche krankt, da die Java – basierte Anwendung hier zu Abstürzen und ähnlichem neigt.


Der nicht zu ersetzende Außenseiter

Auch noch zu nennen, wenn auch kein richtiger Konkurrent ist das Programm InDesign von Hersteller Adobe, die man vor allem für ihren bekannten Adobe Reader kennt. Dabei handelt es sich  um ein Layout- und Satzbauprogramm, das vor allem in der Werbebranche, von Grafikern und in der Produktion von Printmedien anzutreffen ist. Der Fokus ist klar aufs Layout ausgelegt, bietet spezielle Features und vereinfacht beispielsweise die Anwendung verschiedener Layouts für miteinander verbundene Dokumente. Für genannte Branchen also tatsächlich oft alternativlos, zumindest nicht durch Word ersetzbar und daher kein eigentlicher Konkurrent.

 

Rein objektiv oder für Neueinsteiger geht aber kaum ein Weg an Word vorbei. Insbesondere da sich Word im Geschäftsleben einfach durchgesetzt hat, gibt es momentan keinen Grund das Risiko einzugehen, Probleme bei der Übersetzung verschiedener Programme zu bekommen.
Einzig und allein der Kostenfaktor spricht für die Konkurrenzprodukte, wobei hier zumindest für Studenten auf die erschwingliche Education Variante von Microsoft verwiesen sein soll. Zudem bieten viele Universitäten ihren Studenten kostenlose oder stark vergünstigte Versionen von Word an.

 

27. Januar 2016

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