Be different! - 5 Tipps für Bewerber

So einfach kann die Bewerbung als Jurist sein...


verfasst von Theresa Preis und veröffentlicht am 03.03.2017


Jedes Jahr kommt ein größerer Schwung Jura Absolventen auf den Markt, ohne dass auch unbedingt die Zahl der Jobs anteilig steigen würde. Eine Anstellung in dem gewünschten Tätigkeitsfeld ist daher nicht einfach zu erlangen. Wer dabei nicht mit einem guten oder sehr guten Examen überzeugt und sich die Jobs dementsprechend herauspicken kann, der muss versuchen, durch seine Bewerbung herauszustechen. Die nachfolgenden fünf Tipps sollen dabei helfen.

 

Sich in die Lage des Arbeitgebers versetzen

Der Lebenslauf, die Zeugnisse und alles Weitere sollte immer mit dem Gedanken zusammengestellt werden, was der Arbeitgeber selbst für die entsprechende Stellenausschreibung als sinnvoll erachten würde. Explizite Ausführungen, auf das Anforderungsprofil abgestimmt, bringen bessere Ergebnisse als überladene Ausführungen ohne Bezugnahme auf die zukünftigen Aufgabentätigkeiten. Aus der Stellenausschreibung herauszulesen, welche Eigenschaften der Arbeitgeber genau sucht, ist eine Kunst für sich. 

 

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Think Big

Ziele, Ambitionen und Kreativität sind gerne gesehen. Das richtige Maß zu finden und nicht gleich überstürzt klarzustellen, in wenigen Jahren drei Karrierestufen weiter sein zu wollen, ist dabei essentiell.
Nichtsdestotrotz sollte eine gewisse Bereitschaft zur Weiterentwicklung und der eigene Drang nach Fortschritt für sich selbst und die Kanzlei als Ganzes herausstechen.
Hierunter fällt beispielsweise die Bereitschaft einen Fachanwalt zu erwerben oder auch für gewisse Zeit an einem anderen – möglicherweise ausländischen – Standort zu arbeiten.

 

Mittelständische Kanzlei
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Zusatzqualifikationen

Wichtige Alleinstellungsmerkmale unter der Masse an Bewerbungen können Zusatzqualifikationen sein. Besonders Sprachkenntnisse und Soft Skills sind immer öfter von entscheidender Bedeutung.
Viele Kanzleien betreuen internationale Mandate oder schicken ihre Arbeitnehmer an eine ihrer ausländischen Standorte. Dabei sind fundierte Englischkenntnisse und eine gewisse Auslandserfahrung Grundvoraussetzung, um in einem internationalen Arbeitsumfeld Fuß zu fassen.
Darüber hinausgehende Sprachkenntnisse sind meist nicht mehr als ein netter Zusatz, da die Verhandlungssprache beinahe immer Englisch als kleinster gemeinsamer Nenner ist. Hier werden dafür aber Sprachfähigkeiten auf sehr hohem Niveau erwartet!
Ebenfalls gerne gesehen bei dem beliebten Arbeitgeber der internationalen Wirtschaftskanzlei sind wirtschaftswissenschaftliche Zusatzausbildungen. Einer Bankenlehre oder eines BWL Studiums bedarf es hierfür aber nicht.
Einige Universitäten bieten Kurse speziell für Juristen an, um die wichtigsten Zusammenhänge zu begreifen.

 

Sich das Positive bewusst machen

Hat man mit seiner individuellen Bewerbung überzeugt, wartet das Vorstellungsgespräch. Aufgeregt zu sein, ist bei einem so wichtigen Termin ganz normal. Man sollte sich aber nicht gerade deshalb die Chance nehmen lassen, zu überzeugen.
Um der Nervosität entgegen zu wirken, hilft es meist, sich die bisherigen Errungenschaften nochmal bewusst zu machen. Schließlich ist man bis hierher gekommen.
Der Personaler honoriert scheinbar den bisherigen Werdegang und will den Bewerber näher kennen lernen. Es sieht also gut aus und man kann sich darüber freuen, schon so weit gekommen zu sein.

 

Alles eine Frage der Darstellung

Nicht immer läuft alles nach Plan. Ein abgebrochenes Studium, längere Auszeiten oder andere Dinge können unseren Lebenslauf auf den ersten Blick unvorteilhaft erscheinen lassen.
Vor Nachfragen muss man sich aber nicht fürchten. Diese sind eine gute Gelegenheit zu zeigen, dass man sein Tun reflektiert und aus vorangegangenen Handlungen etwas für die Zukunft lernt.

 

Gerade in Jura ist es nicht immer einfach, aus der Masse herauszustechen. Desto wichtiger ist es deshalb, sich dem Motto 

"Be different or die" 

anzunehmen und sich von anderen Juristen zu unterscheiden. Auf Grund der hohen Gewichtung der Examensnote erlangt man oftmals den Eindruck, es käme kaum auf etwas anderes in der Bewerbung an. Jedoch lesen viele Personaler von zahlreichen guten Noten, aber kaum etwas über den Menschen dahinter. Wer an dieser Stelle als Bewerber bei seiner Besonderheit ansetzt, hat gute Chancen trotz des Bergs an Bewerbungen im Gedächtnis zu bleiben.  
 

 



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Über den Autor

Theresa Preis

Theresa Preis

schreibt seit Oktober 2015 für Jura TalentRocket und beginnt im Oktober ihr Schwerpunktstudium in internationalem Unternehmens- und Kapitalmarktrecht.

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