altText

Was haben Amal Clooney, Emma Watson und Stephen Hawking gemeinsam?

Mehr als man denkt...


verfasst von Finn Holzky und veröffentlicht am 14.09.2018

 

In der akademischen Welt haben sie ein ganz besonderes Standing, die Elite-Universitäten. Ein Studium dort kostet mehrere zehntausende Pfund oder US-Dollar, unter Umständen sogar einen sechsstelligen Betrag. Doch lohnt sich das Studium an einer Elite-Universität wirklich? Wenn man sich die Absolventen dieser Elite-Universitäten anschaut, dann kommt man schnell zu dem Schluss... Ja, es kann sich sicherlich lohnen.

 

Netzwerken auf höchstem Niveau

Einer der größten Vorteile von Elite-Universitäten sind nicht die gute Bildung, die bestens ausgestatteten Bibliotheken und auch nicht das besonders gute Lehrpersonal, sondern das Netzwerk, das hier entsteht. Denn sowohl Kommilitonen, Lehrpersonal als auch die private Wirtschaft im Umfeld der Universität sind genau darauf aus. Es werden Kontakte hergestellt, Organisationen und Unternehmen gegründet und es geben sich Visionäre, Wirtschaftsbosse und aufstrebende Talente die Klinke in die Hand. Geld spielt dabei zunächst gar keine große Rolle.

Wer es in die Hallen der elitären Universitäten geschafft hat und sich dort bewährt, der gehört dazu.

Alumni Netzwerke und andere Organisationen aus dem Umfeld der Universitäten gelten als Horte für Innovation und Fortschritt. Die großen Thinktanks von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik ähneln teils einem Who-is-Who der größten und wichtigsten Universitäten.

 

Zwei Mal USA, zwei Mal Großbritannien und dann lange gar nichts

Wer zu den Elite-Universitäten gehört, ist nicht ganz unumstritten. Doch zumindest wenn man ein Ranking bezüglich der Rechtswissenschaften aufstellen wollen würde, wäre die Einteilung nicht mehr ganz so schwierig. Während in den USA die Universitäten Harvard und Yale unumstritten an der Spitze stehen, sind in Großbritannien Oxford und Cambridge ähnlich klar in der Poleposition. Während in technischen Studienrichtungen noch das Massachusetts Institute of Technology, kurz MIT, eine wichtige Rolle spielt oder in anderen Disziplinen auch weitere Universitäten der sogenannten Ivy League ganz oben mitspielen, ist für Juristen die Spitze der Elite-Universitäten also klar.

Ein Studium an diesen Universitäten ist aber auch dementsprechend schwer zu ergattern. Wer zum Beispiel einen LL.M. an einer der Universitäten absolvieren möchte, der benötigt neben einer ganzen Menge Geld oder mehreren Stipendien vor allem absolute Topnoten. Die Elite-Universitäten nehmen nämlich nur sehr wenige Bewerber pro Land auf und die Plätze sind daher extrem hart umkämpft. Die Yale University beispielsweise hat jahrelang sogar nur einen Deutschen Bewerber pro Jahr in ihr LL.M. Programm aufgenommen.

LL.M. Ranking international – Eine Übersicht der besten Law Schools für einen Masterabschluss in Jura (LL.M.)...

 

Politik, Kunst, Wirtschaft und Gesellschaft: Die Absolventen, die wir kennen

Besonders interessant sind natürlich die Alumnis der Elite-Universitäten. Doch wer aus unserer Mitte, aus den Gazetten, dem Fernsehen oder Kino hat eigentlich an einer Elite – Universität studiert?

 

  • Absolventen der University of Oxford

Die University of Oxford hat eine Menge toller und interessanter Menschen hervorgebracht, die in den verschiedensten Bereichen im Leben untergekommen sind. Uns allen bekannt ist wahrscheinlich der Schauspieler Hugh Grant, den wie aus extrem erfolgreichen Filmen wie "About a Boy", Bridget Jones oder "Notting Hill" kennen.

Doch nicht nur der britische Schauspieler, sondern auch die libanesisch-britische Juristin und Ehefrau von George Clooney, Amal Clooney hat hier am St. Hughs College von Oxford ihre Ausbildung genossen. Aktuell ist die, auf Menschenrechte und Strafrecht, spezialisierte Anwältin in London tätig und ist unter anderem für Fälle wie den des Wikileak-Gründers Julian Assange zuständig.

Ebenfalls eine Frau von den roten Teppichen dieser Welt, allerdings keine Juristin, sondern eher beheimatet in der Welt von Hugh Grant, ist die junge Emma Watson. Bekannt geworden ist sie zwar durch ihre Rolle als Hermine Granger in den Harry Potter Filmen. Ihre Ausbildung bezog sie jedoch an der University of Oxford. Dort verbrachte sie ihr drittes Studienjahr.

Auch den Weg zum Staatsmann lernt man in Oxford offensichtlich. Denn genau diesen Weg schlug David Cameron ein, nachdem er die University of Oxford verlassen hatte. Sein Weg führte ihn bis an die Spitze seines Heimatlandes, wo er zum Premierminister von England wurde. Als dieser kämpfte er bis zu seiner letzten Amtshandlung gegen den drohenden Brexit, trat dann jedoch nach der Entscheidung für den Brexit und gegen ihn sowie seine Regierung zurück.

 

  • Absolventen der University of Cambridge

Doch nicht nur die Oxford University hat spannende Absolventen vorzuzeigen. Auch die University of Cambridge hat einige Größen der verschiedensten Lebensbereiche vorzuweisen.

So ist zum Beispiel einer der größten Wissenschaftler, Physiker und Astronomen der heutigen Zeit und leider kürzlich verstorben, ein Student in Cambridge gewesen. Die Rede ist natürlich von Stephen Hawking. Nachdem Hawking zunächst seinen Bachelor an der University of Oxford absolvierte, wechselte er für seine Promotion nach Cambridge. Er promovierte in Astronomie und Kosmologie und blieb auch später in Cambridge. Von 1979 bis 2009 war Hawking der Inhaber des weltweit anerkannten Lehrstuhl für Mathematik an der Universität Cambridge.

Doch auch der Begründer der Evolutionstheorie Charles Darwin war Student in Cambridge. Selbiges gilt für Charles, den Prince of Wales. Das Mitglied der englischen Königsfamilie studierte von 1967 bis 1970 Geschichte und schloss das Studium auch in Cambridge ab.

Auch der immer wieder in den Medien auftauchende Deutsche Bank Chef John Cryan genoss sein Studium in Cambridge. Der Chef des DAX Konzerns studierte überraschenderweise jedoch kein BWL oder Jura, sondern Physik und Mathematik. Er lauschte dabei übrigens den Mathematik Vorlesungen von... ja genau: Stephen Hawking!

 

Ein Studium an Elite-Universitäten lohnt sich also aus vielen Gründen und ist tatsächlich fast ein Garant für eine funktionierende Karriere. Vor allem Großkonzerne und die Finanzbranche ziehen Absolventen von Elite-Universitäten häufig allen anderen vor. Wer sich für ein LL.M. Studium interessiert, der sollte unbedingt einen Blick in unseren Law School Finder werfen!

 


Auch interessant:

 

Über den Autor

Finn Holzky

Schreibt neben seinem Jurastudium seit 2 Jahren für TalentRocket und hat gerade sein 1. Staatsexamen in Göttingen hinter sich gebracht.

Juristische Arbeitgeber, Jobs oder Events. Exklusiv für Mitglieder!

Mit der Bewerbung mit Profil kannst du dich in Sekundenschnelle bei den Arbeitgebern bewerben.

Hat dir der Artikel gefallen? Feedback geben


Talente haben sich auch diese Artikel durchgelesen:

Fachbereiche und Karrierewege

Verbeamtung als Jurist*in – Top oder Flop?

Das sind die Voraussetzungen für die Verbeamtung

Fachbereiche und Karrierewege

Die Gehaltsfrage: Jurist*in im öffentlichen Dienst 

Von Besoldungsgruppen und Steuern 

Fachbereiche und Karrierewege

Utopie oder nahe Zukunft

Wie könnte die Arbeitswelt der Zukunft für Juristen aussehen?