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Checkliste für dein Referendariat!

Was brauche ich alles für mein Referendariat?


veröffentlicht am 22.05.2015


 

Keinen Gesetzestext dabei und in Jogginghose bei Gericht? Nicht mit uns, denn wir liefern euch die perfekte Checkliste für das Referendariat!
 

Kleidung im Referendariat: die Jogginghose bleibt zu Hause!

Wie immer zählt der erste Eindruck besonders, also beginnen auch wir damit! Für Männer gilt im Normalfall im Referendariat Anzugspflicht, für Frauen empfiehlt sich ein Hosenanzug bzw. ein Kostüm. Auch hier gibt es Ausnahmen, allerdings solltet ihr lieber ein wenig „overdressed“ herausfinden, dass auch weniger geht. Denn so richtig „overdressed“ kann man als Jurist kaum sein, Ballkleid und Smoking einmal außen vorgelassen. Für den staatsanwaltlichen Sitzungsdienst bedarf es zudem unbedingt eines weißen Hemds bzw. einer weißen Bluse. Männer tragen außerdem eine weiße Krawatte.

 

Hier gehts zum kostenlosen Download für deine Referendariats-Checkliste.

 

Bücher für das Referendariat: Die richtige Lektüre ist das A & O

Weiterhin braucht man als Referendar natürlich die aktuellen Gesetzestexte. Mit Sartorius und Schönfelder bist du gut ausgestattet. Am besten als lose Blattsammlungen und natürlich immer auf dem neuesten Stand durch die Ergänzungen, die leider auch immer zügig einsortiert werden müssen. Zudem werden spätestens ab der Verwaltungsstation die aktuellen Landesgesetze benötigt.

Abgesehen davon bedarf es im Referendariat einiger Kommentare. Diese müssen während des Referendariats zwar nicht neu sein, älter als drei Jahre sollten sie allerdings auch nicht sein. Zum Examen kann man diese dann kostengünstig in der neuesten Auflage ausleihen. Ein Kauf empfiehlt sich kaum, da Kommentare meist recht teuer sind, fast jährlich überholt werden und bereits genug Geld für aktuelle Gesetze investiert werden muss. Dringend benötigt wird für das Referendariat natürlich der Palandt für Zivilrecht, Das Werk von Thomas/Putzo zum Zivilprozessrecht, Fischer für Strafrecht, der Meyer-Goßner für StPO. Zudem kommen noch je nach Prüfungsordnung der VwGO und VwVfG Kommentar von Kopp/Schenke bzw. von Kopp/Ramsauer.

Besonders zu empfehlen ist auch das vom Vahlen Verlag herausgegebene Buch „Das Assessorexamen im Zivilrecht“ von Anders/Gehle. Das Buch richtet sich gezielt an Referendare und enthält alle relevanten Inhalte des Erkenntnisverfahrens sowohl für das Examen, als auch für die praktische Ausbildung. Ebenfalls zu empfehlen ist aus demselben Verlag das Buch „ Das Assessorexamen im öffentlichen Recht“ von Pietzner/Ronellenfitsch.

Weiterhin sollte man über eine Sammlung halbwegs aktueller Skripte zu allen relevanten Rechtsgebieten verfügen. Welche Skripte man persönlich bevorzugt, ist jedem selbst überlassen, da alle Skripte der gängigen Repetitorien den relevanten Stoff zusammengetragen haben.

 

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Das Repetitorium: Repetitor oder private Vorbereitung?

Bleiben wir gleich bei den Repetitorien. Dass kommerzielle Repetitorien Vorteile haben, liegt auf der Hand. Jeder muss für sich selbst entscheiden, welche Art der Vorbereitung den besten Lerneffekt bringt. Für manche ist das eigenständige Zusammenbringen aller relevanten Inhalte am sinnvollsten, andererseits kann ein Repetitor bei Lernschwierigkeiten immer unterstützen. Auch private Arbeitsgemeinschaften können einen positiven Lerneffekt haben. Zudem wird an einigen Oberlandesgerichten ein persönlicher Klausurenkurs angeboten. Wem ein solches Angebot nicht zur Verfügung steht, der kann sich dennoch Klausuren zuschicken und diese korrigieren lassen. Für welche Art der Vorbereitung du dich entscheidest, musst du anhand deiner Erfahrungen und deinem persönlichen Gefühl ausmachen, denn das wichtigste ist, dass du dich damit sicher fühlst!
 

Kontrolle durch Protokolle: die Geheimwaffe!

Mit der Ladung zur mündlichen Prüfung bekommst du auch den Namen deines Prüfers. Anhand dieses Namens kannst du nun Protokolle von vorangegangenen Prüfungen dieses Prüfers suchen. Teilweise stellen die Fachschaften diese zur Verfügung; andere Universitäten haben gar keine Protokollsammlungen und du kommst nur über kommerzielle Anbieter an die  entsprechenden Examens-Protokolle. Nichts desto trotz, solltest du dir diese unbedingt besorgen. Denn nicht selten haben Prüfer „Lieblingsthemen“, auf die du dich so gezielt vorbereiten kannst. Es soll sogar Prüfer geben, die besonders „protokollfest“ sind und regelmäßig nahezu gleiche Fälle und Fragen stellen. Eine Chance, die du dir nicht entgehen lassen solltest!
 

Das „Gehalt“ im Referendariat

Das „Gehalt“ des Referendars ist eigentlich kein wirkliches Gehalt, sondern stellt eine Form der Sozialleistung zum Lebensunterhalt dar. Daher können Nebeneinkünfte dazu führen, dass diese Unterhaltsbeihilfe gekürzt wird. Die Regelungen sind von Bundesland zu Bundesland verschieden, daher sollte sich jeder, der solche Nebeneinkünfte erzielt, im Voraus informieren, damit es später keine bösen Überraschungen gibt. Eine Übersicht über alle Bundesländer findest du hier.

Viel Erfolg!

 

Lade dir hier die Checkliste für dein Referendariat kostenlos herunter.

 

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