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Das Jurastudium – Pro und Kontra

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Das Jurastudium – Pro und Kontra

Du willst Jura studieren? Oder hast deine Wahl noch nicht getroffen? - eine Entscheidungshilfe

Kaum ein Studiengang polarisiert so sehr wie dieser – Jura. Für manche ein heißersehnter Kindheitstraum, für andere das letzte, was sie sich je vorstellen könnten und wieder andere sehen es als die prestigeträchtigste Notlösung, um wenigstens irgendetwas zu studieren. Was die passionierten Juristen motiviert, diesen steinigen Weg einzuschlagen und welche Argumente viele davon abhalten, wollen wir euch in unserem Pro-und-Kontra-Vergleich des Jurastudiums zeigen.
 

Kontra: Viel Geduld, Fleiß und Tränen

Wer sich auf das Studium einlässt, sollte wissen, dass es kein Zuckerschlecken wird. Selbst wer ohne großen Aufwand einen Abiturschnitt von 1,.. erreicht hat, wird schnell merken, dass er für eine anständige Punktzahl seinen Lebensmittelpunkt in die Bibliothek verlagern muss. Anfangs steht man wie der Ochs vorm Berg und weiß weder wie der Gutachtenstil funktioniert, noch wie man sich in diesem Paragraphendschungel zurechtfinden soll. Hier heißt es Ruhe bewahren und vor allem – sich schon einmal an dieses Gefühl gewöhnen, denn es wird einem noch öfter begegnen. 

 

Pro: Richter, Verwaltung, Großkanzlei,…

Das Studium eröffnet einem auf der anderen Seite aber auch eine Vielzahl an Möglichkeiten. Hat man die entsprechenden Noten, kann man sich aussuchen, ob man im Staatsdienst, der Unternehmensberatung oder in einem der Global Player unter den Kanzleien arbeiten möchte. Hohe Einstiegsgehälter und ein spannendes Arbeitsumfeld sind hierbei inklusive.


Kontra: Ellenbogen ausfahren

Leider ist man jedoch nicht der Einzige mit solchen Zielen. Der Konkurrenzkampf unter den Juristen ist so groß wie in kaum einem anderen Studiengang. Die Folge ist, dass in beinahe jeder erstrebenswerten Position Noten von neun Punkten aufwärts verlangt werden, was jedoch nur eine verschwindend geringe Anzahl der Studierenden erreicht. Hat man eines der begehrten Prädikatsexamen in der Tasche, sinkt die Konkurrenz rapide ab; setzt man seinem Erfolg mit einem L.L.M. oder Doktortitel noch die Krone auf, kann man praktisch von zuhause aus auf Stellenangebote warten. 

 


 

Pro: Der eigene Chef

Auch die Möglichkeit einer eigenen Kanzlei mag für viele reizvoll sein. Wer kein Prädikatsexamen geschrieben hat, oder sich eher als Einzelkämpfer, anstatt in einem Team sieht, kann sich als Jurist auch problemlos selbstständig machen. 
 

Kontra: Durchfallquote

Lediglich 30% der Studienanfänger eines Jahrgangs beenden das Studium mit einem erfolgreichen Zweiten Staatsexamen. Viele werden bereits nach dem vierten Semester aufgrund der endgültig nicht bestandenen Zwischenprüfung exmatrikuliert.
Wirklich hart trifft es diejenigen, die nach nur zwei Versuchen durch das Erste Staatsexamen fallen und damit nach vier bis sechs Jahren vor dem Aus ihres Studiums stehen. In diesem Fall hat man keinen Studienabschluss, trotz einer erfolgreichen Zwischenprüfung und den bestandenen Scheinen. Deshalb ist eine Unterteilung des Studiums in Bachelor und Master ein häufig diskutiertes Thema, um die Betroffenen nicht komplett leer ausgehen zu lassen. Bisher ist dies aber noch nicht erfolgt und so bleibt vielen Examenskandidaten nach Jahren des Studiums lediglich ihr Abitur. 
Wer es bis zum Zweiten Examen geschafft hat, an dieser Hürde jedoch scheitert, hat mit dem Ersten Staatsexamen zumindest einen Studienabschluss in der Tasche. Damit kann man, wenn auch nicht als Volljurist, aber zumindest als Diplomjurist, beispielsweise im Bereich der Unternehmensberatung arbeiten.
 

Pro: Juristen werden immer gebraucht 

Jura gab es schon immer und wird es immer geben. Entgegen der Absolventen von als Orchideenfächer verschrienen Studiengängen, sind Juristen immer gesucht – natürlich unter dem Vorbehalt der entsprechenden Noten.  

 

Ob Jura gut oder schlecht, empfehlenswert oder nicht ist, kann einem niemand eindeutig sagen. Was zweifelsfrei feststeht ist, dass es anstrengend und risikoreich, aber auch vielfältig und spannend ist. Wer sich für Jura interessiert, sollte sich weder von den Durchfallquoten, noch von dem Lernaufwand abschrecken lassen. Denn wer die nötige Passion für das Fach mitbringt, dem wird das Lernen nicht schwerfallen und diese Menschen gehören in den allermeisten Fällen auch zu den 30% eines Jahrgangs, die das Studium mit einem erfolgreichen Zweiten Staatsexamen abschließen. 

 

30. November 2015

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