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Du bist, was du isst? Essen in der Klausurenphase

Lifestyle & Fun Facts Jura

Du bist, was du isst? Essen in der Klausurenphase

Gesunder Ernährungsstil trotz Lerndruck, so machen es die anderen...

 

Die Klausurenphasen zum Ende jeden Semesters und für uns Juristen noch einmal das Examen zum Abschluss in zweifacher Ausführung sind das gemeine Gesicht des Studiums. Früh morgens strömen die Massen in die Bibliotheken, bleiben dort bis spät abends und selbst das Wochenende kann dem keinen Abbruch tun. Da bleibt wenig Zeit, um sich wirklich um die Ernährung zu kümmern, obwohl diese gerade für die Leistungsfähigkeit bekanntermaßen eine entscheidende Rolle spielt. Wir haben daher unter aktiven Jurastudenten in der Lernphase nachgefragt und sehr unterschiedliche und nicht minder interessante Antworten bekommen!

 

Healthy vs feel-good

Tendenziell scheint es nur in zwei Richtungen zu gehen: entweder die Healthy-Life Variante oder der feel-good Lifestyle.

Studenten der ersten Variante achten gerade in dieser Phase besonders genau auf ihre Ernährung, betreiben als Ausgleich Sport und achten auf viel Schlaf. Die Healthy-Life Variante liegt natürlich auch nahe, denn ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper. Den Satz kennt wahrscheinlich fast jeder, doch wie schwer die Umsetzung in der Praxis ist, wissen wir ebenfalls alle.

Dementsprechend waren auch die Mehrzahl der Befragten während der Klausurenphase Vertreter der zweiten Richtung, des feel-good Lifestyles. Der Fokus wird hier nur auf das Lernen gelegt und dem wird auch alles untergeordnet.

Die Vertreter der feel-good Variante ernähren sich dabei mitnichten wie die Mülleimer. Jedoch wird nicht so sehr auf Kalorien und Vitamine geachtet, dafür auf den Wohlfühleffekt des Essens.

 

Vom Frühstück bis zum Abendessen

Die Ernährungslage fürs Lernen muss jedenfalls gut sein, soviel ist klar. Was gut bedeutet, ist dabei Auslegungssache, wie der Jurist sagen würde. Unsere Auffassung für so ein typisches Lernwochen-Tagesmenü wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten!

Jedenfalls muss das Frühstück nahrhaft sein, wach machen und bis zum Mittag satt machen, auch wenn es noch so früh losgeht. Was das in der Praxis bedeutet, erfahrt ihr jetzt:

 

„Bei mir muss es schnell gehen und lecker sein, damit der Tag gut startet. Das bedeutet bei mir meistens irgendeine Art von Müsli oder auch gerne mal süßere Conflakesvarianten mit Milch und dazu ein großer Kaffee.“
 

„Ich achte morgens darauf satt und wach zu sein aber nicht zu vollgestopft. Deswegen gibt es bei mir irgendeine Form von Rührei zusammen mit Gemüse oder ein bisschen Bacon. Auf Kaffee verzichte ich morgens lieber, den brauche ich am Tag. Zum Frühstück trinke ich daher grünen Tee, der macht sogar noch wacher.“
 

„Das Frühstück ist bei mir ganz verschieden. Wenn ich schlecht hoch gekommen bin, dann esse ich das, worauf ich Lust habe und was meine Laune steigert. Das kann je nach Lust und Laune ein Nutellabrot sein, Rührei mit Lachs und ehrlich gesagt gab es auch schonmal Pizzareste vom Vorabend. Dazu immer einen oder zwei kräftige Kaffee. Danach bin ich immer lernfit.“

 

 

Beim Mittagessen sind sich alle einig. Zumindest was die Frage “Wo?” angeht. Die Mensa ist vor allem in der Klausurenphase der tägliche Begleiter. Sie ist nah gelegen, günstig und man muss nicht lange auf sein Essen warten.

Die Wahl fällt dabei wieder entsprechend unterschiedlich aus. Leichter Salat, Geflügel oder Fisch stehen Currywurst mit Pommes und Co. gegenüber.

Die healthy oder feel-good Diskussion wird auch bei Snacks und Getränken tagsüber weitergeführt. Die einen setzen auf Obst als gesunden Snack, der den Kopf fit hält und Wasser, das bekanntlich vom Gehirn zum Denken gebraucht wird.

Die anderen schwören auf ein Belohnungssystem mit Gummibärchen oder anderen Süßigkeiten oder auf Kaffee mit Zucker als Denkhilfe.
 

Einzig und allein bei einer Sache sind sich fast alle einig: Zu viel Kaffee tut nicht gut und macht irgendwann nur noch nervös. Dieses Problem wird entweder mit grünem oder schwarzen Tee, manchmal auch mit Bio Getränken auf Guarana-Basis gelöst oder aber es werden Energygetränke angeführt, die zu schier übermenschlichen Leistungen befähigen sollen.

Auch wichtig für all diese Getränke ist der Zeitpunkt zum Absetzen des Putschmittels: Soll es nicht zur Nachtschicht kommen, ist um spätestens 18 Uhr Schluss mit Kaffee, grünem Tee und Co.

Beim Abendbrot fallen die Antworten ebenfalls völlig auseinander. Die Anhänger des healthy-foods setzen auf leichte Kost, die die Nachtruhe nicht stört und einen erholsamen Schlaf garantiert. Andere hingegen belohnen sich für den Lerntag und wollen die wenigen freien Stunden zum Abend hin voll auskosten.

 

Kritik am eigenen System und wie man das Beste rausholt

Doch wie hält man trotz des Lerndrucks diesen gesunden Lebensstil durch? Das mag sich nun der ein oder andere fragen. Genauso könnte man sich natürlich auch fragen ob einen das tendenziell ungesündere Essen nicht beim Lernen behindert. Wir haben genau das gefragt und das sagen die Vertreter der jeweiligen Variante:

    

 „Durchhalten ist bei mir gar nicht das Thema. Ich mache ja keine Diät, sondern versuche mir nur beste Voraussetzungen zum Lernen zu schaffen. Wenn ich dann plötzlich Schokolade brauche, dann gibt es die auch!“
 

„Ich versuche schon die gute Ernährung durchzuziehen, mache aber mindestens einen Cheat-Day in der Woche. Da esse ich, was ich möchte. Manchmal mache ich den an einem Tag mit weniger Lernen, manchmal extra dann, wenn es richtig viel wird, damit ich irgendwie durchkomme. Im Zweifel geht es ja um das Lernen!“
 

„Ja es stimmt. Ich sitze auch hin und wieder in der Bib und fühle mich vollgestopft. Mittlerweile passiert mir das aber immer seltener. Man muss einfach wissen, wieviel und was man verträgt. Hin und wieder esse deswegen auch ich einfach mal einen Salat, wenn ich das brauche.“
 

„Ich versuche mich da ganz anders heranzutasten. Ich denke gar nicht, dass mir etwas fehlt, sondern sehe die gute Ernährung als das positive meiner Lernphase. Während ich ansonsten nicht allzu viel Spaß während dieser Zeit habe, tue ich wenigstens etwas positives für mich und meinen Körper. Man könnte glatt sagen, ich entgifte mich etwas vom lockereren Semesteralltag mit Feiern gehen und allem was so dazugehört.“

 

Die Philosophien der Studenten, was die Ernährung während der Klausuren und des Lernens angeht, könnten also kaum unterschiedlicher sein. Fakt ist, beide Varianten bringen gleichermaßen erfolgreiche Studenten hervor. Tatsächlich gehört aus wissenschaftlicher Sicht eine gesunde Ernährung zwar langfristig zu den Faktoren, die sich positiv auf das Lernen auswirken, wer kurzfristig aber auf den Wohlfühleffekt setzt, macht auch aus wissenschaftlicher Sicht nicht viel falsch.

 


Tags: #Studium  #Universität  #Staatsexamen


 

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10. März 2017


Finn Holzky

Autor:

Finn Holzky

Schreibt neben seinem Jurastudium seit 2 Jahren für TalentRocket und hat gerade sein 1. Staatsexamen in Göttingen hinter sich gebracht.

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