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Immer her mit dem Stoff

Studium, Examen & Zusatzqualifikationen

Immer her mit dem Stoff

3 Ausgefallene Lerntechniken für volle Köpfe

 

Im Jurastudium verbringt man einen nicht unerheblichen Teil seiner Zeit in der Bibliothek – da kann es schnell mal passieren, dass das eintönige Lesen der Karteikarten zur Qual wird. Unterschiedliche Lerntechniken helfen dabei die Konzentration zu behalten und effektiver zu lernen.

 

1. Die Loci-Methode

Bei dieser Lernmethode verbindet man den zu lernenden Stoff – wie der Name schon sagt – mit einem Ort (=lat. Locus). Diese Orte können sich sowohl in der Wohnung, auf dem Weg zur Uni oder auf der Joggingstrecke befinden. Wichtig ist nur der regelmäßige Besuch dieser Orte und die damit einhergehende Wiederholung des Stoffs. Beispielsweise ließe sich die morgendliche Bushaltestelle mit den Definitionen zu Tatentschluss und unmittelbarem Ansetzen verbinden. Beim Vorbeigehen wird dann stets die Erinnerung daran aufgefrischt. Damit erfüllt man gleich zwei Kriterien um effektiver zu lernen: das Herstellen von Verknüpfungen und die regelmäßige Wiederholung. Für die ganz Fleißigen: probiert es doch mal mit dem Kühlschrank ;-)

 

2. Die Geschichtentechnik

Hierbei setzt man den Stoff in eine zusammenhängende Geschichte und merkt so sofort wenn eine Information vergessen wurde und die Geschichte nicht weitergeht. Besonders Aufbauschemata, wie beispielsweise die Zulässigkeit im Öffentlichen Recht, lassen sich durch die Geschichtentechnik lückenlos lernen und verhindern so, dass man in der Klausur leicht verdiente Punkte verschenkt.

 

 

3. Die Fünf-Schritt-Methode

Diese, auch die PQRST (Preview-Questions-Read-Self Recitation-Test) Methode genannt, gliedert sich in fünf Schritte, um den Stoff auf verschiedene Arten zu erarbeiten. Am Anfang ist es sinnvoll, sich einen Überblick (Preview) über die Stoffmenge zu verschaffen. Hierbei kommt man das erste Mal mit der Materie im Gesamten in Berührung und sieht bereits welcher Umfang einen erwartet bzw. welche großen Eckpfeiler der Themengebiete besonders wichtig sind. Im nächsten Schritt werden Fragen gebildet (Questions). Diese Herangehensweise hat den großen Vorteil, dass das Thema aktiv hinterfragt wird und nicht nur passiv überflogen. Auf der Suche nach den Antworten der selbsterstellten Fragen geschieht das Lesen (Read) aufmerksamer, da gezielt nach Informationen zur Klärung Ausschau gehalten wird. Wiederholt man das Erlernte (Self Recitation) bietet es sich an, eine Zusammenfassung dessen niederzuschreiben und auszusprechen. Denn je mehr Sinne verwendet werden, desto einprägsamer ist das neue Wissen. Im letzten Schritt – dem Test – versucht man nun die Fragen schriftlich und ohne Aufzeichnungen aus dem Stand zu beantworten. Durch diese erneute Wiederholung prägen sich die Informationen ins Langzeitgedächtnis ein, womit auch eine größere Stoffmenge im Gedächtnis bleibt.

 

Neben diesen drei Lernmethoden gibt es noch unzählige weitere, die eine gute Alternative zum einfachen Lesen darstellen. Beachten sollte man aber die drei Elemente effektiven Lernens: Sowohl bildhaft zu lernen, Verknüpfungen herzustellen, als auch kontinuierliches Wiederholen helfen sich den Stoff schnell und vor allem langanhaltend einzuprägen.              

 

05. Februar 2016

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