Jura Ranking: Die Top-Kanzleien für Diversity

Warum Unternehmensethik doch wichtig ist

Diverse Arbeitgeber-Rankings versuchen in regelmäßigen Abständen, die Top Arbeitgeber für Juristen zu ermitteln. Ein Ranking der etwas anderen Art wurde von der britischen Organisation Stonewall erstellt. Sie setzt sich für die Gleichbehandlung von Homo- und Bisexuellen ein. Warum sind die Ergebnisse dieses britischen Rankings auch für deutsche Juristen interessant? Und wie wichtig ist Unternehmensethik für die Attraktivität von Arbeitsgebern?

 

Britain‘s most gay-friendly workplaces: Bekannte Großkanzleien sind vertreten

Ein etwas anderes Arbeitgeberranking erstellte die britische Organisation Stonewall. Sie zeichnete die 100 besten Arbeitgeber in Bezug auf die Gleichbehandlung von Homo- und Bisexuellen aus. Die Plätze 1-5 werden von britischen Unternehmen und Institutionen wie der Lloyds Banking Group oder dem Nottinghamshire Healthcare NHS Trust besetzt. Doch auch viele bekannte Arbeitgeber für Juristen, die meist als sehr traditionell gesehen werden, sind vertreten. Auf dem sechsten Rang liegt Baker & McKenzie, eine internationale Großkanzlei. Freshfields und Pinsent Masons sind auf dem neunten Platz zu finden.

Unter der Kategorie 10 Top Global Employers haben Freshfields und Herbert Smith Freehills gepunktet. Simmons & Simmons ist einer der acht „Star Employers“, die für kontinuierliche Bemühungen für eine diskriminierungsfreie Arbeitsumgebung ausgezeichnet werden. 

Im Stonewall-Ranking werden Arbeitgeber nach ihren Bemühungen befragt. Diese Angaben zur Gleichstellung von Homo- und Bisexuellen werden aber unter anderem durch Befragungen der Angestellten Überprüft.

 

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Da geht es doch bloß um Großbritannien. Warum sollte uns das interessieren?

Auf den ersten Blick könnte man den Stonewall-Index als unwichtig abtun. Schließlich geht es darin nicht um deutsche Arbeitgeber für Juristen, sondern handelt ausschließlich von Großbritannien, und nur homo- und bisexuelle Juristen fühlen sich dadurch angesprochen.

Jedoch ist es wichtig, die Studie im Zusammenhang mit aktuellen Trends zu sehen: Für etwa Dreiviertel der Nachwuchsjuristen ist die Unternehmensethik eines potenziellen Arbeitgebers wichtig (Quelle: Trendence Ranking). Bewerber beurteilen mögliche Arbeitgeber vermehrt nach ihrer Haltung im Bereich Corporate Social Responsibility und Diversity. Auch die Mandate einer Kanzlei sind wichtig - ethisch schwierige Mandate schwächen die Attraktivität eines Arbeitgebers für Juristen. Das hängt nur bedingt davon ab, ob ein Bewerber diese Mandate selbst betreut - selbst wenn ein Bewerber solche Mandate nicht selbst bearbeiten müsste, wird die Attraktivität des Arbeitgebers geringer eingeschätzt.

 

Fazit:

Für Berufseinsteiger im Bereich Jura zählt mehr als nur das Einstiegsgehalt. Auch die Unternehmensethik und das Diversity-Management stellen einen wichtigen Bestandteil der Bewertung eines Arbeitgebers für Juristen dar. Letztere müssen sicherstellen, diesem Trend zu folgen, um nicht die Attraktivität als Arbeitgeber zu verlieren. Top-Kanzleien wie Freshfields und Simmons & Simmons machen es vor - sie wurden im Stonewall-Ranking für ihre Bemühungen im Bezug auf die Gleichberechtigung Homo- und Bisexueller ausgezeichnet.

 

Übrigens: Freshfields veranstaltet zu diesem Thema das Event „Out & About“ am 12. Juni. Diversity spielt auch auf der Karrieremesse „Sticks & Stones“ eine große Rolle.

 

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Quelle: Trendence Ranking

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten aber für beiderlei Geschlecht.


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