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Das Jurastudium in Zahlen - Studenten und Absolventen

Studium, Examen & Zusatzqualifikationen

Das Jurastudium in Zahlen - Studenten und Absolventen

Gefürchtete Juristenschwemme?

#Studium

 

Über die Anzahl von Jurastudenten und examinierten Juristen bekommt man die unterschiedlichsten Informationen – der eine spricht von der gefürchteten Juristenschwemme, der nächste prognostiziert wieder steigende Chancen auf dem Arbeitsmarkt und ein Dritter berichtet von kontinuierlich sinkenden Absolventenzahlen. Über all dem schwebt dazu noch die Frage, wie sich die Notenvergabe entwickelt. Um ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, braucht es also dringend

Fakten, Fakten, Fakten!

 

These #1: Es werden immer mehr Jurastudenten!

Diese These kann so nicht wirklich bestätigt werden. Vielmehr hält sich die Anzahl von Jurastudenten recht konstant um die 100.000 Studenten. So waren es zur Jahrtausendwende ca. 103.000 immatrikulierte Jurastudenten, zu „Tiefzeiten“ 2007/2008 waren es nur 96.000 und im Jahr 2015 waren es knapp 109.000 Studenten in Deutschland. Ein kontinuierlicher Anstieg ist also insbesondere hinsichtlich steigender Abitursquote zu verneinen. Erwähnenswert ist darüber hinaus der Anteil von Studierenden an Fachhochschulen und staatlichen Verwaltungshochschulen, der seit 2000 von nahezu null Prozent bis auf knapp unter 10 Prozent heute gestiegen ist.

 

These #2: Aber zumindest die Absolventenzahlen steigen!

Konnte man bei der These zu steigenden Studentenzahlen zumindest noch Anhaltspunkte dafür finden, wird es nun dünn. These Nummer zwei ist schlichtweg nicht haltbar. Zwar stiegen die Absolventenzahlen zuletzt wieder leicht an, im Jahr 2013 zwischenzeitlich gar um 6,7 Prozent, dennoch sind die Zahlen aus den Hochjahren der 90iger mit deutlich über 10.000 und bis zu 12.000 Absolventen jährlich Geschichte. Trotz des markanten Anstiegs von 2013 waren es nur noch 8.164 Absolventen. Die These über steigende Absolventen und einer damit verbundenen Juristenschwemme ist also ebenfalls frei erfunden.

 

These #3: Gute Noten werden immer schwieriger!

Auch hier steht im Vordergrund die Konstanz. Unabhängig von der Anzahl der Prüflinge halten sich die Anteile der vergebenen Noten im gleichen Rahmen. Das Prädikat erhalten im Schnitt 13 – 16 Prozent der Kandidaten, leichte Schwankungen nach oben in den Jahren 2010 und 2011 einmal ausgeblendet. Die Durchfallquote pendelt ebenfalls konstant zwischen 25 und 30 Prozent. Lediglich die Anzahl derjenigen, die mit „sehr gut“ abschließt, ist über die Jahre hin leicht angestiegen. Wobei es sich hier um Steigerungen im Bereich um die 0,1 Prozent und im einstelligen Bereich in absoluten Zahlen handelt – folglich ein wenig repräsentativer Wert.

 

Die Panikmache rund um das Jurastudium und dem Abschluss mit anschließendem Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt ist also übertrieben. Die Zahlen sind deutlich konstanter als von vielen angenommen. Zeiten mit deutlich über 10.000 Juristen die jedes Jahr den Arbeitsmarkt „überschwemmen“ sind vorbei und der Bedarf an Juristen ist ungebrochen – steigt sogar teilweise noch. Experten wie beispielsweise Christoph Wittekindt, Mitautor des Buches „Perspektiven für Juristen 2015 - das Expertenbuch zum Einstieg“, beschreiben den Arbeitsmarkt ebenfalls als „robust und stabil“.

 

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11. Juli 2016

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