Law Student Problems

Es könnte so leicht sein, wenn da nicht noch Jura wäre


veröffentlicht am 15.06.2015

Probleme haben wir angehenden Juristen natürlich in Hülle und Fülle… Damit ihr seht, dass ihr nicht allein im Regen steht und über die alltäglichen Probleme vielleicht sogar lachen könnt, haben wir euch hier ein paar Klassiker zusammengesucht!

 

„Du studierst doch Jura, ich hab da mal eine kleine Frage zum Mietrecht…“

Eigentlich sollte man sich ja freuen, wenn andere einen für kompetent genug halten, um ihnen zu helfen. Das ist leider nicht immer der Fall. Fast jeder Jurastudent kennt es: Fragen aus dem Freundes-, Verwandten- oder Bekanntenkreis zu derart komplexen Themen oder Nebenrechtsgebieten, bei denen man ehrlicherweise keine Ahnung hat und sich erstmal mindestens im Umfang einer Hausarbeit in die Bibliothek einsperren müsste, um eine ansatzweise befriedigende Antwort zu finden. Kleiner Tipp: Der Satz „Das kann man so pauschal nicht beantworten“ oder „Das kommt jetzt drauf an“ sind zwar bei den Fragenden nicht beliebt, unter Juristen aber völlig anerkannt! ;-)

 

„Also Urteile sind doch immer völlig falsch und ich hab vor kurzem sogar in der BILD gelesen, dass…“

Na herzlichen Glückwunsch! Auch diesen Fall dürfte so ziemlich jeder von uns kennen. Irgendwo, in irgendeinem Gericht hat ein Richter eine -  sagen wir alternative Sicht - auf die Dinge gehabt, die Presse kriegt davon Wind und nur Stunden später sollst du die Rechtsprechung und die ganze Juristerei vor Freunden und Familie verteidigen. Den Verweis „Ich folge deswegen meistens der Literatur“ versteht eh keiner und dass so ein Urteil nicht sofort rechtskräftig wird oder dass es vielleicht besondere Umstände gegeben hat, interessiert auch keinen mehr. Jetzt stehst du mit deiner „Pseudowissenschaft“ am Pranger. Stell dich auf ihre Seite oder ertrage es - du kannst nichts machen.

 

„Du musst doch das ganze Gesetz auswendig können, oder?“

„Ja, natürlich. Dies und alle anderen Klischees über das Jurastudium stimmen völlig mit der Realität überein.“ Diesen Satz sollte man dann vielleicht einfach mal sagen. Oder man schockiert die anderen mit der Tatsache, dass man selbst nach 6 Semestern fleißigem Jurastudium immer noch nicht das BGB auswendig kann. Wie auch immer man reagiert, die Klischees kennen wir doch alle!

 

Das waren nun die Probleme, die uns unsere nichtjuristischen Freunde bescheren. Nun wäre es ja aber langweilig, wenn wir uns nicht noch untereinander behindern würden, daher nun noch ein paar „selbstgeschaffene“ Juristenprobleme:

Und wer kennt es nicht? Hausarbeiten-Phase und das Thema wurde wieder einmal exakt so gewählt, dass es nur ca. 5 Bücher gibt, die einen der Lösung des Hauptproblems näherbringen könnten. Diese gilt es nun zu finden. Wer nun im Katalog nachschaut, wo sie in der Bibliothek stehen sollten, ist natürlich auf dem Holzweg. Vielmehr muss man sich jetzt fragen, wo man selbst etwas verstecken würde, das keiner finden soll, man selbst das Versteckte aber wiederentdecken kann. Denn genau das haben schon Leute vor dir getan. Schön ist es auch immer, wenn man überrascht feststellt, dass man tatsächlich eines der gesuchten Exemplare entdeckt hat, dort aber einige (überraschenderweise entscheidende) Seiten ausgerissen sind. Das war bestimmt der Wind…

Jeder kennt sie: Kommilitonen, die uns erzählen, was sie schon alles gelernt haben. Oder was sie gerade „als super Tipp“ für die nächste Klausur erfahren haben.

Nicht nur, dass wir ein schlechtes Gewissen bekommen (obwohl derjenige in den meisten Fällen selbst das Ganze nur überflogen hat und nun irgendein verinnerlichtes BGH Zitat im 3 Minuten Takt den Leuten vorbetet). Nein, wir bereiten uns natürlich auch gewissenhaft auf den „Geheimtipp“ vor, vernachlässigen dafür andere Dinge und genau die kommen dann in der Klausur dran.

Ihr erkennt Dinge wieder? Oder ihr habt noch ganz andere Dinge erlebt? Dann berichtet uns davon! Und lasst euch nicht unterkriegen, wir leiden zusammen :P

 

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