Lernen im Ref? So bekommst du Arbeit und Lernphase unter einen Hut!

Jura lernen und gleichzeitig arbeiten? So geht's!


veröffentlicht am 24.02.2016



Das erste Staatsexamen liegt hinter einem, die Praxis hat endlich begonnen und jetzt heißt es: Lernen auf das zweite Staatsexamen. Man ist zwar das lange Pauken für das Erste gewohnt, doch nun steht man das erste Mal vor der Herausforderung Arbeit und Lernen zu meistern.

 

Der Kampf gegen das Vergessen

Besonders wichtig ist es das zum ersten Staatsexamen Erlernte nicht wieder zu vergessen. Das hört sich angesichts der erarbeiteten und der noch vor einem liegenden Stoffmenge nahezu unmöglich an, aber die Lernmethode „spacing effect“ soll dabei helfen, auch lange zurückliegendes Wissen im Gedächtnis zu behalten. Hierbei wiederholt man das Erlernte in immer größer werdenden Abständen und kleinen Portionen über eine längere Zeit verteilt. Dabei wird man schnell merken, dass von Wiederholung zu Wiederholung ein immer bedeutsamerer Teil des Stoffes im Gedächtnis bleibt.
 

Das richtige Referendariatsmodell

Je nachdem welcher Lerntyp man ist, sollte man seine Arbeitszeiten im Referendariat sinnvoll auswählen. Wer sich schwer tut parallel zu arbeiten und zu lernen, der sollte darüber nachdenken eventuell Vollzeit und dafür über einen kürzeren Zeitraum zu arbeiten, um vor dem zweiten Staatsexamen noch genügend Zeit zu haben, sich voll und ganz auf das Lernen zu konzentrieren. Fällt es einem jedoch schwer den eigenen Tagesablauf in der Lernphase zu rhythmisieren und profitiert man von den vorgegebenen Strukturen eines Referendariats, dann wäre es empfehlenswert nur Teilzeit, aber dafür über einen längeren Zeitraum zu arbeiten und die Lernzeiten in die Arbeitswoche miteinzubauen.

 

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Die Wahl der richtigen Literatur

Bekanntlich ist das zweite Staatsexamen, im Gegensatz zum Ersten, sehr prozessrechtslastig. Im Referendariat kommt man glücklicherweise schon sehr häufig mit Prozessrecht in Berührung, jedoch ist es trotzdem unerlässlich sich ergänzende Literatur zu besorgen. Für den materiellrechtlichen Teil der Examensvorbereitung empfiehlt es sich bereits während des Studiums Karteikarten anzufertigen, auf welche man dann zurückgreifen kann. Diese haben den enormen Vorteil auf einen selbst zugeschnitten zu sein, sodass man den Stoff schneller versteht und insbesondere etwaige persönliche Schwierigkeiten mit dem Thema geklärt werden.
 

Organisation ist alles

Um alles unter einen Hut zu bekommen, sind zeitliche Vorgaben unerlässlich, damit das eigene Tempo und die Stoffmenge in Einklang gebracht wird. Dabei sollte man angesichts der langen Lernphase mit psychologischen Trick arbeiten, um die Motivation nicht zu verlieren. Dazu gehören insbesondere festgelegte Pausen und ein komplett freier Tag in der Woche, an dem man ohne schlechtes Gewissen nichts lernt und neue Kraft für die nächsten Tage schöpft. Auch kleine Belohnungen, in Form von Süßigkeiten, oder dem Kaffeetrinken mit einem Freund, helfen dabei am Ball zu bleiben und sich über jede geschaffte Etappe zu freuen.

 

Das Referendariat und die Examensvorbereitung zu verbinden, stellt somit zwar eine Herausforderung dar, beachtet man jedoch einige Punkte, ist auch diese gut zu meistern.

 

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