Morgenrituale... nicht nur für Juristen

3 Tipps für den perfekten Start in einen Arbeits- oder Lerntag!


verfasst von Julian Wagner und veröffentlicht am 17.08.2018

 

Morgens übermüdet, mittags schläfrig und abends schon wieder völlig erschöpft.

So ergeht es nicht nur Jurastudenten sondern auch berufstätigen Juristen in hitzigen Lern- und Arbeitsphasen.

Das Energielevel scheint immer mehr zu sinken und der Wunsch nach Erholung und Urlaub wird zum omnipräsenten Verlangen. Trotzdem muss der Alltag weiterlaufen: Schließlich steht ja die nächste Klausur oder das bedeutsame Meeting an. In so einer verzwickten Situation stellt sich natürlich die Frage, wie das eigene Energielevel und damit einhergehend das allgemeine Wohlbefinden – auch während stressiger Phasen – erhalten beziehungsweise wiederhergestellt werden kann.

 

Neben genügend Schlaf, ausgewogener Ernährung und einem halbwegs aktiven Sozialleben entscheidet in besonderem Maße der Start in den Tag darüber, wie gut ein Arbeits- oder Lerntag gelingt. Daher macht es auch Sinn, an dieser Stelle einen genaueren Blick auf die grundlegenden Faktoren, die einen „goldenen Morgen“ bescheren können, zu werfen und herauszufinden, wie man für sich persönlich das perfekte Morgenritual zusammenstellt.

 

1. Der Abend macht den Morgen

Wenn man ganz ehrlich ist, beginnt ein gelungener Morgen schon am vorherigen Abend. Hört sich vielleicht komisch an, ist aber so. Schließlich wacht man nur dann nicht völlig übermüdet und grummelig auf, wenn man in der jeweiligen Nacht genug geschlafen hat. Wie viel Bettruhe genau nötig ist, muss natürlich jeder selbst für sich beurteilen. Meistens liegt der Schlafbedarf eines Menschen bei mindestens 7 und maximal 9 Stunden. Zu beachten gilt es, dass die Zeit, die man zum „Runterkommen“ und Einschlafen eventuell benötigt, extra gerechnet werden muss. Auch wer vor dem Schlafengehen gerne noch liest oder meditiert, sollte dies mit einplanen. Wer an dieser Stelle vorbringt, dass er in seinem wahnsinnig stressigen Alltag gar keine Zeit für 7 Stunden Schlaf habe, sollte sich fragen, ob die Leistung die man tagtäglich erbringt wirklich die ist, die man erbringen könnte, wenn man mehr Schlaf hätte. Daher macht es auch Sinn, die Zeit, die man zum Regenerieren benötigt, als unantastbaren Zeitraum zu bewahren. Schließlich legt er die natürliche und essentielle Grundlage für ausreichend Energie im Alltag und sollte daher auch höchste Priorität genießen. Um seinen Körper auch langfristig, zumindest unter der Woche, an einen kontinuierlichen Tag-Nacht-Rhythmus zu gewöhnen, sollte man versuchen, immer zur gleichen Uhrzeit ins Bett zu gehen, auch wenn es vielleicht anfänglich etwas Überwindung kostet. Am nächsten Morgen wird man es nämlich ansonsten garantiert bereuen.

Bevor man zu Bett geht, kann man außerdem auch darauf achten, keine künstlichen Lichtquellen von Smartphones, Fernsehern oder sonstigen elektronischen Geräten in der näheren Umgebung zu haben. Das grelle (blaue) Licht stört nämlich die Produktion von Melatonin, welches uns nach und nach natürlich müde macht. Abgesehen davon, sollte grundsätzlich auf Handys im Schlafzimmer verzichtet werden. Das Blinken, Vibrieren und Klingeln kann die eigene Entspannung durchaus subtil stören und verleitet dazu, doch noch mal „schnell die E-Mails zu checken“, was angesichts einer guten Nachtruhe kontraproduktiv ist. Auch die Gewohnheit sein Mobiltelefon am Nachttisch zu haben, da es als Wecker dient sollte überdacht werden, vor allem da ein manueller Wecker für wenige Euros erworben werden kann.

 

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2. Aufstehen, Frühstücken, Wohlfühlen

Um nach einem gemächlichen Aufstehen seinem – nach dem Schlaf meist dehydrierten – Körper etwas Gutes zu tun kann man zwischen 350 und 450 Milliliter stilles Wasser zu sich nehmen. Dieses Ritual kann das Wohlbefinden erstaunlicherweise deutlich steigern, da ein Teil des Müdigkeitsgefühls am Morgen durch den Mangel an Flüssigkeit ausgelöst wird. Was man danach isst und trinkt, bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Grundsätzlich ist allerdings von schweren Gerichten, die lange verdaut werden müssen, abzuraten. Damit sind insbesondere größere Eierspeisen, Speck, Wurst und fettige Brotaufstriche gemeint (das umfasst übrigens leider auch Nutella). Der hohe Verdauungsaufwand kostet den Körper nämlich am Morgen bereits viel Energie und kann das Müdigkeitsgefühl verstärken und damit einhergehend das Energielevel spürbar senken. Besser sind da jede Menge frisches Obst und unbehandelte bzw. ungezuckerte Zerealien. Wer auf ein koffeinhaltiges Heißgetränk bisher nicht verzichten konnte und das Gefühl hat, dass es den eigenen Kreislauf zuverlässig in Schwung bringt, sollte auch dabei bleiben. Eine Abgewöhnung ist nämlich zum einen nicht unbedingt nötig und meisten auch mit einigen Entzugserscheinungen wie starken Kopfschmerzen verbunden.

 

3. Was sonst noch zu einem Morgenritual gehört

Neben einem angemessen Schlafrhythmus und einem geeigneten Frühstück kann man noch weitere Abläufe zum Wohle eines guten Starts in den Tag integrieren. Einige schwören auf eine kalte Dusche am Morgen, die – zumindest für 30-45 Minuten – wach macht und den Kreislauf anregt. Auch sportliche Betätigung, wie beispielsweise Yoga oder Joggen können gut tun, wobei man beachten muss, dass anfänglich auch verstärkt Müdigkeit auftreten kann, bis sich der Körper an die morgendlichen Sporteinheiten gewöhnt hat. Da heißt es also erst einmal: Durchhalten! So eine vollständige Umstellung kann auch mal bis zu einem Monat andauern. Was jedoch langfristig wach macht und sich gut anfühlt, darf man auch gerne beibehalten.

Der Blick direkt in der Früh auf das Smartphone, am schlimmsten direkt nach dem Aufstehen, sollte man übrigens vermeiden. Hier lauert die Gefahr sich potenziellen Ärger, von dem man normalerweise erst im Büro erfahren hätte, nachhause zu holen und so den eigentlich „goldenen Morgen“ schnell ganz grau und düster aussehen lassen kann.

Besonders zu empfehlen ist es übrigens, sich entweder am Abend zuvor oder am Morgen Gedanken über die eigenen Ziele, die es am jeweiligen Tag zu erreichen gilt, zu machen. Somit startet mit einem klaren „Fahrplan“ selbstbewusst in den Tag und arbeitet nicht einfach unorientiert drauf los. So kann man auch das Gefühl, „einen Berg voller Arbeit“ vor sich zu haben, umgehen und einen ineffizienten Start in den Tag verhindern. In diesem Zusammenhang kann auch eine Atemübung oder ein Meditationsritual in Verbindung mit Musik für einen entspannten Moment am Morgen sorgen und so den Einstieg in den Arbeitstag erleichtern.

 

Für einen entspannten und gleichzeitig auch strukturierten Start in den Tag darf man sich durchaus etwas Zeit lassen und sollte daher auf jeden Fall 90 Minuten zwischen Aufstehen und Arbeitsbeginn einplanen. Entscheidend dabei ist seinem Morgen einen strukturierten Ablauf zu verleihen und eine Art „Morgenritual“ zu etablieren. Bedeutsam bleiben in erster Linie genügend Schlaf, ein ungestörtes Aufwachen, gesundes Essen sowie die mentale Vorbereitung auf den Arbeitstag und die gezielte Anregung des Kreislaufes. Bis man dann den optimalen morgendlichen Ablauf für sich gefunden hat, muss man einiges ausprobieren und anpassen. Langfristig steht dann aber einem perfekten Start in den Tag auch nichts mehr im Weg!

 


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Über den Autor

Julian Wagner - Autor TalentRocket

Julian Wagner

studiert im 7. Semester Jura in Würzburg und ist seit Dezember 2017 als Autor für TalentRocket tätig. Nebenbei schreibt er auch für seinen Blog „Studi-Tipps: Jura“

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