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Online-Dienste für juristische Themen - Welche Start-ups gibt es am Markt?

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Online-Dienste für juristische Themen

Welche Start-ups gibt es am Markt?

#legal tech

Insbesondere bei kleineren rechtlichen Angelegenheiten neigt man dazu, sich Aufwand zu ersparen. Grund dafür ist die Befürchtung, dass die Kosten den letztendlichen Gewinn wahrscheinlich ohnehin übersteigen würden oder die Zeitinvestition vorab nur schwer einzuschätzen ist. Diese Problematik kommt Gründern innovativer Legal-Tech Unternehmen gerade recht. Doch welche Start-ups bieten solche Online-Dienste an und um welche Sachverhalte handelt es sich? Im folgenden stellen wir euch drei solcher Firmen vor und gewähren euch dazu einen kurzen Einblick in deren Funktionsweisen.

 

Bildrechte

Jeder hat mittlerweile schon das ein oder andere Bild ins Netz hochgeladen. Achtet man dabei nicht auf die Bildrechte, kann der Eigentümer dies aufgrund unrechtmäßiger Nutzung seiner Fotos zu einer Anzeige bringen. Doch ist es die Arbeit wert, einen Anwalt zu beauftragen, die Rechtslage zu prüfen und die betroffenen Personen ausfindig zu machen?

Das Unternehmen Pixsy bietet hierzu eine einfache Lösung. Die Plattform bietet speziell für Fotografen und Künstler ein System, mit dem diese das Internet nach den eigenen Bildern durchsuchen können. Entdecken sie eine unerlaubte Bildkopie, bietet das Unternehmen den Mandanten die entsprechende juristische Unterstützung.

 

Entschädigungen für Flugkunden

Ein Top-Seller auf dem Gebiet des Legal-Tech ist der Flugrechte-Markt. Wirkaufendeinenflug.de, Compensation2Go, Euflight und Flightcash ringen um solche Mandanten, die auf ihren Reisen mit Flugverspätung, Überbuchungen oder Annulierungen zu kämpfen haben. Handelt es sich dabei um Flüge, deren Zieldirektion im EU-Inland liegt, steht Kunden grundsätzlich ein Schadensersatzanspruch zu. Dieser bewegt sich in einem Kostenrahmen von bis zu 600 Euro pro Person. Keine geringe Summe, trotzdem werden diese Entschädigungen meist nicht beansprucht, da der Aufwand oft zu groß erscheint oder die Fluggäste nicht über ihren Rechtsanspruch Bescheid wissen. Diese Unwissenheit und Bequemlichkeit  haben gleich mehrere deutsche Start-ups erkannt und bieten nun effektive und schnelle Online-Hilfe gegen Provision.
 

Entschädigungen für Bahnkunden

Das Schienenverkehrs-Pendant zu den Unternehmen aus der Flugentschädigungsbranche lautet Bahn-Buddy. Hier sollen Zugpassagiere ihr Geld zurückerhalten, falls der Fahrplan nicht eingehalten wurde. Da die Preise für Zugfahrten grundsätzlich geringer sind als jene für Flüge, sind Passagiere hier erst recht zu träge, eine Entschädigung zu beanspruchen.

Dabei muss die Bahn laut Rechtsprechung sogar bei Verspätungen wegen Unwetter eine Kostenerstattung gewährleisten.

Das Start-up übernimmt die aufwändige Bürokratie für den Kunden. Besteht der Anspruch, erhält der Mandant ohne großen Zeitaufwand und ohne jeglichen Kostenaufwand die entsprechende Geldsumme zurück, während das Unternehmen einen Teil der Entschädigung einbehält.

 

Die Legal-Tech Online-Dienste nehmen uns mit Sicherheit viel Arbeit ab, wenn es um kleinere Rechtsfragen geht. So bleibt uns der aufwändige Gang zum Anwalt erspart. Diese Lücke hat die Gründerszene entdeckt. Es wird nicht nur sämtlicher Papierkram abgegeben, sondern man wird auch noch fachspezifisch nach Dienstleistung betreut. Deshalb entwickeln sich solche Start-ups schon nach kürzester Zeit zu absoluten Experten mit Insider-Rechtskenntnissen - was deren Arbeitsweise stetig verbessert und schneller macht.

 

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24. Mai 2016

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