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Pro Bono Heidelberg – ran an den Fall!

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Pro Bono Heidelberg – ran an den Fall!

Die studentische Rechtsberatung unterstützt hilfsbedürftige Mandanten

 

Jan-Willem Prügel (26) studiert im 7. Semester Rechtswissenschaften an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg. An sich erstmal nicht weiter außergewöhnlich. Doch wenn man erfährt, für was der junge Student seine Freizeit opfert, wird man hellhörig. 2013 gründete Jan mit Felix Boos den Pro Bono Heidelberg – Studentische Rechtsberatung e.V., um Menschen, die sich keinen Anwalt leisten können, bei rechtlichen Problemen zu helfen. Mittlerweile ist der Verein mit 90 aktiven Mitgliedern die größte Amateurkanzlei Deutschlands. Erfahre mehr über das spannende Feld der studentischen Rechtsberatung im TalentRocket - Gespräch mit Jan!

 

Das Konzept von Pro Bono Heidelberg

Nach eigenen Angaben spezialisieren sich die Studenten bei ihrer Beratung nicht, sondern behandeln alles gesetzlich Erlaubte – mit Ausnahme von Fällen, die das Sozialrecht betreffen. Doch auch dieses Feld wird zurzeit aufgebaut. Konkret basiert der gemeinnützige Verein auf den Säulen Migrations-, Verwaltungs- und Zivilrecht.

Vor Gericht vertreten dürfen die Jurastudenten ihre Mandanten nicht, der Streitwert eines Falles darf maximal 700 Euro betragen und Fälle aus dem Straf- und Steuerrecht können nicht angenommen werden. Bei allen anderen Fällen werden die Studenten von Volljuristen unterstützt, die die Rechtsberatung kontrollieren und überwachen.

 

Sinnvolle Ergänzung zum Studium

Durch die praktische Bearbeitung von echten Fällen verbessern die rechtsberatenden Studenten nach und nach ihre juristischen Fähigkeiten. Durch die Unterstützung der Volljuristen, die den Studierenden Verbesserungshinweise geben, lernen diese auch, wie man Rechtsprobleme strategisch durchdenkt und lösen kann. Dank der engen Zusammenarbeit mit dem juristischen Beirat (den ehrenamtlich helfenden Anwälten) werden die Kenntnisse der Studierenden laufend erweitert.

 

„Was bedeutet es, in direktem Kontakt mit einem Mandanten zu stehen? Welche Fragen muss ich stellen, um einen Lebenssachverhalt, der noch nicht vorformuliert ist, zu Genüge zu erfassen? Welche bürokratischen Hürden gilt es zu überwinden und wie strukturieren wir unsere Arbeit, damit sie effizient, zuverlässig und kompetent ist?“

 

Die praktischen Fähigkeiten eines angehenden Juristen werden zwar im Referendariat geschult – doch das ist meist viel zu spät, meint Jan. Sich in einer studentischen Rechtsberatung wie Pro Bono Heidelberg zu engagieren, bedeutet zu lernen, theoretisches Wissen in der anwaltlichen Praxis anzuwenden.

 

Anteilnahme, Hilfsbereitschaft und soziale Ader

Die Studenten, die sich bei Pro Bono Heidelberg e.V. engagieren, helfen allerdings nicht nur, um ihre juristischen Fähigkeiten zu schulen. Nein, sie beraten auch, weil sie helfen wollen. Unter anderem die Anteilnahme an schweren Schicksalen motiviere ihn, bei Pro Bono ehrenamtlich zu arbeiten, unterstreicht Jan. Verunsicherten Asylsuchenden bei der Vorbereitung ihres Asylantrags zu unterstützen, motiviert auch Annika. Bestimmte Fälle gehen ihr schon ziemlich nahe, gibt die Zweite Vorsitzende des Vereins zu.

Jan:

„Etwas, das mir in Erinnerung geblieben ist, ist auf alle Fälle der allererste Mandant, der sich bei uns für die tolle Arbeit bedankt hat.“

 

Er betont, dass es bei Pro Bono Heidelberg um Menschen geht, und nicht um Noten.

 

Mitmachen erlaubt!

Das Konzept von Pro Bono Heidelberg hat Dich überzeugt und Du möchtest auch helfen? Kein Problem! Die Türen des gemeinnützigen Vereins stehen Dir immer offen! Pro Bono Heidelberg veranstaltet regelmäßig Informationstreffen, die sie auf ihrer Facebook - Seite bekannt geben.

Mehr Informationen findest Du auch auf der Pro Bono Heidelberg - Website. Schau vorbei!

 

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Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten aber für beiderlei Geschlecht.

 

 

16. Januar 2015

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