Promis vor Gericht #3

EU-Politiker Alexander Alvaro


veröffentlicht am 11.06.2014

 

Der EU-Politiker Alexander Alvaro wird nach einem Autounfall wegen fahrlässiger Tötung angeklagt.

 

Zur Person:

Name: Alexander Alvaro
Geburtstag: 26.05.1975
Geburtstort: Bonn
Beruf: EU-Politiker (FDP)
Zitat zum Fall: „Wir warten das Ergebnis der Ermittlungen ab und bis dahin gibt es nichts weiter zu kommentieren“
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Leben:

Alvaro wurde 1975 in Bonn geboren und wuchs sowohl in Deutschland, als auch in Australien auf. Er schloss seine Lehre zum Bankkaufmann ab, um anschließend an den Universitäten Bremen, Mannheim, Lausanne und Düsseldorf Jura zu studieren. Er war von 2000 bis 2005 Mitglied im Bundesvorstand der Jungen Liberalen. Im Europäischen Parlament erreichte er 2004 ein Mandat. In der Europawahl 2009 wurde Alvaro wiedergewählt und seit 2012 ist er Vizepräsident im Europäischen Parlament. Im Mai 2014 kandidiert er nicht noch einmal für das Europäische Parlament.

 

Daten & Fakten zum Fall:

  • In der Nacht zum 23.02.2013 raste Alvaro auf der A1 bei Burscheid in einen verunglückten Opel Vectra. Der Opel kam kurz davor ins schleudern und stand quer zur Fahrbahn.
  • Der 21 jährige Fahrer des Opels Vectra starb und seine beiden Beifahrer (15 und 16 Jahre) wurden verletzt. Alvaro selbst wurde mit schweren Hirnverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert.
  • Im Juni 2013 wurde Alvaros parlamentarische Immunität vom Europäischen Parlament aufgehoben und somit die Ermittlungen zum Fall frei gegeben.
  • Laut BILD-Informationen waren Kokainrückstände in Alvaros Blut zu finden. Ermittlungen haben jedoch ergeben, dass Drogen nicht die Unfallursache waren. Die Menge der Rückstände war strafrechtlich nicht relevant.

 

Die Anklage:

Am 03.04.2014 wurde bekannt gegeben, dass die Staatsanwaltschaft Alvaro wegen fahrlässiger Tötung angeklagt hat. Ihm wird überhöhte Geschwindigkeit zur Last gelegt. Auf einer bergigen Strecke sei er bei Nacht mit einer Geschwindigkeit von 180 km/h gefahren. Laut Staatsanwaltschaft wäre der Unfall zu verhindern gewesen, wenn Alvaro mit nur 110 km/h unterwegs gewesen wäre.

 

Wird die Verurteilung rechtskräftig, drohen ihm 5 Jahre Haft. In den nächsten Wochen wird über die Zulassung der Anklage von der zuständigen Kammer des Landesgerichts entschieden. 

Update: Am 14.09.2017 wurde das Verfahren gegen Auflagen eingestellt. Alexander Alvaro musste den Hinterbliebenen des Todesopfers 10.000€ und den Nebenklägern 5.000€ zahlen. 

 


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