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Rechtsberatung online - 5 Gründe warum hier noch einiges gehen wird

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Rechtsberatung online

5 Gründe warum hier noch einiges gehen wird

#legal tech

Augen auf junge Juristinnen und Juristen. Nicht grundlos halten wir euch mit aktuellen Artikeln zum Thema „Legal Tech“ auf dem neusten Stand. Die Welt der traditionellen Juristerei befindet sich in einem großen Umschwung. Ein Legal-Tech-StartUp nach dem anderen sprießt aus dem Boden. Während sich diese meist auf einen kleineren, juristisch unkomplizierten Bereich spezialisieren (z.B. reines Inkasso, Urheberrechte oder Flug-/Reiseentschädigungen), in denen sie den Kanzleien und Anwälten wenig Konkurrenz machen, wächst auch die Anzahl an Anbietern von Online-Rechtsberatung (oder -Berater-Vermittlung). Einige haben wir vorgestellt. Nun beschäftigen wir uns mit der Zukunftsfähigkeit dieses Geschäftsfeldes.

Wahrscheinlich hat der ein oder andere bereits einen Blick in Online-Foren geworfen, in denen Laien Rechtsfragen aufwerfen, um die hohen Kosten für einen Anwalt sowie den Zeitaufwand einzusparen. Die meisten von euch schließen die Homepages womöglich mit schüttelndem Kopf. Weder weiß man, wer die Antwort gibt, noch erscheint die Plattform selbst als vertrauenswürdig. Möchte man verlässlichen Rat einholen, sollte man sich von solchen Seiten besser fernhalten.
Doch kann man den heutigen Stand der Anbieter im Bereich Online-Rechtsberatung oder -Vermittlung noch mit solchen Internetseiten vergleichen?


Professionalität

Heutzutage arbeiten viele StartUps eng mit renommierten Anwälten oder Kanzleien zusammen. Anwälte, die eine besondere Spezialisierung haben, werben mit exzellenten Kenntnissen und Erfahrungen auf diesem Gebiet und lassen sich durch Suchraster leichter finden. Dies ist nicht nur für den Mandanten von Vorteil – auch der Anwalt kann seine Akquise mithilfe der Online-Plattformen steigern.
 

Seriosität

Die Kommunikation mit dem Anwalt durch den jeweiligen Online-Anbieter erfolgt meist in einer für andere nicht einsehbaren Konversation. Zwar gibt es Möglichkeiten, eine Frage öffentlich zu stellen, doch ist dies mittlerweile lediglich eine von zahlreichen Optionen. Der Mandant ist nicht mehr darauf angewiesen, sondern kann nun auch höchst vertrauliche Angelegenheiten von zu Hause aus regeln. Zudem dient ein verschlüsselter Nachrichtenaustausch der sicheren Kommunikation. Auch etwaige Unterlagen, die zum Verständnis des Sachverhalts oder zur Prozessführung notwendig sind, können problemlos und sicher über die Dienstleister ausgetauscht werden. Im Gegensatz zu den veralteten Online-Foren scheinen die neuen StartUps vertrauenswürdig und seriös.

 

Äußerer Eindruck

Früher wurde ein Mandant möglicherweise  von einem unprofessionellen Internetauftritt oder einem Fehler auf der Seite selbst davon abgehalten, ernsthafte Angelegenheiten mit Hilfe des Internets zu lösen. Aktuelle Legal-Tech-StartUps dagegen können mit einer übersichtlichen und leicht bedienbaren Homepage überzeugen. Meist kann man unter verschiedenen Reitern aus diversen Dienstleistungen wählen und kommt schnell und einfach zum Ziel.
 

Kosten

Auch wenn Preise manchmal trügerisch erscheinen können, ist es doch eher unrealistisch, eine gratis Rechtsberatung von der gleichen Qualität zu erhalten, wie von einem Anwalt aus der Kanzlei in der Stadt. In der Tat variieren die Preise meist von Anwalt zu Anwalt, wobei einige Anbieter auch „All-Inclusive“-Pakete anbieten – diese sind allerdings nicht unverhältnismäßig günstig. An der Preisgestaltung lässt sich jedenfalls erkennen, dass hinter dem Unternehmen ein berufstätiger Anwalt steht, der mit dieser Tätigkeit seinen Lebensunterhalt bestreitet. Ein Schnäppchen lässt sich sicherlich leichter finden, als in einer Kanzlei selbst. Umsonst oder unterbezahlt scheint die Beratung jedoch gerade aufgrund des verminderten Zeitaufwands nicht, sodass auch die Kosten darauf schließen lassen, dass alles mit rechten Dingen zugeht.
 

Bewertungssystem

Nach erfolgreichem Vertragsverlauf und einer entsprechenden Rechtsberatung verfolgen fast alle Online-Plattformen ein System, in dem der Mandant seinen beratenden Anwalt bewertet. Dadurch können sowohl positive als auch negative Erfahrungen geteilt werden, um künftigen Kunden ein besseres Bild der Arbeit des jeweiligen Juristen geben zu können. Solche Bewertungen sind für potentielle Kunden meist öffentlich einsehbar und können dem Ruf eines Anwalts somit schnell schaden. Daher kann davon ausgegangen werden, dass der rechtliche Rat über Nutzung des Online-Service nicht weniger ernst genommen wird, sondern ebenfalls sorgfältig geprüft und bearbeitet wird.

 

Fazit: Klar gibt es hier noch viele schwarze Schafe auszusortieren und Vorurteile aus dem Weg zu räumen, doch gerade die Elemente Bewertungssystem, Schnelligkeit und Kostenersparnis haben schon so einige Branche ins Wanken gebracht! Also bleibt auf dem neuesten Stand! Wenn ihr euch in euren ersten Jahren als Anwalt befindet, mitten im Referendariat steckt - oder noch zur Uni geht, könnt ihr euch darauf einstellen, dass die neuen Geschäftsmodelle und Technologien für eure Berufsperiode von großer Relevanz sein werden.

 

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30. Mai 2016

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