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Rückfragen im Bewerbungsgespräch - Was kommt gut an?

Bewerbung & Lebenslauf

Rückfragen im Bewerbungsgespräch

Was kommt gut an?

#Bewerbung

 

Am Ende eines Bewerbungsgesprächs folgt meist die obligatorische Frage, ob noch Punkte offen geblieben sind. Hier nichts sagen zu können, oder ein einfaches „Nein“ zu erwidern ist nicht die beste Möglichkeit. Gezieltes Nachfragen suggeriert Interesse und eine gewisse Auseinandersetzung im Vorfeld. Im Folgenden sollen Themen für mögliche Rückfragen aufgezeigt werden.

 

Was ist das besondere an Ihren besten Mitarbeitern?

Mit dieser Frage wird gleich zu Beginn deutlich, dass man seine Zeit im neuen Job nicht einfach nur absitzen möchte, sondern wirklich an den neuen Herausforderungen wachsen und sowohl sich, als auch das Unternehmen weiter bringen möchte. Beim Formulieren ist jedoch unbedingt darauf zu achten, dass sie genau nicht vorbereitet klingt!

Wie steht es um die Fortbildungsmöglichkeiten?

Gerade in der Rechtswissenschaft gibt es ständig Änderungen, weswegen man sich so gut wie möglich up-to-date halten muss. Dies ist auch im Interesse der Kanzlei und viele bieten deshalb eigene Möglichkeiten oder Freistellungen für Fortbildungen. Sich bereits im Bewerbungsgespräch darüber Gedanken zu machen, zeugt von Weitblick und Einsatzbereitschaft. Viele Kanzleien bieten spezielle Fortbildungsprogramme - diese müssen natürlich bekannt sein und Fragen sich konkret darauf beziehen!

Wie kann ich mir die Einarbeitung vorstellen? Gibt es etwas wodurch ich mich schon einmal gezielt vorbereiten könnte?

Niemand weiß in einem neuen Job sofort, wie alles funktioniert und wie man die neuen Herausforderungen am besten angeht. Sich darüber im Klaren zu sein und für den optimalen Einstieg bereits nach ersten Tipps zu fragen, fällt in jedem Fall positiv auf. Auch diese Frage gilt es individuell zu gestalten (nach gezielter Vorbereitung beispielsweise erst ab der vorletzten Interview-Runde fragen).

Wie sind die Teams strukturiert? Wie sieht mein Team aus?

Beinahe jeder hat eine Präferenz ob er lieber alleine oder im Team arbeitet. Dies bereits im ersten Gespräch abzuklären, vermeidet oft unangenehme Überraschungen. Fragen, wie diese Teamarbeit gestaltet ist, unterstellen nicht automatisch eine Präferenz zum Einzelkämpferdasein! Gezieltes Nachfragen nach der Struktur der Teams und dem Zeitpunkt des Kennenlernens betonen das Interesse an den Mitarbeitern.

Was gibt es hier in der Nähe?

Smalltalk zur Lage des Büros, ganz wichtig! Denn: Die Lage des Büros IST ganz wichtig, und Nachfragen dazu zeigen, dass du dich schon darauf einstellst, hier viel Zeit zu verbringen. Das Thema kann auch - je nach Gesprächsentwicklung - mit der Frage nach gemeinsamen Lunches mit Kollegen verbunden sein (und so natürlich wieder die Bereitschaft zu freundlicher Arbeitsatmosphäre demonstrieren). Achte nur darauf, dass es nicht zu sehr nach Information zum Freizeitangebot klingt.

Welche Arbeitszeiten darf ich realistisch erwarten?

Work-Life-Balance wird überall großgeschrieben, selten jedoch sieht es gerade in den ersten Anwaltsjahren wirklich rosig aus. Ernsthaftes Interesse vermittelt keineswegs Faulheit, sondern ehrliche Auseinandersetzung mit dem Thema, denn die Unterschiede sind riesig. 8-20h? 8-22h und samstags? 8-18h, dafür häufig danach von zuhause oder hin und wieder mal bis 3h nachts? Hier sollte man auf eine Gegenfrage gewappnet sein: Wieviel ist man WIRKLICH bereit zu arbeiten? Man sollte keine 100-Stunden-Woche versprechen, wenn man sich nicht als verzweifelt outen will - aber nicht auf einer 40-Stunden-Woche bestehen. Dies ist ein guter Zeitpunkt, Unabhängigkeit UND Motivation zu demonstrieren!

Wie sieht es mit Gleitzeit-Modellen oder Home-Office aus?

Mit dieser Frage (Fortsetzung zur letzten) zeigst du Interesse für die Unternehmenskultur des Arbeitgebers. Beziehe sie besser auf die (nicht zu nahe) Zukunft. Das Thema ist vor allem für Familienplanung wichtig - eine gute Gelegenheit, zu betonen, dass man sich langfristig bei diesem Arbeitgeber sieht. Häufig macht es Sinn, den Punkt Familienplanung auch konkret anzusprechen. Der Arbeitgeber selbst sollte dies ja nicht, daher ist es gerade für Bewerberinnen ratsam, die eigenen Vorstellungen zu Gestaltung und Zeitpunkt offenzulegen - und diese Frage ein guter Rahmen dafür.

 

Manche Fragen werden im Gespräch schon geklärt, diese dann nochmal aufzugreifen, würde natürlich zeigen, dass man nicht aufmerksam genug war. Auch Fragen, die mit einem Blick auf die Website beantwortet werden können, gilt es zu vermeiden. Ansonsten zeugt Nachfragen von Interesse und Engagement im neuen Job und fällt demnach positiv auf.

 

 

17. Mai 2016

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