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Früh übt sich! - Nebenjobs für Jurastudenten

Studium, Examen & Zusatzqualifikationen

Früh übt sich! - Nebenjobs für Jurastudenten

Betätigungsfelder während des Jurastudiums. Diese Fragen solltest du dir stellen...

 

Ein Jurastudium ist langwierig und bisweilen auch sehr teuer. Für fast alle Studenten ist das leidige Thema Geld daher ein dauerhafter Begleiter während der Studienzeit. Wie aber kann Geld dazuverdient, das Studium aber gleichzeitig nicht minder erfolgreich verfolgt werden? Dieser Frage haben wir uns gestellt!

 

Ziele klar definieren!

Bevor du Gedanken an die Art des Jobs oder potentielle Arbeitgeber verschwendest, musst du dir darüber klar werden, was mit dem Job erreicht werden soll. Wer jetzt denkt: Natürlich so viel Geld, wie möglich verdienen, der ist in der Regel auf dem falschen Weg. Gerade bei einem Nebenjob kommt es nämlich in erster Linie auf die Umstände an.


Daher solltest du im Vorfeld folgende Fragen klären..

 

Welcher Betrag soll dazu verdient werden?

Hier sollte ein Betrag irgendwo zwischen 100 und 450 Euro herauskommen. Mehr als 450 Euro sind in der Regel nur mit erhöhtem Aufwand zu erreichen und gleichzeitig gerätst du außerhalb des Rahmens eines Minijobs und wirst somit steuerpflichtig. Unter 100 Euro wiederum macht weder für dich, noch für einen Arbeitgeber Sinn, zumindest als fester Job.

 

Wieviele Stunden hast du Zeit?

Diese Frage kann natürlich nicht ganz losgelöst von der ersten beantwortet werden. Ein Verhältnis von zwei Stunden arbeiten in der Woche zu 450 Euro Gehalt ist leider kaum zu erzielen. Grob planen kann ein Student ohne Abschluss mit einem

Stundenlohn zwischen 9 und 15 Euro.

Alles was darüber hinausgeht, ist bereits eine sehr gute Bezahlung. Abhängig vom Stadium des Studiums sollten nicht mehr als 4 bis 10 Stunden die Woche für arbeiten aufgeopfert werden.So kann das Studium weiterhin im Vordergrund stehen.

 

Wie flexibel muss der Job sein?

Auch hier kommt es in erster Linie auf die eigenen Umstände an. Wohnst du dauerhaft an deinem Studienort, bist du natürlich selbst flexibler, denn Reisen bzw. Pendeln kostet viel Zeit und schränkt die Verfügbarkeit ein. Gleiches gilt insbesondere für Vereinssport und natürlich das Studium. In der Klausurenphase muss es möglich sein, die Arbeitsstunden gegebenenfalls zu reduzieren.



 

Was möchtest du tun?

Kommen wir zum Kern des Themas. Welche Tätigkeit möchtest du ausführen? Hier können insbesondere drei verschiedene Aufgabengebiete voneinander abgegrenzt werden.

 

#1 Einfache Hilfsarbeiten

Die erste Option ist es, einfache Hilfsarbeiten zu verrichten und dafür entlohnt zu werden. Das ist beispielsweise der Job als Kassierer bei H&M oder als Wareneinräumer im Supermarkt oder auch der Burgerbrater bei McDonalds. Diese Jobs haben den Vorteil, dass sie eher einfach sind und der Kopf nach dem Jurastudium ein bisschen abschalten kann. Darüber hinaus sind sie in der Regel dauerhaft verfügbar und mit der Bezahlung sollte es auch keine Probleme geben.

Gleichzeitig sind in der Einfachheit auch Nachteile enthalten. So bringt einen dieser Job beruflich kaum nach vorne und die Arbeit kann demotivierend und ermüdend sein. Gleichzeitig ist die Bezahlung nicht immer die Beste und die Schichtpläne sind einzuhalten. Inwiefern auf diese aber Einfluss genommen werden kann, hängt natürlich immer vom Einzelfall ab.

 

#2 Jobs für Jurastudenten

Das zweite mögliche Betätigungsfeld sind Jobs, die extra auf Jurastudenten zugeschnitten sind. In erster Linie sind das Tätigkeiten als hilfswissenschaftlicher Mitarbeiter an einem Lehrstuhl der Universität, ein Nebenjob in einer Kanzlei als Gehilfe oder in einem Unternehmen mit Rechtsberatung.

Das klingt auf den ersten Blick viel spannender und sinnvoller, da hier Studium und Jobben miteinander verbunden werden kann und auch der Verdienst in der Regel etwas höher liegt als bei simpleren Tätigkeiten. Doch leider gibt es auch hier ein Aber, denn viele dieser Tätigkeiten klingen spannender als sie sind.

Am Lehrstuhl wird man schnell zum Kopierprofi oder Bücherboten des Professors und auch in Kanzleien ist man häufig weniger nah am Geschehen als man es sich wünscht. Richtige juristische Aufgaben stellen sich nur selten. Es gibt auch positive Ausnahmen, bei denen man zum Beispiel zur Recherche eingesetzt wird, diese Jobs sind jedoch rar und es ist dementsprechend schwer einen solchen zu ergattern.

Darüber hinaus birgt ein solcher Job immer eine Gefahr. Man hat das Gefühl schon viel für Jura getan zu haben und das Lernen kommt zu kurz. Alles in allem ist ein solcher Job dennoch empfehlenswert, da alleine die Kontakte die man knüpft oft unbezahlbar sein können und wenn man belastbar genug ist, kann es auch nicht schaden, sich neben dem Studium noch mit dem zukünftigen Arbeitsumfeld zu beschäftigen.

Hier geht es zu den Jobs für Jurastudenten. 


#3 Die Selbstverwirklichung

Zugegebenermaßen eine ziemlich reißerische Überschrift.

Doch die Möglichkeit bietet sich tatsächlich manchmal. Gemeint sind Jobs, wie zum Beispiel der des Tennistrainers, wenn man selber ein guter Tennisspieler ist und Spaß am unterrichten hat. Ein Blick ins Internet verrät, ob es Tennisclubs in der Gegend gibt und ein Anruf kann schnell ungeahnte Türen öffnen. Diese Möglichkeit bietet sich natürlich allen Sportlern, Musikern aber auch einfach guten Schülern in der Nachhilfe.

Genauso können passionierte Fotografen ihre Dienste für Feiern anbieten oder Studenten mit einer Affinität zur Sprache und Schreiben, die für ein Jurastudium ja nicht ganz unwichtig ist, können sich als Journalisten bei einer kleinen Zeitung versuchen.

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Hier sind praktisch keine Grenzen gesetzt und die Selbstverwirklichung hat natürlich ihre Vorteile.

Gleichermaßen gibt es auch hier Nachteile, die berücksichtigt werden müssen. Gerade, wer auf regelmäßige Einnahmen aus ist, muss darauf achten, dass er nicht nur hin und wieder Aufträge erhält sondern eine feste Einnahmequelle hat. Gleichzeitig müssen einige dieser Jobs als selbstständiges Gewerbe betrieben werden.

Hier kommt zum einen etwas Organisationsaufwand hinzu und es können Kosten entstehen. Gleichzeitig ist dieser Job dann weit davon entfernt, ein Job zu sein, an den man nur während der Arbeitszeit denkt und danach wieder zu 100 Prozent auf sein Studium fokussiert ist.

 

Die Frage was ein guter Job neben dem Jurastudium ist, kann also jeder nur für sich selbst beantworten. Fakt ist, alle Jobs haben Vor- und Nachteile, die je nach Lebens- und Studiensituation ausschlaggebend sein können. Fakt ist aber auch, dass ein Job für Jurastudenten neben dem Studium bereichernd sein kann und mitnichten ein Scheitern des Studiums zur Folge haben muss!

 

Auch interessant:

 

11. Oktober 2017


Finn Holzky

Autor:

Finn Holzky

Schreibt neben seinem Jurastudium seit 2 Jahren für TalentRocket und hat gerade sein 1. Staatsexamen in Göttingen hinter sich gebracht.

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