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TOP 20 beliebte Arbeitgeber Jura!

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TOP 20 beliebte Arbeitgeber Jura!

Ergebnisse des trendence Graduate Barometers "Law Edition" 2017

 

Am 29. August erschien die aktuelle Studie „trendence Graduate Barometer 2017 - German Law Edition“ vom trendence Institut. Sie schafft jährlich einen Überblick über die attraktivsten Arbeitgeber für Juristen. Die Top 20 und Details zum aktuellen Arbeitgeberranking findest du hier!

 

Zur trendence-Studie:

Das trendence Institut befragt jährlich deutsche Nachwuchsjuristen nach den für sie beliebtesten Arbeitgebern. Die Studie basiert auf Faktoren wie Attraktivität der Arbeitsaufgaben, frühzeitigem Mandantenkontakt, persönliche Entwicklung oder Kollegialität. In mehreren Schritten äußern sich die Befragten zu den einzelnen Aspekten und wählen die Arbeitgeber, bei denen sie sich mit höchster Wahrscheinlichkeit bewerben würden. Für das trendence Graduate Barometer 2017 haben im Befragungszeitraum Mai bis Juni rund 2.200 Nachwuchsjuristen für die „Law Edition“ teilgenommen.

 

Die Top 20 der beliebtesten / attraktivsten juristischen Arbeitgeber:

 

Platz

Arbeitgeber

Beliebtheit

Platz in 2016

Gewinn / Verlust

1

Auswärtiges Amt

22,1%

1

+ 3,7%

2

Freshfields Bruckhaus Deringer

18,2%

2

+ 2,0%

3

Europäische Kommission

13,7%

3

+ 2,2%

4

Bundeskriminalamt

13,1%

4

+ 2,5%

5

Hengeler Mueller

10,7%

5

+ 1,5%

6

Clifford Chance

7,2%

9

+ 1,6%

6

Linklaters

7,2%

9

+ 1,6%

8

Gleiss Lutz

6,9%

12

+ 1,5%

9

CMS Hasche Sigle

6,6%

6

- 2,3%

10

Hogan Lovells

6,1%

16

+ 1,8%

11

BMW Group

6,0%

7

- 1,0%

12

AUDI AG

5,7%

8

- 0,4%

13

Noerr LLP

5,2%

11

- 0,3%

14

Bundeskartellamt

5,1%

13

+ 0,3%

15

Lufthansa Group

4,9%

14

+ 0,4%

16

Daimler/ Mercedes-Benz

4,7%

19

+ 1,2%

17

Allen & Overy LLP

4,6%

19

+ 1,1%

18

ZDF

4,2%

15

- 0,2%

19

Porsche AG

4,1%

21

+ 0,9%

20

GIZ

3,6%

17

- 0,6%

 

Es ist auffällig, dass sowohl der öffentliche Sektor als auch die Großkanzleien im Wesentlichen einen Aufschwung erfahren haben, während bei einigen Unternehmen Abstriche zu verzeichnen sind. Damit ist der jahrelange Abwärtstrend bei den Großkanzleien wohl nun vollends beendet. Die Top 5 der Arbeitgeber bleiben im Vergleich zum Vorjahr nicht nur unverändert, sondern die drei öffentlich-rechtlichen Arbeitgeber sowie die beiden Großkanzleien konnten in diesem Jahr sogar noch mehr Nachwuchsjuristen überzeugen, sodass der Abstand zu Platz 6 noch größer wurde.

Eine Übersicht über die Top 99 der beliebtesten beziehungsweise attraktivsten juristischen Arbeitgeber in Deutschland findet ihr bei der offiziellen „trendence Graduate Barometer 2017 - German Law Edition Studie des trendence Instituts.

 

Die Top 5 der beliebtesten / attraktivsten juristischen Arbeitgeber bei Männern und Frauen:

 

Männer:

Frauen:

1

Freshfields Bruckhaus Deringer

20,9%

1

Auswärtiges Amt

26,2%

2

Auswärtiges Amt

18,2%

2

Bundeskriminalamt

17,9%

3

Hengeler Mueller

13,3%

3

Europäische Kommission

16,0%

4

Europäische Kommission

11,5%

4

Freshfields Bruckhaus Deringer

15,4%

5

Bundeskriminalamt

8,4%

5

Hengeler Mueller

7,9%

 

Auffällig ist, dass im Vergleich bei Männern und Frauen der öffentliche Sektor insbesondere bei Frauen beliebt ist. Dies spiegelt sich wohl letztlich auch in der Frage wider, welche Organisationsformen besonders interessant für die Nachwuchsjuristen sind:

 

Großkanzlei oder öffentlicher Dienst? Diese Organisationsformen sind besonders beliebt:

 

Organisationsform

Studierende

Referendare

Volljuristen

Großkanzleien

36,3%

25,5%

31,7%

Öffentlicher Dienst

24,5%

26,8%

23,2%

Gerichte

14,5%

18,5%

15,9%

Kanzleien mittlerer oder kleiner Größe

12,9%

17,8%

13,4%

Arbeitgeber aus der produzierenden Wirtschaft

8,3%

9,9%

12,2%

Arbeitgeber aus der Finanzwirtschaft

3,5%

1,6%

3,7%

 

München, Rhein-Main oder Hamburg? Hier wollen die Nachwuchsjuristen arbeiten

Nach der aktuellen trendence-Studie wollen 90 % der Nachwuchsjuristen in einer der fünf großen Metropolregionen ihre Karriere beginnen. Mit 22 % ist München am beliebtesten, gefolgt vom Rhein-Main-Gebiet (19,1 %) und Hamburg (18,9 %). Danach folgen das Rhein-Ruhr-Gebiet (15,5 %) und Berlin (14,3 %). Nur 10 % der befragten Juristen würden demgegenüber viel lieber in einer anderen, kleineren Stadt oder einer ländlichen Region arbeiten. Dies bedeutet insbesondere für die ländlicheren Gegenden einen Nachwuchsmangel. Etwa zwei Drittel der Nachwuchsjuristen würden sich jedoch durch ein besseres Gehalt von einem Umzug überzeugen lassen.

Die Gründe für eine Stelle in den fünf großen Metropolregionen sind von Region zu Region unterschiedlich. So ist München aus Sicht der Nachwuchsjuristen die Stadt mit der höchsten Lebensqualität und guten Gehaltsaussichten. Hamburg überzeugt die jungen Juristen ebenso aufgrund einer hohen Lebensqualität sowie durch das kulturelle Angebot. Demgegenüber gilt das Rhein-Main-Gebiet mit Frankfurt als die Region, die die besten Karriere- und Gehaltsperspektiven bietet, zumal das Rhein-Main-Gebiet ohnehin als Zentrum der (juristischen) Wirtschaftskraft gilt. Die Rhein-Ruhr-Region überzeugt nicht zuletzt, weil sie auch als eine der Regionen mit den besten Karriereperspektiven gilt. Das beste kulturelle und vielfältigste Angebot weißt laut der befragten Berlin auf. Daneben ist die Hauptstadt auch als Zentrum der (politischen) Macht in Deutschland besonders beliebt.

Stellen in München - Arbeitsrecht

Stellen in Hamburg - Öffentliches Wirtschaftsrecht

Stellen in Frankfurt - Immobilienrecht

Stellen in Frankfurt - Bank- und Finanzrecht

 

 

Der Jobwechsel: Gründe dafür und dagegen

Der für Juristen wichtigste Grund, beim aktuellen Arbeitsgeber zu bleiben, ist der, dass die Inhalte zu dem eigenen Interessen passen. Ein positives Arbeitsklima sowie die Wertschätzung der Mitarbeit gehören ebenso zu den wichtigen Gründen für einen Verbleib beim aktuellen Arbeitsgeber. Weniger wichtig sind den meisten jungen Juristen der Standort sowie die Gehaltsstruktur.

Demgegenüber gehören insbesondere andere Karriereerwägungen zu den Hauptgründen eines Arbeitgeberwechsels. Quasi keine Rolle für einen potentiellen Arbeitgeberwechsel spielt scheinbar hingegen die Reputation des eigenen Arbeitgebers.

 

Nachwuchsjuristen binden: So können Arbeitgeber sich ihren Nachwuchs erhalten

Die trendence-Studie zeigt, dass Praktika und das Referendariat die beste Gelegenheit für den Nachwuchsjuristen und Arbeitgeber sind, sich kennenzulernen und zu überprüfen, ob eine zukünftige Festanstellung auch als Volljurist sinnvoll ist. So hat rund ein Viertel der Referendare beim jetzigen Arbeitgeber bereits ein Praktikum absolviert, rund 35 % haben bei ihrem jetzigen Arbeitgeber auch eine Station im Referendariat absolviert. Deshalb wünschen sich immerhin rund 44 % der Referendare auch eine Festanstellung nach der Ausbildung.

Dennoch sind einige Volljuristen nicht abgeneigt, ihren aktuellen Arbeitgeber zu wechseln. So geben rund 27 % an, bereits sehr spezifische Pläne zu haben, in den nächsten zwölf Monaten einen neuen Job anzutreten.

 

Legal Tech: Digitale Nachwuchsjuristen als neuer Trend

Legal Tech steht für Legal Technology und umfasst Software und Online-Dienste, die juristische Arbeitsprozesse unterstützen oder gänzlich automatisiert durchführen.
Dieser Bereich wird nicht nur in Kanzleien immer wichtiger, sondern auch im öffentlichen Dienst. Deshalb wird es zunehmend wichtiger, dass die angehenden Juristen ihr juristisches und digitales Know-how zu vereinen wissen. Bisher ist allerdings nur knapp jeder vierte Nachwuchsjurist ein solcher sogenannter Digital, also jemand der über besonders ausgeprägte digitale Kompetenzen verfügt, die über die regelmäßige Nutzung des Smartphones hinausgehen.

Die Digitals haben aber auch über ihr digitales Know-how hinaus weitere Vorteile, nämlich weisen sie in der Regel mehr Praxiserfahrung auf und zeigen mehr soziales oder politisches Engagement als andere Nachwuchsjuristen. Ferner gelten sie als leistungsbereiter und belastbarer und wollen anderthalbmal häufiger Partner einer Kanzlei werden.

 

Fazit: Die neue trendence-Studie gibt erneut viele interessante Aufschlüsse

Der öffentliche Dienst und Großkanzleien führen weiterhin die Top 5 der beliebtesten Arbeitgeber an. Rund 90 % der Nachwuchsjuristen wollen laut dem trendence Graduate Barometer 2017 in eine der fünf großen Metropolregionen, also entweder nach München, ins Rhein-Main-Gebiet, Hamburg, ins Rhein-Ruhr-Gebiet oder nach Berlin. Die Gründe für diese Regionen sind unterschiedlich und gehen von hoher Lebensqualität über Gehaltsperspektiven bis hin zu kulturellen Angeboten.

Ein weiterer interessanter Aufschluss der Studie ist, dass Legal Tech zunehmend wichtiger wird, sogenannte Digitals jedoch nach wie vor rar gesät sind allerdings wichtig für den Fortbestand juristischer Arbeitgeber sind. Diesen Trend können Nachwuchsjuristen für sich nutzen, um auf dem juristischen Arbeitsmarkt wettbewerbsfähiger zu sein.

Wer mehr wissen möchte, sollte einen Blick in die offizielle „trendence Graduate Barometer 2017 - German Law Edition “ Studie vom trendence Institut werfen.

 

Auch interessant:

 

30. August 2017


Sebastian M. Klingenberg

Autor:

Sebastian M. Klingenberg

hat an der JGU in Mainz Jura studiert, wo er derzeit auch promoviert (Jugend-/Strafrecht & Kriminologie). Nebenbei schreibt er freiberuflich diverse Artikel, die auch auf seinem Blog zu finden sind.

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