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Uni-Wechsel nach der Zwischenprüfung

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Uni-Wechsel nach der Zwischenprüfung

Erleichterung oder schlechte Idee?

 

Ungefähr 15 Prozent aller Studenten ändern während ihres Studiums den Studienort. Der Wechsel an die Traumuniversität, eine neue Stadt kennenlernen, zum Freund oder der Freundin ziehen, weiter weg von zu Hause wohnen wollen oder auch gerade nicht. Es gibt sicherlich noch mehr Gründe für einen Wechsel. Wann und wie dieser am besten funktioniert ist hier einmal zusammengefasst!

 

Grundsätzlich kann man fast immer die Uni wechseln, es kommt dabei jedoch darauf an, ob an anderen Universitäten entsprechende Kapazitäten frei sind. Der günstigste und am häufigsten gewählte Zeitpunkt ist nach der erfolgreich bestandenen Zwischenprüfung.

Nach der Zwischenprüfung haben die Universitäten häufig größere Kapazitäten frei, da andere Studenten dort entweder an dieser Hürde scheiterten, selbst wechseln, oder das Studium abgebrochen haben und so Studienplätze frei werden.

Hauptargument für einen Ortswechsel zu diesem Zeitpunkt ist, dass ihr euch eure bisherigen Leistungen und auch die Zwischenprüfung ganz oder wenigstens zum Großteil anrechnen lassen könnt. Ob nun ein Studienplatz für dich gestellt wird ist von Universität zu Universität unterschiedlich. Einige Jura Studiengänge erstellen nach Ende der Bewerbungsfrist ein Ranking nach Noten in der Zwischenprüfung auf, verteilen nach dieser Liste freie Studienplätze und informieren daher Nachrücker erst später.

 

Münster, immer eine Alternative

Ein Gegenbeispiel ist zum Beispiel die Wilhelms – Universität Münster. Hier ist laut rechtswissenschaftlicher Fakultät das Wechseln an die Uni vor der Zwischenprüfung im Regelfall nur mit einem Studienplatztausch möglich, nach erfolgreichem Bestehen werden dafür auch überkapazitätsmäßig Studienortwechsler aufgenommen. Da Münster in den meisten Uni – Rankings bei Jura immer unter den ersten fünf zu finden ist, bietet sich hier eine wirklich tolle Möglichkeit an eine besonders gute Universität zu wechseln!

 

Mögliche Probleme beim Studienortwechsel

Wie bereits erwähnt, die Zwischenprüfung wird meist angerechnet und akzeptiert. Problematisch ist es bei Nebenfächern, Zusatzqualifikationen und teilweise auch den großen Scheinen, bzw. Übungen. Häufig kann erst nach der Einschreibung mit dem Prüfungsamt besprochen werden, welche Leistungen an der alten Uni sich der Studierende anrechnen lassen kann oder was er nochmal bzw. neu machen muss. Ein gängiges Problem sind dabei die Schlüssel – bzw. Zusatzqualifikationen, die von den Universitäten in ihrer Art und dem Umfang sehr unterschiedlich gehandhabt werden. Eine weitere Schwierigkeit bildet das besondere Verwaltungsrecht. Sollte hier jemand bereits eine Leistung absolviert haben, so ist das selbstverständlich nicht völlig unnütz gewesen. Wechselt derjenige allerdings in ein anderes Bundesland, muss er sich unbedingt über die Verschiedenheiten der Landesrechte informieren und bei einigen Prüfungsordnungen auch die entsprechenden Scheine noch einmal an der neuen Universität belegen.

 

Leute kennenlernen!

Wer nicht eh schon die halbe Einwohnerschaft des neuen Studienortes kennt, der sollte unbedingt an der von den meisten Fakultäten angebotenen O – Phase teilnehmen! Häufig gibt es dabei extra Gruppen für Studienortwechsler, und selbst wenn nicht, dann sind die Tutoren in euren Semestern oder ihre lernt auch so neue Leute kennen. Gleichzeitig erfahrt ihr vieles über eure neue Stadt, die Universität und natürlich für euch als Jurastudenten, was eure Anlaufpunkte sind, wo die juristische Bibliothek ist und ähnliches!

 

Fazit

Wer also über einen Studienortwechsel nachdenkt, der sollte sich unbedingt auf der jeweiligen Homepage der Fakultät eurer Wunsch-Uni über deren Wechselvoraussetzungen informieren und gleichzeitig darauf achten, eine möglichst gute Zwischenprüfung vorlegen zu können. Wer das beachtet, der steht schon mit mehr als einem halben Bein in seiner zukünftigen Universität! 

 

02. Oktober 2015

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