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Verbeamtung im Rechtsreferendariat – gibt es das noch?

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Verbeamtung im Rechtsreferendariat – gibt es das noch?

Thüringen ist für Referendare besonders attraktiv

 

Während sich Referendare bundesweit häufig über Geldmangel und fehlende Wertschätzung ärgern müssen, gibt es mitten in Deutschland ein Bundesland, das seine Referendare noch verbeamtet und ihnen damit gleichzeitig mehr Geld verschafft. Die Rede ist vom kleinen aber feinen Thüringen!

Thüringen ist also die letzte Bastion der verbeamteten Rechtsreferendare. Natürlich wird man mit dem Eintritt ins Referendariat nicht gleich endgültig verbeamtet, sondern man wird ein sogenannter Beamter auf Widerruf, kurz BaW. Dieses Beamtenverhältnis endet in der Regel mit dem Bestehen oder dem endgültigen Nichtbestehen der abschließenden Prüfung: Dem zweiten Staatsexamen.

Doch der, wenn auch nur vorrübergehende, Beamtenstatus soll die Referendare nicht nur mehr würdigen oder ihnen Sicherheit geben. Er zahlt sich auch in barer Münze aus! So liegt Thüringen zwar bereits bei den Bruttobezügen für Rechtsreferendare mit 1.309,97 € ganz vorne, interessant wird es aber besonders bei der Berechnung der Nettobezüge, also dem was tatsächlich überbleibt. Denn als Beamter entfallen auch die Abgaben an die Arbeitslosenversicherung, womit noch mehr Netto vom Brutto übrig bleibt! Sollten die Voraussetzungen dafür vorliegen, wird selbstverständlich auch noch der für Beamte übliche Familienzuschlag gezahlt. Urlaubs- bzw. Weihnachtsgeld gibt es leider auch in Thüringen für Referendare nicht mehr.

Ansonsten verläuft das Referendariat in Thüringen sehr ähnlich wie in den anderen Bundesländern. Eingestellt wird zwei Mal im Jahr, jeweils zum 1. Mai bzw. November eines Jahres. Wartezeiten sind in der Regel nicht zu erwarten, dies sollte jedoch vorab noch einmal beim Thüringischen Justizministerium telefonisch abgeklärt werden!

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Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten aber für beiderlei Geschlecht.

 

13. Juli 2015

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