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Vorsicht in sozialen Netzwerken

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Vorsicht in sozialen Netzwerken

Cybermobbing und Co. – Kavaliersdelikt? Von wegen!

Soziale Netzwerke und andere Onlineplattformen erfreuen sich seit einigen Jahren größter Beliebtheit, wachsen kontinuierlich und erreichen eine immer breiter werdende Masse von Menschen. Mit den steigenden Userzahlen steigt aber unweigerlich auch die Anzahl von Fällen, bei denen Menschen im Internet, oft sogar grundlos, beleidigt werden oder auf andere Art und Weise zur Zielscheibe von Cybermobbing oder auch „Cyberbullying“ werden. Ebenfalls gefährlich werden kann es, wenn Bilder unbefugt verwendet werden! Es heißt also: Aufpassen beim täglichen Verkehr mit den neuen Medien!

 

Beleidigungen, üble Nachrede und ähnliche Straftaten gegen die Ehre gegen Privatpersonen

Man hört es immer häufiger und der ein oder andere musste es vielleicht schon selbst miterleben: Cybermobbing oder auch Cyberbullying genannt. Opfer fühlen sich häufig machtlos gegen die Gewalt im Internet und ziehen sich zurück oder löschen ihre Profile anstatt sich helfen zu lassen oder gegen die virtuelle Gewalt vorzugehen. Doch gerade das ist oft der falsche Weg! Denn auch wenn es vielen Usern von Facebook und Co. gar nicht bewusst ist, das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Ganz im Gegenteil - denn während eine Beleidigung oder ähnliches, die in einem Gespräch geäußert wurde, schwer nachweisbar und auch nur einem bestimmten Personenkreis zugänglich ist, vergisst das Internet nie und eine viel größere Personenzahl hat Zugang zu der Äußerung.

Tatsächlich gelten im Internet also die gleichen Gesetze wie sonst auch und eine Beleidigung ist eine Beleidigung und kann genau wie die üble Nachrede mit bis zu 2 Jahren Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe geahndet werden. Zudem berichten viele Opfer davon, dass nach einer Strafanzeige der Täter nicht wieder rückfällig wurde und das Opfer der virtuellen Gewalt in Zukunft in Ruhe gelassen wurde.

 

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Personen des öffentlichen Lebens

Doch das ist nur der Anfang, denn dass das gezielte Beleidigen von Privatleuten eine Straftat darstellt, sollte eigentlich jedem ersichtlich sein, auch wenn es leider in der Realität nicht immer so aussieht. Doch genauso verhält es sich auch gegenüber Promis, Politikern und Sportlern! Was man auf deren Profilen teilweise lesen muss, überschreitet längst alle Grenzen des guten Geschmacks und nicht nur die. Denn eine Beleidigung von Promis ist genauso eine strafrechtlich relevante Beleidigung, auch wenn man sie nicht persönlich kennt!

Der einzige Grund, weshalb es nicht regelmäßig zu Anzeigen kommt, ist die Tatsache, dass Beleidigungen nur auf Antrag des Beleidigten selbst strafrechtlich verfolgt werden. Das bedeutet, dass jeder der auf Facebook und Co. jemanden beleidigt, sich damit dessen Entscheidung unterwirft, ob er ihn anzeigt oder nicht. Ein Wissen, das Täter selten haben und Opfer leider ebenfalls viel zu selten nutzen!

In Fällen, in denen Personen des politischen Lebens verleumdet werden oder ihnen übel nachgeredet wird, sieht das deutsche Strafgesetz sogar noch härtere Strafen vor und eine Mindeststrafe ist bereits eine dreimonatige Freiheitsstrafe!

 

Und nicht nur das!

Ein weiterer Aspekt sind die Folgen für den Täter neben der Strafbarkeit. So haben zum Beispiel deutsche Arbeitsgerichte bereits entschieden, dass das Beleidigen von Kollegen oder Vorgesetzten auf Facebook und Co. bereits Grund für eine fristlose Kündigung ohne vorangegangene Abmahnung sein kann!

 

Fazit: Cybermobbing ist also nicht nur unfair und gemein, es ist auch strafbar und kann einen sogar den Job kosten. Wer also Opfer solcher virtueller Gewalt ist oder wird, sollte sich dagegen wehren. Das Recht ist auf der Seite der Opfer und sie sollten es auch einsetzen! Und auf der anderen Seite sollte sich jeder genau überlegen, was er im Internet schreibt oder postet, denn neben den strafrechtlichen Folgen gibt es am anderen Ende der Leitung immer jemanden, der leidet.

 

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Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten aber für beiderlei Geschlecht.

 

 

 

29. Mai 2015

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