Wie bereitet man sein Semester vor?

Eine Planungshilfe für Jurastudenten


veröffentlicht am 13.11.2015

 

Es ist soweit: das Semester ist geschafft. Die letzten Klausuren sind geschrieben und das Ende der Strapazen wurde ausgiebig gefeiert. Nach und Nach verschwinden alle aus der Stadt in Richtung Urlaub, Eltern oder Heimat. Langsam aber sicher rückt jedoch auch schon das neue Semester näher und vielleicht hast du sogar noch Altlasten aus dem Letzten zu erledigen? Damit du nicht im Chaos versinkst, helfen wir dir, deinen Start zu planen!

 

Noch bevor du aber in die Planung einsteigen kannst, solltest du das alte Halbjahr noch einmal Revue passieren lassen und eventuell sogar noch kurz nachbereiten. Denn wie schnell man zum Ende im Klausurenstress und den darauffolgenden Abschlussfeiern manchmal unordentlich wird, wissen wir doch alle.

Daher heißt es noch einmal: die alten Ordner rauskramen, eventuell noch einmal alles aus dem Block raussuchen, einsortieren und beschriften. Dann kannst du deine alten Ordner im Regal vorerst verschwinden lassen.

Danach gilt es zu überlegen, was noch in der vorlesungsfreien Zeit anstehen könnte. Gibt es spezielle Anmeldefristen für Kurse, die du im kommenden Semester belegen möchtest? Gerade die interessanten Sprachkurse, Schlüsselqualifikationen, aber auch Sportangebote sind meist heiß begehrt und früh vergeben!

Auch ein Klassiker ist die Hausarbeit, die man noch abgeben muss aber nicht so genau weiß, bis wann eigentlich. Schau auch hier genau nach den Abgabefristen und gib sie ab, sobald du fertig bist. Wenn du noch mit einer Hausarbeit beschäftigt sein solltest, plane es am Besten so, dass du spätestens eine Woche vor Beginn des neuen Semesters fertig bist und abgeben kannst. Nichts ist so nervig, wie das neue Halbjahr noch mit Stress aus dem Alten beginnen!

 

Wenn du soweit bist, kannst du mit der richtigen Planung beginnen. Dabei solltest auf einige Dinge unbedingt achten:

  • Welche Kurse musst/möchtest du belegen?

Auch wenn es schwer fällt und du nicht mehr in der Schule bist – lege dir am Besten einen Stundenplan an, der Doppelbelegungen verhindert und dich immer den Überblick behalten lässt.

Tipp: Versuche, den Stundenplan nicht nur auf Veranstaltungen zu begrenzen, sondern trage auch Freizeit- oder Sportaktivitäten ein und plane dir Lernzeiten ein.

 

  • Möchtest du in der nächsten vorlesungsfreien Zeit ein Praktikum absolvieren?

Wenn ja, empfiehlt es sich, möglichst früh mit dem Bewerben zu beginnen. Kanzleien empfehlen durchschnittlich 3 – 6 Monate Vorlaufzeit, bei staatlichen Stellen dürfen es je nach Größe sogar manchmal ein paar Monate mehr sein.

 

  • Wie sind die Klausuren im kommenden Semester terminiert?

Je früher du weißt, in welcher Reihenfolge Klausuren anstehen, desto besser kannst du dich darauf vorbereiten. Außerdem kannst du auch besser für dich persönlich planen, wenn du deine fixen Termine früh einträgst. So kann es nicht zu ärgerlich späten Erkenntnissen kommen, dass du zum Beispiel etwas wegen Klausuren absagen musst.

 

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  • Du bist sehr motiviert und/oder hast noch etwas Zeit übrig?

Dann kannst du schon einen Blick in die gängige Literatur für die kommenden Themen und Veranstaltungen werfen. Besonders am Anfang hilft einem ein grober Überblick oft ungemein und der Einstieg in die eigentlich fremde Materie fällt einem verhältnismäßig leicht.

 

  • Plane auch ein paar schöne Sachen im Voraus!

Das Jurastudium kann hart sein, uns manchmal zweifeln und den Tisch vor lauter Büchern nicht mehr sehen lassen. Damit du nicht verzweifelst oder dir zu viel zumutest, solltest du unbedingt kleine „Inseln“ in dein Semester einbauen. Diese Inseln können zum Beispiel ein Wochenende am Meer, ein Kurzurlaub mit Freunden oder der Besuch eines Konzerts oder anderen Großereignisses sein. So kannst du zwischendurch immer wieder Motivation tanken, indem du an deine nächste Insel denkst. Du teilst also dein Semester in kürzere und viel überschaubarere Zeiträume ein und überstehst so auch härtere Zeiten viel besser!

 

Die Planung macht also nicht nur Sinn und erleichtert dir vieles – sie kann sogar richtig Spaß machen. Und ganz nebenbei, wer seine „Inseln“ früh plant, der kann oft auch richtige Frühbucher-Schnäppchen machen. Du tauschst einfach Schockmomente wegen Abgabefristen, Angst vor Klausuren und Bulimie-lernen gegen ein entspanntes Semester mit regelmäßigen Auszeiten zum Erholen! 

 

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