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Work – Life Balance mal anders

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Work – Life Balance mal anders

Mehr Arbeit, noch mehr Geld?!

Die Generation Y revolutioniert den Arbeitsmarkt. Sie fordert mehr Freizeitausgleich und lässt sich nicht mehr nur noch mit Karriereaussichten und Geld locken. So heißt es zumindest. Wie bei jedem Trend lässt sich aber auch ein Gegentrend ausmachen. Dieser Trend schlägt sich in einer Work – Life Balance zu Lasten der Freizeit nieder. Doch wie ist das möglich bei round about 60 Wochenstunden in den Großkanzleien?

Zunächst einmal sei davor gewarnt. Die Entwicklungen in der Arbeitszeitgestaltung kommen nicht von ungefähr. Das jahrelange vergraben in der Arbeit endet häufig in Problemen oder sogar Krankheiten. Die vorangegangene Generation hat nicht umsonst eine erschreckende Burnout – Rate bei Arbeitnehmern in verantwortungsvollen Positionen.

 

„Work-work-Balance“: Wenns schnell nach oben gehen soll

Nichtsdestotrotz gibt es durchaus Möglichkeiten, gerade durch die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt durch besonderen Arbeitsaufwand schneller aufzusteigen bzw. höhere Gehälter zu erzielen. Diese Chancen liegen darin, gewisse Angebote nicht zu nutzen. Die Möglichkeit eine Auszeit vom Beruf in Form von mehr Urlaubstagen oder sogar einem Sabbatical zu nehmen ist mittlerweile durchaus üblich in Großkanzleien. Hier bietet sich die Chance zum einen nicht die Gehaltsverluste, die diese Auszeiten mit sich bringen, zu erleiden und zum anderen so im Konkurrenzkampf in der Kanzlei einen Vorteil gegen andere Mitbewerber zu erlangen.

 

Ziel Nummer Eins: die Partnerschaft

Vor allem hinsichtlich dem Ziel Partner zu werden, kann es häufig von Vorteil sein, sich durch besonderes Engagement und durch das Verzichten auf ausgleichende Freizeitangebote besser zu positionieren. So bestätigt auch Dr. Alexander Schwarz, personalverantwortlicher Partner bei Gleiss Lutz, dass es als Mitarbeiter in Teilzeit zwar möglich ist irgendwann Partner zu werden, dies aber auf jeden Fall länger dauern muss als bei Mitbewerbern in Vollzeit.

 

 

„Kann ich meine Karriere vor Berufsstart schon vorausplanen?“

Eine weitere Möglichkeit ist, bereits bei der Wahl der Kanzlei eine Wahl zu treffen, bei der vor allem finanzielle Aspekte im Vordergrund stehen und weniger die Arbeitsumstände bzw. der Arbeitsaufwand. So sind zum Beispiel amerikanisch geprägte Großkanzleien die Arbeitgeber, die die meiste Arbeitszeit und abrechenbaren Stunden von ihren Mitarbeitern verlangen. Auch gibt es sehr spezialisierte Boutiquen, bei denen ein extrem hohes Arbeitspensum erwartet wird, weil die Fähigkeiten, die deren Mitarbeiter haben müssen, so exklusiv sind, dass ein längeres Verzichten auf sie oder gar eine Teilzeitstelle undenkbar sind.

Es ist empfehlenswert bereits im Bewerbungsgespräch bzw. spätestens bei den Gehaltsverhandlungen dem Arbeitgeber offen gegenüberzutreten und deutlich zu machen, dass lukrative Verdienstmöglichkeiten wichtiger sind als ein geringerer Arbeitsaufwand.

 

Zweigleisig fahren: mehrere Jura Jobs gleichzeitig

Eine dritte Möglichkeit besteht zudem darin noch einer Nebentätigkeit nachzugehen, beispielsweise einer Tätigkeit als Notar oder Mediator. Je nach Absprache ist dies im Rahmen der Kanzlei oder aber auch auf eigene Rechnung möglich. Auch eine Weiterbildung neben dem Beruf kann natürlich auf lange Sicht eine Mehrbelastung zugunsten späterer besserer Verdienstmöglichkeiten sein.

 

Gerade durch die Aufweichung der Arbeitszeiten und den Anforderungen an die Mitarbeiter in Großkanzleien ergeben sich Möglichkeiten, durch mehr Arbeit mehr zu verdienen und schneller aufzusteigen. Dies sollte zuvor gründlich überdacht werden, wer sich trotz aller Zweifel dennoch für diesen Weg entschließt, kann mit viel harter Arbeit erfolgreich eine juristische Karriere starten!

 

11. November 2015

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