Interview Associate
Associate Private Equity/M&A in Frankfurt

Warum hast du dich für einen Berufseinstieg bei Kirkland & Ellis International LLP entschieden?
Das hatte verschiedene Gründe. Aber ich denke, der wichtigste ist, dass sich bei Kirkland die Praxisgruppen und die Standorte als ein Team verstehen – jeder arbeitet für- und miteinander, und das durfte ich selbst gleich zu Beginn erfahren.
Ich habe seit meinem ersten Examen in unterschiedlichen internationalen Wirtschaftskanzleien gearbeitet und wusste relativ schnell, dass ich mir für meinen Berufseinstieg nichts anderes vorstellen kann. Auf Kirkland wurde ich erstmals vor meinem Referendariat im Rahmen eines Recruiting-Events in München aufmerksam. Die offene Atmosphäre und der persönliche Austausch mit den Associates und Partner:innen haben mir so gut gefallen, dass ich mich kurz im Anschluss an das Event für meine Wahlstation beworben habe – aufgrund meines LL.M.-Studiums mit steuerrechtlichem Schwerpunkt allerdings beim Tax- und nicht beim Corporate-Team. Ich durfte dann in meiner Heimatstadt mit tollen Kolleg:innen drei sehr schöne und lehrreiche Monate verbringen und wertvolle Einblicke in das Transaktionssteuerrecht gewinnen.
Als ich mit meinem Referendariat fertig war und es an die Frage des Berufseinstiegs ging, war ich dann aber hin und her gerissen, in welchem Fachbereich ich mich langfristig sehe - Tax oder M&A? Diese Zerrissenheit habe ich bei einem Kaffee gegenüber meinem alten Team offen angesprochen und wurde hier direkt ermutigt und unterstützt, mich intern bei der Corporate-Praxisgruppe vorzustellen. And the rest is history… Ich habe hierdurch die Möglichkeit erhalten aus allem das Beste mitzunehmen: Ich arbeite in dem Fachbereich, den ich liebe und habe trotzdem (fast) täglich Kontakt zu meinen Kolleg:innen aus dem Steuerrecht, die mir über die drei Monate sehr ans Herz gewachsen sind.
Dass ich am Frankfurter und nicht am Münchner Standort anfangen wollte, lag daran, dass sich der Frankfurter Standort gerade im Aufbau befindet und ich Teil dieses dynamischen Wachstums sein wollte.
Was ist das Besondere an Kirkland & Ellis International LLP?
Das Besondere an Kirkland ist – wie bereits erwähnt - dass sich die Teams und Standorte als eine Einheit verstehen. Der fachliche und persönliche Austausch sowie das Zusammenwachsen werden aktiv gefördert: nicht nur durch gemeinsame Events, sondern auch durch eine standortübergreifende Besetzung der Projekte.
Wie sieht die tägliche Arbeit im Bereich Private Equity/M&A für Berufseinsteigende aus?
Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich und vielschichtig. Jeder Tag ist anders. Berufseinsteiger:innen werden frühzeitig in die laufende Mandatsarbeit eingebunden und begleiten alle Phasen einer Private-Equity-Transaktion aktiv mit. Das beginnt bei der Organisation und Mitarbeit an der Due Diligence, geht über die Vorbereitung der Vertragsdokumentation und endet bei der Begleitung des Signing-/ Closing-Prozesses. Dabei wird man bei allen To-do’s von erfahrenen Kolleg:innen unterstützt, die einem mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Wie werden junge Anwältinnen & Anwälte von Kirkland & Ellis International LLP gefördert?
Die größte Förderung für Berufseinsteiger:innen ist die direkte Einbindung in die laufende Mandatsarbeit. Die Lernkurve ist hierdurch sehr steil. Dabei sind die Hierarchien flach, sodass man jederzeit mit Fragen auf Kolleg:innen – egal welcher Senioritätsstufe - zugehen kann. Man darf schnell Verantwortung übernehmen und wächst hierdurch nicht nur fachlich, sondern auch persönlich ungemein.
Daneben legt Kirkland auch großen Wert auf die interne Fortbildung durch verschiedene Vortragsveranstaltungen. So finden beispielsweise regelmäßig die Formate „Breakfast & Learn“ und „Transactional Practice Lecture“ statt, in deren Rahmen aktuelle und praxisrelevante Themen rund um die Mandatsarbeit vorgestellt und gemeinsam diskutiert werden.
Welche Qualifikationen bzw. Vorkenntnisse sollten Berufseinsteigende im Bereich Private Equity/M&A mitbringen?
Eine Affinität zum Gesellschaftsrecht und ein Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen sind sicherlich von Vorteil. Am Ende ist aber vieles „Learning by Doing“.
Was ist das Beste an der Arbeit bei Kirkland & Ellis International LLP?
Das Beste an der Arbeit bei Kirkland ist für mich der ausgeprägte Teamgedanke. Man betreut internationale Topmandate mit wechselnden aber immer sehr gut eingespielten Teams, die fachlich auf höchstem Niveau agieren. Alle ziehen am gleichen Strang, um die Projekte erfolgreich über die Ziellinie zu bringen. Dadurch fällt oft gar nicht auf, dass die Abende mal länger werden.
Welche Einschränkungen bringt der Beruf mit sich?
Woran ich mich am Anfang mit am meisten gewöhnen musste, war die ständige Erreichbarkeit. Das hat mir das Abschalten fernab vom Büro zunächst erschwert. Aber mit der Zeit lernt man seine Zeit richtig zu priorisieren und entwickelt ein Gefühl dafür, wann man erreichbar sein sollte und wann es vielleicht mal nicht so wichtig ist.
Was ist dein Ausgleich zum Büroalltag?
Zweimal die Woche findet man mich im Stall, denn nirgendwo anders kann ich so runterfahren und den Kopf ausschalten. Daneben ist es mir sehr wichtig regelmäßig meine Freunde zu sehen, von denen (glücklicherweise) einige nichts mit Jura zu tun haben.
Ah ja, und das standardmäßige Fitnessstudio darf natürlich auch nicht fehlen.
Welche drei Begriffe assoziierst du mit dem Wort Jura?
Du planst ein jura-freies Wochenende auf einer einsamen Insel und darfst drei Dinge mitnehmen. Welche wären das?
Meine beiden absoluten Must-Haves wären ein gutes Buch – am liebsten ein Historienroman - und mein Spotify-Account. Die dritte Sache würde ich mir spontan überlegen.
Welchen Tipp würdest du Nachwuchsjurist:innen gerne mitgeben?
Schaut euch früh viel an und bleibt offen für unterschiedliche Fachbereiche.
Aus meiner Erfahrung nimmt man aus jeder Station etwas mit, selbst wenn man merkt, dass ein bestimmter Bereich langfristig nicht zu einem passt. Gerade die wissenschaftliche Mitarbeit eignet sich gut für „Try and Error“.
Und ich muss hier auch einmal eine Lanze für das Steuerrecht brechen, denn am Ende ist innerhalb der Transaktionsstrukturen vieles (vielleicht sogar fast alles) steuerlich getrieben. Wenn man hier schon ein bisschen hinter die Kulissen geschaut hat, hat man ein besseres Verständnis für das große Ganze und damit vielen etwas voraus.