Interview Partner

Attila Oldag

M&A/Private Equity

Das steht auf meiner Visitenkarte:

Partner

 

Seit wann sind Sie bei der Kanzlei Kirkland & Ellis und wie sind Sie zu der Kanzlei gekommen?

Ich bin seit September 2017 Partner bei Kirkland & Ellis. Damals bin ich von einer Transaktions-Boutique gewechselt. Zuvor war ich einige Jahre bei einer führenden deutschen Kanzlei im Bereich M&A tätig.

 

Was ist das Besondere an Kirkland & Ellis?

Das Besondere an Kirkland & Ellis sind zuvorderst die unvergleichliche Dynamik und der Wille zum Erfolg, die die Kanzlei prägen. Uns alle vereint die Ambition, die Stellung von Kirkland & Ellis als ein der weltweit führenden Wirtschaftskanzleien noch weiter auszubauen. Diese Dynamik bietet gerade jungen Kollegen große Chancen und eine realistische Partnerperspektive. Außergewöhnlich ist aus meiner Sicht zudem der Teamspirit, auch über die Bürogrenzen hinaus. Dies habe ich so bisher bei keiner anderen Kanzlei dieser Größe erlebt. Wir verstehen uns als echtes Team, bei dem Ellenbogen, Silodenken und interne Machtkämpfe keinen Platz haben.

 

Wie sieht die tägliche Arbeit im Bereich M&A / Private Equity für einen Partner aus?

Unser Alltag ist von einer enormen Abwechslung geprägt. Das macht den Beruf des Transaktionsanwalts gerade so spannend und herausfordernd. Im Bereich M&A / Private Equity besteht ein Großteil unserer Arbeit aus dem Verhandeln von Unternehmenskaufverträgen und damit im Zusammenhang stehenden Dokumenten sowie der Abstimmung mit dem Mandanten und den anderen Beratern. Insgesamt ist die Arbeit als Transaktionsanwalt vielleicht sogar kommunikativer als in anderen Bereichen. Die von uns beratenen Transaktionen haben für die beteiligten Unternehmen oftmals eine große Bedeutung, so dass wir regelmäßig nur mit dem Senior Management sowie einem kleinen Kreis von hoch qualifizierten anderen Beratern zu tun haben. Das macht die Arbeit interessant und herausfordernd zugleich.

 

Wie fördern Sie junge Berufsanfänger bei Kirkland & Ellis?

Unsere Anwälte absolvieren im “Kirkland Institute“ über das Jahr hinweg ein Trainingsprogramm aus drei Modulen, in denen es darum geht, das Fachwissen zu erweitern, fachübergreifende Kompetenzen zu entwickeln und die persönlichen Business und Soft Skills auszubauen. Kirkland Referendare in der Wahlstation können ebenso wie unsere Associates eine Auslandsstation in einem unserer Büros in den USA, UK oder Asien absolvieren. Außerdem veranstalten wir regelmäßige Fortbildungen und Retreats im In- und Ausland.

 

Welche Qualifikationen bzw. Vorkenntnisse sollte ein Berufsanfänger im Bereich M&A/Private Equity mitbringen?

Begeisterung für unsere Arbeit und die Fähigkeit, im Team zu arbeiten, sind die wichtigsten Qualifikationen. Natürlich gehören auch eine hervorragende juristische Ausbildung sowie ein wirtschaftliches Grundverständnis dazu. Dies allein macht aber noch keinen guten Transaktionsanwalt aus: Nur wenn Wissen gepaart ist mit Begeisterung für die Sache, Teamfähigkeit sowie der Fähigkeit, sich in die Probleme des Mandanten hineinzudenken, kann man wirklich erfolgreich werden.

 

Was ist das Spannendste, Unvergesslichste, Witzigste, Aufregendste, was Ihnen bisher in ihrem Berufsalltag passiert ist?

Da gibt es zum Glück einige Geschichten nach den vielen Jahren im Beruf. Unvergleichbar sind bis heute die Momente, in denen man nach wochenlangen Verhandlungen - oft mit sehr wenig Schlaf - eine Transaktion erfolgreich abschließt. Welche Hormone auch immer da am Werk sind, sie wirken jedenfalls.

 

Was ist das Beste an der Arbeit bei Kirkland & Ellis?

Die Kollegen.

 

Welche Einschränkungen bringt der Beruf mit sich? 

Die mit dem Beruf einhergehende schlechte Planbarkeit des Privatlebens ist manchmal schon eine Herausforderung. Die Mandanten verlangen ein hohes Maß an Einsatz und Flexibilität. Das gilt inzwischen aber in vielen Berufsbereichen, auch für die Inhouse Legal-Teams größerer Unternehmen. Letztlich ist dies also nicht mehr nur eine Herausforderung des Anwalts einer großen Transaktionskanzlei.

 

Was ist Ihr Ausgleich zum Büroalltag?

Familie und Freunde sind für mich der beste Ausgleich.

 

Welche drei Begriffe assoziieren Sie mit dem Wort Jura?

Zu langes Studium.

 

Welchen Tipp würden Sie gerne jedem Nachwuchsjuristen mitgeben:

Machen Sie sich frühzeitig Gedanken darüber, was Sie mit Ihrem Studium anfangen möchten. Viele Studentinnen und Studenten sehen die Examina als Ziel des Studiums. Letztlich sollte aber das, was danach kommt, das Ziel sein. Es lohnt sich also, frühzeitig Optionen für den Berufseinstieg abzuwägen und durch Praktika oder Nebentätigkeiten Erfahrungen in verschiedenen Bereichen zu sammeln.