Interview Partner

Dr. Tobias Möhrle

Steuerrecht

Das steht auf meiner Visitenkarte: 

Partner, Rechtsanwalt, Steuerberater, Fachanwalt für Steuerrecht


Wieso haben Sie sich für die Kanzlei MÖHRLE HAPP LUTHER entschieden und wie sind Sie zu ihrem Fachbereich gekommen?

Ich bin 2008 direkt als Partner zu MÖHRLE HAPP LUTHER gestoßen. Zuvor war ich in einer anderen großen Wirtschaftskanzlei tätig. Dort fehlte mir jedoch der Bezug zu den Mandanten und ich vermisste bei meiner Arbeit den Gesamtüberblick. Meine jetzige Arbeit ermöglicht mir, näher an die Unternehmen heranzurücken. Hierfür ist die Größe von MÖHRLE HAPP LUTHER ideal.
Zum Thema Steuerrecht bin ich ein bisschen wie die Jungfrau zum Kind gekommen. Ich wollte früher nie in die Richtung des Steuerrechts gehen. Während meines Studiums habe ich mich dann jedoch viel mit dem Steuerrecht befassen müssen. Dies fand ich dann so spannend, dass Eins zum Anderen kam. 


Was ist das besondere an MÖHRLE HAPP LUTHER?

Das besondere an MÖHRLE HAPP LUTHER ist die Multidisziplinarität. Bei uns arbeiten Menschen aus den unterschiedlichsten Fachbereichen gemeinsam an ihren Themen. Durch diese Zusammenarbeit fügen wir unterschiedliches Wissen zusammen und können deutlich mehr erreichen, als der Einzelne allein. Diesen multidisziplinären Gedanken finde ich extrem spannend. 
Ich persönlich gehe manchmal mit bestimmten Ideen zu Kollegen aus anderen Dezernaten und dann kommt es mitunter vor, dass die Kollegen mich fragend anschauen und mir sagen, dass wir das ganz anders machen müssen. Dabei merke ich wie unterschiedlich die Blickwinkel der verschiedenen Fachbereiche sind und wie viel Mehrwert das wiederum für den Mandanten hat. Und diesen Vorteil haben wir nicht nur im Bereich der Rechtsanwaltsgesellschaft, sondern auch in der Steuerberatung und der Wirtschaftsprüfung. 


Wie sieht die tägliche Arbeit eines Partners aus?

Als Partner muss man sich neben seiner fachlichen Tätigkeit als Rechtsanwalt oder Steuerberater auch mit der Kanzleiorganisation befassen. Hierbei stehen insbesondere die Bedürfnisse der Mitarbeiter im Fokus. Dieser Spagat auf sehr breitem Feld bringt aber unglaublich viel Spaß und kein Tag gleicht dem anderen. 


Wie fördern Sie junge Berufsanfänger bei MÖHRLE HAPP LUTHER?

Wir fördern unsere Berufsanfänger sehr vielfältig. Wir bieten einerseits interne und externe fachbezogene Fortbildungsveranstaltungen sowie Softskill Schulungen zu unterschiedlichen Themen an, wie z.B. zum Außenauftritt und zur Kommunikation mit Mandanten. Doch ich glaube was noch viel wichtiger ist, ist die laufende Einbeziehung der neuen Kollegen in unsere Mandate. Unsere Berufsanfänger und sogar Referendare werden von Anfang an in die laufenden Mandate mit einbezogen und erhalten so, durch die tägliche Auseinandersetzung mit unterschiedlichsten Themen, ein gutes Gespür für die Praxis. Das ist in meinen Augen die beste Förderung die man bieten kann. 


Welche Qualifikationen bzw. Vorkenntnisse sollte ein Berufsanfänger im Bereich Steuerrecht mitbringen?​

Das Anwaltsdasein muss man lernen. Tatsächlich sind bei uns die praktischen Vorkenntnisse nicht so wichtig. Wohl aber die Begeisterung als Anwalt/-wältin tätig werden zu wollen und die Zeugnisse. Wenn wir es mit einem intelligenten und motivierten Menschen zu tun haben, der überdies auch menschlich zu uns ins Team passt, dann wird er sich sehr schnell in ein neues mandatsspezifisches Thema einarbeiten.


Was ist das Spannendste, Unvergesslichste, Witzigste, Aufregendste, was Ihnen bisher in ihrem Berufsalltag passiert ist?

Also spannend ist sicherlich die mündliche Verhandlung vor dem Bundesfinanzhof gewesen. Man sitzt vor einem Bundesgericht mit vielen Richtern in roten Roben, einem Saaldiener und einer sehr großen Deutschlandflagge. 
Witzig war eine Verhandlung mit einem Berater der Gegenseite, der uns bat das Gespräch bei ihm vor Ort zu führen. Also sind wir zu ihm gefahren. Er hatte sein Büro in einem Hinterzimmer einer ehemaligen Kaserne. Er öffnete uns die Tür als wir klopften und begrüßte uns barfuß.


Was ist das Beste an der Arbeit bei MÖHRLE HAPP LUTHER?

Wir haben eine super Arbeitsatmosphäre und ein gutes Miteinander! Es bringt einfach Spaß zu den Kollegen zu gehen und im Team mit ihnen zusammenzuarbeiten. Dies ist uns sehr wichtig und wir achten auch bereits bei der Einstellung gezielt darauf. Dieser Faktor ist uns genauso wichtig wie die Qualifikationen. Und genau das hat sich ausgezahlt und ist was MÖHRLE HAPP LUTHER ausmacht.


Welche Einschränkungen bringt der Beruf mit sich?​

„Der Beruf des Anwalts ist schön und interessant, nur leider so sehr zeitintensiv.“ Dieses Zitat spricht für sich. Jeder der anwaltlich tätig sein möchte, muss bedenken, dass er oder sie relativ viel Zeit im Büro verbringt. Dennoch versuchen wir eine ausgewogene „Work-Life-Balance“ zu ermöglichen. Auf der einen Seite versuchen wir die Zeit im Büro so angenehm wie möglich zu gestalten. Dies hat zwar nichts mit „Work-Life-Balance“ zu tun, doch fühlt man sich zumindest in der Zeit, die man im Büro verbringt, wohl. Was die „Work-Life-Balance“ angeht achten wir zum einen bei den Angestellten mit Kindern darauf, dass wir nahezu alle Teilzeitmodelle die noch irgendwie Sinn machen, ermöglichen, ohne dass Mandatsverantwortung verloren geht. Ferner achten wir darauf, dass unsere Mitarbeiter raus kommen, ihren Urlaub nehmen und nach Möglichkeit auch die Wochenenden frei haben. Denn, und das geht glaub ich allen so, du bist nur dann wirklich gut, leistungsfähig und hast frische Ideen, wenn du dich auch mal sammelst. Irgendwann, und das merkt jeder wenn er so 12 Stunden im Büro sitzt, kommen keine neuen, schlauen Ideen mehr. Da wir uns dessen Bewusst sind, unterstützen wir unsere Mitarbeiter in diese Richtung so gut es geht.


Was ist Ihr Ausgleich zum Büroalltag?

Meine Familie, Reisen und das Fliegen. Ich fliege selber und das ist einfach ein toller Ausgleich. 


Welche drei Begriffe assoziieren Sie mit dem Wort Jura?

Verhandlungen, schwarze Roben und Gesetztestexte.


Sie planen ein jura-freies Wochenende auf einer einsamen Insel und dürften nur drei Dinge mitnehmen. Welche wären das?

Meine Familie, ein gutes Buch und eine Flasche Bier. 


Welchen Tipp würden Sie gerne jedem Nachwuchsjuristen mitgeben:

Nachwuchsjuristen ist ein sehr breiter Begriff, den man kaum fassen kann. Die Berufe, die ein Absolvent der Rechtswissenschaft ergreifen kann, sind höchst unterschiedlich. Wenn die Frage auf den Anwaltsberuf beschränkt wird, dann sollten die Nachwuchsjuristen unbedingt Freude im Umgang mit Menschen haben, gut kommunizieren und verhandeln können und Lösungen für die Probleme im Sinne ihrer Mandanten finden.