Steckbrief

Maximilian Colle

Rechtsanwalt

An dieser Universität habe ich studiert:

Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)

Hier habe ich mein Referendariat absolviert:

Ausbildungsbehörde: Kammergericht Berlin

Zivilstation: Landgericht Berlin

Strafstation: Staatsanwaltschaft Berlin

Verwaltungsstation: Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales

Rechtsanwaltsstation: Rechtsanwaltskanzlei ARVANTAGE

Wahlstation: VfL Wolfsburg-Fußball GmbH, Rechtsabteilung

Meine Lieblingsfächer waren:

Zivil(prozess)recht

Diesen Schwerpunkt wählte ich während meines Studiums:

„Zivilrechtspflege“ – Familienrecht, Erbrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht sowie ZPO – von allem ein bisschen.

Das war die lustigste/einprägsamste Aussage eines Professors während meines Studiums:

„Wenn Sie in einer Großkanzlei anfangen, dann können Sie sich zwar sehr schnell einen Porsche leisten, aber bedenken Sie dabei eins: Sie werden damit jeden Tag um 7:00 Uhr in die Tiefgarage rein- und um 23:00 Uhr wieder rausfahren – Ihren tollen Porsche, den sieht keiner!“

Deshalb habe ich mich für Ogletree Deakins entschieden:

Insbesondere durch Praktika vor und während des Studiums entwickelte ich zwar bereits ein gewisses Interesse am Arbeitsrecht, ohne jedoch meine berufliche Zukunft zwingend in diesem Bereich zu sehen. Als ich mich nach dem 1. Staatsexamen dann zur Überbrückung der Wartezeit auf einen Referendariatsplatz auf Jobsuche begab, ging es mir also in erster Linie um das Sammeln von Praxiserfahrung und weniger um ein konkretes Rechtsgebiet. Die ausgeschriebene Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter in einer „weltweit führenden U.S.-Kanzleiboutique, die ausschließlich auf das Arbeitsrecht spezialisiert ist“ – Ogletree Deakins – war also zunächst nur ein Job unter vielen, bei dem ich mein Glück mit einer Bewerbung versuchte. Doch bereits im ersten Gespräch bemerkte ich, dass irgendetwas „anders“ war, als in den vorangegangenen Bewerbungsgesprächen. Die Atmosphäre war freundlicher, die Stimmung lockerer als in anderen Kanzleien, ohne dabei jedoch auch nur ansatzweise unprofessionell zu wirken, und das Bewerbungsgespräch fühlte sich tatsächlich an wie ein Gespräch und nicht wie ein Verhör. Als mir in der Folge ein Jobangebot gemacht wurde, nahm ich dieses deshalb erfreut, ohne großes Nachdenken und meinem Bauchgefühl vertrauend, an – und wurde bis heute nicht enttäuscht. Denn bei Ogletree Deakins Berlin kommt das Gute aus zwei Welten zusammen: Einerseits ist da die spannende und anspruchsvolle Mandatsarbeit auch und insbesondere mit renommierten, international agierenden Mandanten, wie sie sich sonst wohl nur in den berüchtigten Großkanzleien finden lässt, sowie das Netzwerk und die „Manpower“ einer solchen Großkanzlei. Und andererseits eine vertrauensvolle, kollegiale Zusammenarbeit ohne Konkurrenzdenken und „Ellenbogenmentalität“, was wohl auf die eher kleine Größe des Berliner Standortes zurückzuführen ist – man kennt, schätzt und unterstützt sich.

Nach den durchweg positiven Erfahrungen als wissenschaftlicher Mitarbeiter „WissMit“ (und einem entsprechenden Angebot) war die Entscheidung, meinen Karriereweg auch nach Absolvierung des 2. Staatsexamens bei Ogletree Deakins fortzusetzen, nicht mehr als eine Formalie.

Junge Juristen sollten an folgendes denken, wenn ihnen im Studium etwas sehr schwer oder gar unüberwindbar erscheint:

Auch im Hinblick auf die spätere Karriere sollte man sich von Anfang an gut organisieren, die Lernphasen mit ausreichend Vorlauf planen und feste Tage etablieren, an denen man den Kopf offiziell in die Wolken hängen darf, damit man wieder neue Energie aus anderen Aktivitäten ziehen kann und die Batterie wieder aufgeladen ist.

Das habe ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter und jetzt als Associate bei Ogletree Deakins gelernt:

Das größte „Learning“ als Wissenschaftlicher Mitarbeiter war wohl: Das Jura-Studium verlangt problemorientiertes Denken und Arbeiten. Wer kein Problem findet, denkt sich eins aus. In der Praxis geht es aber um das Finden von Lösungen…und niemand interessiert sich für die x-te Minderansicht in der Literatur.

Als Anwalt habe ich bei Ogletree Deakins schnell gelernt, selbstständig zu arbeiten und für die eigenen Arbeitsergebnisse auch Verantwortung zu übernehmen. Zwar stehen die KollegInnen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite, der Name unter dem Schriftsatz ist aber letztlich der eigene.

Darauf sollte man bei der Auswahl einer Kanzlei für den Berufseinstieg achten:

Das hängt vor allem davon ab, wonach man sucht. Mir war nach dem langen Studium und zwei Examensprüfungen nebst entsprechender Vorbereitung, in der ich im stillen Kämmerlein über Lehrbüchern und Skripten gebrütet habe, besonders wichtig, möglichst schnell selbstständig zu arbeiten und vor allem einer Tätigkeit mit „Außenwirkung“ nachzugehen, statt erneut in besagtem Kämmerlein zu enden und jahrelang nur zuzuarbeiten.