Interview Salary Partnerin

Marie Diesbach

Arbeitsrecht in Hamburg

Seit wann bist Du bei der Kanzlei Taylor Wessing und wie bist Du zur Kanzlei gekommen?

Ich arbeite seit Juni 2020 im Hamburger Arbeitsrechtsteam als Rechtsanwältin. Empfohlen wurde mir Taylor Wessing von einem Freund, der damals bei Taylor Wessing im Team „Projects“ gearbeitet hat und mich zu After Work-Drinks auf die Dachterrasse von Taylor Wessing eingeladen hat. Die spürbar gute Stimmung untereinander und der Blick über die ganze Stadt und vor allem den Hafen haben mich direkt begeistert.

Was ist das Besondere an Taylor Wessing? 

Neben die anspruchsvolle juristische Arbeit tritt bei Taylor Wessing eine Kultur des Feierns und Vernetzens auf inhaltlichen Practice-Meetings im Ausland oder bei der Teilnahme an diversen standortübergreifenden Sportveranstaltungen wie dem Staffelmarathon in Wien oder Segel- und Skiausflügen mit Kollegen unterschiedlichster Standorte und Teams. Für mich ist Taylor Wessing daher seit meinem Berufsstart nicht nur berufliche Heimat, sondern auch ein Ort, an dem ich mich persönlich sehr wohl fühle.

Wie sieht die tägliche Arbeit im Arbeitsrecht aus?

Der Alltag ist sehr abwechslungsreich und spannend. Wir beraten Arbeitgeber unterschiedlichster Größe in allen denkbaren arbeitsrechtlichen Fragestellungen. So kann der Tag mit einem Call auf Englisch mit Mandanten eines globalen Konzerns beginnen und in der spontanen Beratung eines „Hidden Champion“ enden. An einem normalen Arbeitstag erstellen wir Schriftsätze im Rahmen der Betreuung arbeitsgerichtlicher Verfahren, beraten aber auch regelmäßig in Bezug auf Strategien für Betriebsratsverhandlungen und fungieren in vielen Fällen für unsere Mandanten auch als eine Art ausgelagerte Rechtsabteilung für alltägliche arbeitsrechtliche Fragestellungen. Kein Tag ist wie der andere und häufig genug wird der eigene Arbeitstag dann auch spontan umgeplant, wenn eine unerwartete, dringende Anfrage eines Mandanten bei einem auf dem Tisch landet – Langeweile kommt so niemals auf.

Wie fördert Taylor Wessing junge Berufsanfänger:innen?

Uns ist eine sehr gute Ausbildung unserer neuen Kollegen durch den jeweiligen Fachmentor und auch die weiteren Teammitglieder sehr wichtig. Junge Kollegen dürfen bei uns von Anfang an, an Calls, Mandanten- und Gerichtsterminen teilnehmen, was den Einstieg in die Praxis und das jeweilige Rechtsgebiet erleichtert. Das persönliche Ankommen in der Kanzlei wird zudem durch unser Buddy Programm und unterschiedliche Onboarding Veranstaltungen unterstützt. Im weiteren Verlauf der Karriere werden bei Taylor Wessing eine Vielzahl sogenannter „Rise“-Seminare angeboten, die die persönliche und fachliche Entwicklung weiter fördern.

Welche Qualifikationen bzw. Vorkenntnisse sollte ein:e Berufseinsteiger:in im Bereich Arbeitsrecht mitbringen? 

Wir freuen uns über Vorkenntnisse im Arbeitsrecht, sie sind aber nicht zwingend erforderlich. Entscheidend ist vielmehr die Offenheit, sich intensiv mit dem Arbeitsrecht auseinanderzusetzen und eine Begeisterung für das Rechtsgebiet zu entwickeln. Da wir die jungen Kollegen sehr schnell in die Mandatsarbeit einbeziehen, sollte zudem die Bereitschaft bestehen, selbst nach außen in Erscheinung zu treten und nicht nur im stillen Kämmerlein zu arbeiten. 

Was ist das Spannendste, Unvergesslichste, Witzigste, Aufregendste, was Dir bisher in Deinem Berufsalltag passiert ist?

Vor zwei Jahren wurde ich gemeinsam mit einem Kollegen von einer chinesischen Mandantin eingeladen, einen arbeitsrechtlichen Workshop in Peking zu geben. Als wäre das nicht aufregend genug gewesen, wurden wir zusätzlich eingeladen, mehrere Tage an dem internen Off-Site der Mandantin in Peking teilzunehmen und im Rahmen dessen mit unseren langjährigen, internationalen Ansprechpartnern die chinesische Mauer und die verbotene Stadt zu besuchen. Ein einmaliger Ausflug!

Was ist Dein Ausgleich zum Büroalltag?

Für mich sind Zeit mit Freunden und Familie und echtes Abschalten im Urlaub der perfekte Ausgleich.

Welche drei Begriffe assoziierst Du mit dem Wort Jura?

Mit dem Jurastudium ganz klar: Disziplin, Ausdauer und Nervenstärke.

Welchen Tipp würdest Du Nachwuchsjurist:innen gerne mitgeben?

Ich würde jedem Berufsanfänger empfehlen, sich ehrlich mit den eigenen Interessen und Stärken auseinanderzusetzen und die Entscheidung für den Berufseinstieg auf Basis dessen zu treffen. Ein Volljurist mit tollen Noten, der keine Freude an auch mal konfrontativem inhaltlichem Austausch hat, wird in einem Team, in dem viele Gerichtstermine wahrzunehmen sind, vermutlich weniger glücklich. Ansonsten würde ich empfehlen, sich im Rahmen von Praktika, Referendariatsstationen oder einer Tätigkeit als WiMi einen Einblick in den Alltag unterschiedlicher Rechtsbereiche und Arbeitgeber zu verschaffen, um besser einschätzen zu können, was zu einem passt und erste Kontakte zu knüpfen.