Interview Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Juliane Waldheim, LL.M.

Arbeitsrecht

 

Warum hast Du dich für ein Referendariat bzw. eine wissenschaftliche Mitarbeit bei Taylor Wessing entschieden?

Ich habe im Mai 2026 mein zweites Examen beendet und wusste, dass ich mir bis zu meinem Berufseinstieg noch etwas Zeit zur Erholung und zum Reisen lassen wollte. Außerdem wollte ich meine Eindrücke aus dem Referendariat reflektieren und mir ganz ohne Druck überlegen, in welchem Rechtsgebiet und in welchem Setting ich gerne arbeiten möchte. Die wissenschaftliche Mitarbeit hat mir dafür den perfekten Rahmen geboten, weil sie so wunderbar flexibel ist.

Seit wann bist Du bei Taylor Wessing und wie bist Du zur Kanzlei gekommen?

Ich habe meine Tätigkeit im Juli 2026 begonnen und bin über eine Freundin auf Taylor Wessing aufmerksam geworden. Sie arbeitet schon seit mehreren Jahren bei der Kanzlei und hat mir so viel Gutes über ihr Team erzählt, dass ich gar nicht lange nachdenken musste. Ich habe mich dann direkt im Frankfurter Arbeitsrechtsteam beworben und war sehr froh, dass sie mich in ihr Team aufgenommen haben, obwohl ich in Berlin lebe und daher nicht vor Ort sein kann. Schon nach kurzer Zeit wusste ich, dass ich bei Taylor Wessing bleiben möchte und habe mich dann kurzerhand dafür entschieden, ab Januar 2027 – nach einer zweimonatigen Reisepause – als Associate einzusteigen.

Was ist das Besondere an Taylor Wessing?

Vieles, aber besonders schätze ich den offenen und unkomplizierten Umgang miteinander. Ich habe den Eindruck, dass man sich hier unabhängig von Position oder Seniorität auf Augenhöhe begegnet. Außerdem schätze ich sehr, dass die Kanzlei viele Gelegenheiten für den persönlichen Austausch schafft – etwa durch Get-togethers und andere gemeinsame Veranstaltungen.

Außerdem finde ich es sehr positiv, dass Taylor Wessing der digitalen Entwicklung offen gegenübertritt. Die Kanzlei versteht KI als sinnvolles Tool und legt Wert darauf, ihre Mitarbeiter:innen im digitalen Bereich zu fördern, was ich persönlich sehr wichtig finde.

Wie werden Referendar:innen und wissenschaftliche Mitarbeiter:innen bei Taylor Wessing gefördert?

Meine Situation war etwas untypisch, da meine wissenschaftliche Mitarbeit nach dem zweiten Examen begonnen hat und demnächst in eine Associate-Tätigkeit übergeht. Taylor Wessing unterstützt mich derzeit sehr dabei, vor meinem eigentlichen Berufseinstieg möglichst viele Einblicke in die anwaltliche Praxis zu gewinnen. Dadurch fühlt sich der Übergang ein bisschen wie ein „Soft Launch“ an, was ich als sehr angenehm empfinde und mir das Gefühl gibt, gut auf den Berufseinstieg vorbereitet zu sein.

Welche Qualifikationen bzw. Vorkenntnisse sollte ein:e Referendar:in oder wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in im Bereich Arbeitsrecht mitbringen?

Grundkenntnisse im Arbeitsrecht sind sicherlich von Vorteil, aber meiner Erfahrung nach kein Muss. Viel wichtiger sind Neugier auf arbeitsrechtliche Fragestellungen und die Bereitschaft, sich in neue und zunächst vielleicht unbekannte Themengebiete einzuarbeiten. Wer diese Offenheit mitbringt, kann sich im Arbeitsrecht schnell eine solide Grundlage schaffen.

Was ist Dein Ausgleich zum Büroalltag?

Ich mache gern viel Sport und versuche so oft es geht kreativ zu sein. Ich treffe mich mit Freunden, durchstöbere Vintage- und Plattenläden, probiere neue Restaurants aus oder gehe Tanzen. Die Mischung aus aktiv sein und sich selbst Ruhe gönnen macht es für mich aus.

Welche drei Begriffe verbindest Du mit dem Wort „Jura“?

Reformbedarf, Reformbedarf, Reformbedarf

Welchen Tipp würdest Du Nachwuchsjurist:innen gerne mitgeben?

Neugier ist ein besserer Motivator als Angst. Während meines Studiums habe ich viel Zeit damit verbracht, mir über Dinge Sorgen zu machen, auf die ich keinen Einfluss hatte oder die sich im Rückblick als gar nicht so wichtig herausgestellt haben. Dadurch habe ich zeitweise die Freude am Studium verloren und musste mich erst wieder daran erinnern, warum ich mich ursprünglich für Jura entschieden hatte. Heute lasse ich mich stärker von meiner Neugier und Intuition leiten – und fahre damit deutlich besser.