Frauen in Private Equity

Talent Rocket zu Besuch bei Lupp + Partner

„Frauen stellen in Private Equity immer noch eine Minderheit dar. Umso wichtiger ist es, dass sich die Frauen, die es gibt, vernetzen und kennen“, konstatiert Sophie Bennemann, Associate bei Lupp + Partner. Mit gut 50 weiteren Frauen nimmt sie am Event “The Highlights Art Fair” in der Residenz München teil, das zur Veranstaltungsreihe „Equity Elegance“ von Lupp + Partner gehört.

Der Austausch, von dem Bennemann erzählt, erfolgt im kleinen privaten Kreis. „Frauen, die sich bereits länger in diesem männerdominierten Umfeld bewegen, teilen ihre Erfahrungen mit Frauen, die gerade ihre ersten Schritte darin machen“, fügt sie hinzu.

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Ein Role-Model mit Signalwirkung

Monika Nickl ist ebenfalls in der Kunsthalle München dabei. „Es gibt noch immer zu wenig Frauen in Führungspositionen im Bereich M&A und Private Equity und ich möchte, dass sich etwas ändert“, betont die Managing Director & Co-Head of Consumer, Europe von Lincoln International.

Sie ist der Meinung, dass ein Kind gut mit einer Anwaltstätigkeit oder im M&A-Bereich zu vereinbaren ist. „Ein Kind ist ebenso ein Projekt, wie ein Projekt im Job und wenn da die nötige Flexibilität gegeben wird, ist es wunderbar zu kombinieren“, fügt die Mutter von zwei Kindern hinzu.

Nickl engagiert sich stark für Frauen, die im Investment Banking, in Private Equity oder Anwaltsbereich arbeiten und ermuntert dazu, alles zu machen, was man sich vorgenommen hat – es sei leistbar. Gerade Frauen, die trotz Kind sagen, sie möchten weiterarbeiten, könnten laut Nickl nicht stärker auf ihren Job committed sein: „Und das sollten Arbeitgeber auch honorieren und ihnen die Flexibilität bieten, die sie brauchen – das gilt aber auch für Männer, die sich das wünschen.“

Sie bemühe sich proaktiv ein Role-Model zu sein, denn sie sehe die Notwendigkeit dieser Signalwirkung nach außen: „Ich habe noch nie eine M&A-Investmentbankerin als mein Counterpart gehabt – auf Partner- oder Managing Director-Ebene gedacht – und ich habe Probleme Rechtsanwältinnen auf Partnerebene zu finden, wenn ich mal eine brauche, denn es gibt wenige“. Die Kanzlei von Lupp + Partner sei hier eine der wenigen Ausnahmen.

Der Vorteil von Frauen sei, dass sie anders denken, verhandeln und andere Perspektiven einbringen. Deshalb sei es wichtig, bei Events wie „Equity Elegance“ von Lupp + Partner dabei zu sein und sich darüber auch sein eigenes Erfolgs-Netzwerk aufzubauen. „Ein weiterer Aspekt ist, dass diese Event-Reihe Frauen die Möglichkeit gibt, sich über ihre Alltags-Situationen auszutauschen, Lösungsansätze zu besprechen und zu erleben, dass andere bereits vor den gleichen Herausforderungen standen, sie überwunden und sich im Job etabliert haben“.

 
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Ein weiterer Aspekt ist, dass diese Event-Reihe Frauen die Möglichkeit gibt, sich über ihre Alltags-Situationen auszutauschen (...) und zu erleben, dass andere bereits vor den gleichen Herausforderungen standen.
Monika Nickl

Equity Elegance

Initiatorin der Reihe ist Ksenia Ilina, im M&A-Bereich tätige Gründungspartnerin von Lupp + Partner. „In München gibt es sehr viele Private-Equity-Fonds und die meisten jungen Frauen, die hier zu arbeiten anfangen, kommen aus ganz unterschiedlichen Städten“, erinnert sie sich. In den Gesprächen, die Ilina mit den jungen Frauen führte, kam immer wieder der Wunsch nach Vernetzung und so entstand die Idee, ein Private Equity Event für Frauen zu veranstalten. „Die Events sind in der Regel an Kunst oder Musik gekoppelt, und anschließend vernetzt man sich in lockerer Atmosphäre.“ Der Austausch sei dabei immer anders geprägt als bei Veranstaltungen mit Männern, ergänzt die Partnerin, denn Frauen untereinander tauschen sich ihrer Erfahrung nach nicht über Deals aus, sondern besprechen Themen des alltäglichen Lebens miteinander. „Ich freue mich sehr, wie gut sich die Veranstaltungsreihe über die Jahre etabliert hat und wächst“, betont Ilina.

Sie erinnert sich, dass man 2005, als sie als Associate startete, auf Private Equity Veranstaltungen vielleicht eine Frau traf. „Heute ist es besser geworden, und es starten auch immer mehr junge Frauen in diesem Bereich, aber es ist noch kein Zustand erreicht, dass man sagen kann, es passt“, betont Ilina.

 
 
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Viel zu lernen – viel zu sehen

Für sie ist Private Equity ein Bereich, in dem man nicht nur sehr viel lernen, sondern auch viel sehen kann, da es einfach viele unterschiedliche Unternehmen gibt. „Auch wenn es noch immer eine Männerdomäne ist, zeigt sich, dass Frauen einfach viel beitragen können, weil sie einen anderen Blickwinkel auf die Dinge haben und das wiederum ist etwas, das für alle gut ist“, weiß Ksenia Ilina. Daneben gibt es den Faktor Mensch: „Im Berufsalltag lernen wir nicht nur unterschiedliche Unternehmen kennen, in jedem dieser Unternehmen gibt es ein Management und meist deckt sich der Eindruck, den man vom Management gewonnen hat, mit den Unternehmenszahlen“. Mit entsprechender Erfahrung verstehe man dann auch, warum manche Unternehmen so schnell gewachsen oder so erfolgreich sind, so Ilina weiter.

Auch wenn es noch immer eine Männerdomäne ist, zeigt sich, dass Frauen einfach viel beitragen können, weil sie einen anderen Blickwinkel auf die Dinge haben und das wiederum ist etwas, das für alle gut ist.
Ksenia Ilina
 
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Positive Seite des Private Equity

Transaktionen sind für die erfahrene M&A- Partnerin immer positiv konnotiert. Warum? „Der eine kauft, der andere verkauft und beide freuen sich, da am Ende das Ziel erreicht wurde.“

Bei Lupp + Partner wird im Private Equity mit einem offenen Konzept gearbeitet. Für jedes Projekt werden auch junge Associates direkt mit Mandanten in Berührung gebracht. „Bei uns sind die jungen Anwälte direkt eingebunden, sie dürfen mit Mandanten kommunizieren, sind bei den Meetings und bei allen Calls dabei.“ Sie sitzen also nicht nur an Dokumenten, sondern stehen unmittelbar im persönlichen Austausch mit den Mandanten. „Wir nehmen die jungen Anwälte natürlich an die Hand und zeigen ihnen, wie es geht“, fügt Ksenia Ilina hinzu.

Daneben wird auch großen Wert auf standortübergreifende Zusammenarbeit gelegt. Die Teams werden entsprechend der Projekte zusammengestellt. Um das Kennenlernen untereinander zu ermöglichen, gibt es an jedem Standort eine Wohnung, die die Mitarbeitenden nutzen können.

Wir haben hochqualifizierte Frauen, die bei uns gestartet sind und bei uns weiterwachsen. Zwei haben wir auch bereits zu Partnerinnen gemacht.
Ksenia Ilina

Herausforderungen als Frau

Auch heute noch sieht Ksenia Ilina deutliches Verbesserungspotenzial im Private Equity Bereich für Frauen. „Durchhaltevermögen ist wichtig, eine Familienplanung muss wohl organisiert sein, aber ich glaube, dass man heutzutage viel organisiert bekommt und Kind sowie Karriere managen kann.“ Die Gründungspartnerin weiß, wovon sie spricht; bei ihrem Berufseinstieg war ihre Tochter zwei Jahre alt.

„Es gibt Themen im Leben als Associate, die kann man nicht mit Männern besprechen, da braucht es eine weibliche Ansprechpartnerin, die vielleicht dasselbe erlebt hat oder einfach Tipps geben kann“, fügt Ilina hinzu.

 

Gelebte Frauenquote

Lupp + Partner reden aber nicht nur über Frauen und Vielfalt, sie leben es auch. 63 Prozent der Berufsträger sind weiblich; nimmt man die Partnerebene in die Berechnung mit hinzu, liegt der Frauenanteil bei über 40 Prozent insgesamt.

„Wir sind nicht Quotengetrieben, aber wir haben hochqualifizierte Frauen, die bei uns gestartet sind und bei uns weiterwachsen. Zwei haben wir auch bereits zu Partnerinnen gemacht“, betont Ilina.

Mitgründungspartner und Namensgeber der Kanzlei, Dr. Matthias Lupp, freut sich ebenfalls über den hohen Frauenanteil im Team: „Es ist nicht so, dass wir es machen, weil es gut nach außen ankommt; wir machen es, weil wir uns am Ergebnis orientieren und sehen, dass bei gemischten Teams einfach was Besseres rauskommt“.

In München waren es bei der Gründung der Kanzlei 2015 jeweils 50 Prozent Männer und Frauen. Inzwischen haben Lupp + Partner auch acht verschiedene Nationalitäten im Team. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass ein diverses Umfeld – das geht also über Frauen hinaus – dem Team ermöglicht, andere Perspektiven auf Themen einzunehmen und es kommt immer ein besseres Ergebnis dabei raus, wenn man alle Perspektiven miteinbezieht“, so Matthias Lupp.

 

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Flache Hierarchien

In Deutschland ist die Kanzlei an vier Standorten vertreten – neben München sind es Hamburg, Frankfurt und Berlin. Standortübergreifend arbeiten 120 Leute für sie. Die Hierarchien sind recht flach – es gibt drei Ebenen: Associate, Councel, Partner.

Eine Associate ist Katharina Kanz. Die junge Frau hat sich für eine Karriere im Private Equity entschieden, weil es ein extrem vielfältiger Bereich ist. „Ich hatte bereits im dritten Semester erste Berührungspunkte und fand es spannend“, erzählt Kanz.

Zu Lupp+ Partner kam sie, weil sie eine Kanzlei suchte, bei der sie einerseits Private Equity, aber auch IT-Recht machen konnte. „Hier werden Tech-Transaktionen bevorzugt behandelt, was ein Gewinn für mich ist“. Der hohe Frauenanteil sei ebenfalls ein Pluspunkt.

Was für sie ein weiteres Asset darstellt, ist, dass sie als Berufsanfängerin direkt „mitspielen“ durfte und so bereits erste Erfahrungen sammeln konnte. Zudem arbeitet sie als Associate für zwei Partner und bekommt entsprechend auch das Feedback von beiden. „Meine Lernkurve ist sehr stark und meine Ausbildung findet auf einem fachlich sehr hohen Niveau statt“, freut sich Kanz.

Besonders schätzt sie bei Lupp + Partner das Team. Aber auch die offene Feedbackkultur und die Vielseitigkeit im aktuellen Tagesgeschäft sind weitere Faktoren, die den Arbeitsalltag für sie ausmachen.

Meine Lernkurve ist sehr stark und meine Ausbildung findet auf einem fachlich sehr hohen Niveau statt.
Katharina Kanz
 
 
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Weit mehr als eine Transaktionskanzlei

Lupp + Partner hat den Ruf eine Transaktionskanzlei zu sein. „Im Grunde sind wir eine Projektkanzlei“, erklärt Matthias Lupp. 60 Prozent würden Transaktionen im Private Equity-Bereich ausmachen, aber „wir haben mittlerweile auch große Corporates, DAX- und MDAX-Konzerne, für die wir Transaktionen machen“. Diese würden laut Lupp auch operative Beratung benötigen, gerade auf Deals, und da seien Arbeitsrecht, Steuerrecht und Commercial Law ebenfalls gefragt. „Das unterscheidet uns von vielen Transaktionskanzleien – dass wir das klassische operative Geschäft, das man für einen guten Deal ebenfalls benötigt, inhouse anbieten können“, freut sich Matthias Lupp. Ein weiterer Vorteil der „alles aus einer Hand“ Mentalität sei, dass für Private Equity Mandanten ein Unternehmen gekauft werde und die Kanzlei das Unternehmen während der Haltezeit optimal begleiten und im Sinne eines Assets aufstellen könne.

„Unser USP ist, dass wir Spezialisten für Unternehmenstransaktionen sind und wir gleichzeitig auch rechtlich die verschiedenen Geschäftsmodelle, die dem jeweiligen Unternehmen zu Grunde liegen, verstehen“, fasst Lupp abschließend zusammen.

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Female Empowerment, starke Netzwerke und große Private Equity Deals: Lerne die Perspektiven bei Lupp + Partner kennen.

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