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 Veröffentlicht am 12.03.2021.

5 Tipps für das eigene Netzwerk

Aisha-Maria Gringel, wie baue ich ein berufliches Netzwerk auf und wie bleibe ich vernetzt?

breaking.through und TalentRocket haben verschiedene Juristinnen gebeten, ihre Top 5 Empfehlungen, Tipps, Gründe & Co zu verschiedenen Themen, die Jurist:innen in ihrem Arbeitsalltag begegnen, wenn nicht sogar fortwährend begleiten, mit uns zu teilen. Diese Woche mit Aisha-Maria Gringel, LL.M.

Aisha-Maria Gringel, LL.M. ist seit 2017 als Rechtsanwältin tätig. 2014 hat sie während ihres Referendariats den Verein Afro Deutsches Akademiker Netzwerk e.V. („ADAN“) mitgegründet. Wie wichtig netzwerken für die persönliche und berufliche Entwicklung ist, wurde ihr vor allem durch die Mitgründung von ADAN e.V. bewusst.

Hier gibt Aisha-Maria Gringel, LL.M. 5 Tipps für den Aufbau eines beruflichen Netzwerks und verrät wie die Vernetzung langfristig und erfolgreich Bestand haben kann.

 

1. Tipp: Sei offen

Sei offen für die verschiedenen Möglichkeiten, sich ein Netzwerk aufzubauen. Suchst du internationale Kontakte, dann kann dies ausschlaggebend dafür sein, wo und wie du netzwerkst. Insbesondere die Wahl der Plattform kann hierbei entscheidend sein. Während sich Twitter dazu eignet, seine Meinung kurz und prägnant zu teilen, eignet sich LinkedIn für längere Beiträge zu einem bestimmten Thema. Instagram ist auch ein gutes Medium, um interaktiv mit Anderen in Kontakt zu treten.

Wie du siehst, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich durch Soziale Medien zu vernetzen. Aufgrund der Pandemie sind Präsenzveranstaltungen etwas in den Hintergrund gerückt. Allerdings eignen sich beispielsweise Karrieremessen wie die JuraCon gut, um Branchenkontakte zu knüpfen. Es gibt auch zahlreiche Kanzleievents, die man hierfür nutzen kann. 

Auf der Suche nach deinem Vorbild?


Egal, ob Professorin in der Rechtswissenschaft, Partnerin bei einer Großkanzlei oder Mitgründerin eines eigenen Vereins. Breaking.trough protratiert inspirierenden Juristinnen, die ihren eigenen Weg gegangen sind. Finde jetzt dein Vorbild und lass dich inspirieren! 
 

"Diversity hat mehrere Dimensionen."
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2. Tipp: Sei hilfsbereit

Wie wir schon von klein auf lernen, ist das Leben ein Geben und Nehmen. Mit dem Netzwerken verhält es sich nicht anders. Biete deinen Kontakten Hilfe an, wenn es dir möglich ist – selbst wenn du im Gegenzug erstmal nichts erhältst. Möglicherweise sucht in deinem Netzwerk jemand einen Kontakt mit einer bestimmten Expertise und du kennst jemanden, der diese besitzt? Du kannst diese Personen miteinander vernetzen. Natürlich kannst du auch deine eigene Expertise anbieten, wenn diese gefragt ist.

Ein erfolgreiches Netzwerk lebt von verlässlichen Kontakten. Selbst das größte Netzwerk bringt dir nichts, wenn keine deiner Kontakte bereit ist, dir auszuhelfen oder du nicht gewillt bist, deine Hilfe anzubieten. Oftmals ist schon eine kleine Unterstützung ausreichend. 

3. Tipp: Sei aktiv

Es ist wichtig, für das eigene Netzwerk sichtbar zu sein. Dein Netzwerk sollte wissen, worin deine Expertise liegt und welche Themen dir am Herzen liegen oder dich bewegen. Wofür brennst du?

Es ist daher ratsam, sich – zum Beispiel in den Sozialen Medien – entsprechend zu positionieren. Wenn es in deinem präferierten Rechtsgebiet eine bahnbrechende Entscheidung gibt, solltest du dein Netzwerk zum Beispiel wissen lassen, welche Aspekte du besonders interessant findest. Dieser offene Diskurs mit anderen Jurist:innen kann dabei helfen, sich fachlich zu positionieren und Sichtbarkeit schaffen.

Gerade Student:innen und Berufsanfänger:innen sollten hier ihre falsche Scheu ablegen. Wichtig ist, dass die Aktivität von Authentizität geprägt ist und eine eigene Auseinandersetzung mit den juristischen Aspekten erkennbar ist. 

Selbst das größte Netzwerk bringt dir nichts, wenn keine deiner Kontakte bereit ist, dir auszuhelfen oder du nicht gewillt bist, deine Hilfe anzubieten.
Aisha-Maria Gringel, LL.M.

4. Tipp: Sei informiert.

Wenn du ein berufliches Netzwerk aufbaust, ist dies unerlässlich. Wer sind die Expert:innen in deinem Feld? Welche Institutionen sollte man kennen?

Gerade Berufseinsteiger:innen, die noch dabei sind, Expertise aufzubauen, können punkten, wenn sie die neusten Entwicklungen in ihrem Bereich kennen. Auch hier zeigt sich, dass ein gutes Netzwerk von seinen Mitgliedern lebt. Wenn du dich für ein bestimmtes Rechtsgebiet interessierst, du ein berufliches Netzwerk aufbauen möchtest, aber dein Netzwerk dies nicht widerspiegelt, solltest du die Ausrichtung überdenken. Idealerweise möchtest du, dass – wenn man zukünftig auf der Suche nach jemanden mit Kenntnissen in deinem Rechtsgebiet ist – dein Name fällt oder man weiß, dass du in diesem Bereich gut vernetzt und interessiert bist.

5. Tipp: Sei verständnisvoll

Du hast nun die Punkte 1 bis 4 befolgt und dein Netzwerk baut sich nur schleppend auf?

Sei verständnisvoll. Es liegt nicht an dir, sondern daran, dass dein Kontaktversuch zunächst untergegangen sein könnte. Manchmal will gut Ding Weile haben. Sei deshalb verständnisvoll für die Arbeitsbelastung und Lebensumstände deiner Kontakte und die Zeit, die sie für eine Rückmeldung brauchen. Manchmal kann es auch nicht schaden, sich noch mal höflich bemerkbar zu machen.

Aber hierbei ist Vorsicht geboten. Es ist ein schmaler Grat zwischen sich erneut bemerkbar machen und unangenehm aufdringlich werden. Letztendlich entscheidet jeder selbst, ob er Teil deines Netzwerks werden möchte oder nicht. Grundsätzlich sind Menschen aber bereit, sich zu vernetzen. Also gib das Netzwerken nicht auf, wenn es nicht auf Anhieb klappt.
 

In diesem Sinne: Viel Erfolg und Freude beim Netzwerken!