Die Top 10 Tipps fürs Bewerbungsgespräch

Sicheres Auftreten und eine sympathische Art - So überzeugst du vom ersten Moment an!


veröffentlicht am 17.12.2014

 

Das Bewerbungsgespräch ist für die meisten Menschen eine ungewohnte Stresssituation. Meist steht man hier einem Vertreter des potentiellen Arbeitgebers zum ersten Mal persönlich gegenüber und möchte von der eigenen Kompetenz überzeugen. Oft schlägt einem dabei aber leider die eigene Nervosität ein Schnippchen! Lies unsere 10 besten Tipps fürs Bewerbungsgespräch und du bist bestens gewappnet.

 

1. Stalken erlaubt: Recherchiere im Voraus, um beim Bewerbungsgespräch zu glänzen!

Informiere dich sowohl über die Kanzlei als auch über den Gesprächspartner im Voraus. Verwende einerseits die Kanzlei-Homepage, aber auch davon unabhängige Suchmaschinen für die Informationssuche. Wichtig sind hier besonders die Tätigkeitsschwerpunkte des Anwalts, mit dem du dein Gespräch führen wirst. Auch bekannte Publikationen oder Mandate des Anwalts sind interessant für dich.

 

2. Kleider machen Leute: Zieh dich passend an!

Als Jurist zieht man sich beim Bewerbungsgespräch meist recht konservativ an, speziell in Großkanzleien.

Für Männer heißt das:

  • Anzug (meist schwarz - dezente Muster - immer einen Gürtel tragen)

  • Hemd (hell, meist weiß oder hellblau)

  • Krawatte

  • Schuhe und Socken (meist schwarz)

 

Frauen haben diesbezüglich eine größere Auswahl. Je nachdem, worin du dich selbstbewusster fühlst, solltest du ein Kostüm oder einen Hosenanzug wählen. Setze auf klassische, konservative Schnitte und trage unbedingt eine Strumpfhose.

 

3. Sei pünktlich!

Dieser Punkt sollte wohl für die meisten Bewerber selbstverständlich sein, aber der Vollständigkeit halber soll gesagt sein: Erscheine mindestens zehn bis fünfzehn Minuten vor dem Gesprächstermin und plane bei der Anfahrt genügend Puffer ein, um auf jeden Fall pünktlich zu sein. Solltest du dich doch verspäten, rufe an und kündige deine verspätete Ankunft an.

 

4. Kenne deinen Lebenslauf wie deine Westentasche!

Vor dem Bewerbungsgespräch solltest du dir noch mal deinen Lebenslauf vergegenwärtigen. Für die meisten Vorstellungsgespräche dient er nämlich als Gesprächsaufhänger und deshalb ist es wichtig, dass du zu allen Punkten kurz etwas erzählen kannst. Idealerweise kannst du darlegen, inwieweit dich die gemachten Erfahrungen in deinen Kenntnissen weiter gebracht haben.

 

5. Überlege dir Antworten auf die typischen Interview-Fragen!

Es gibt typische Fragen, die oft in Interviews gestellt werden. Um ein Blackout beim Interview zu vermeiden, solltest du dir schon grobe Antworten zurechtlegen. Hier eine Auswahl der beliebtesten Fragen:

 

  • Warum haben Sie sich entschieden, Anwalt zu werden?

  • Warum möchten Sie sich auf dieses Rechtsgebiet spezialisieren?

  • Was sind Ihre Stärken und Schwächen?

  • Nennen Sie etwas aus Ihrem bisherigen Leben, auf das Sie stolz sind.

  • In welcher Situation haben Sie schon einmal Führungsverantwortung übernommen?

  • Inwiefern sind Sie bereit, für den Job Abstriche bei Ihrem Privatleben zu machen?

 

Wie du siehst, sind einige knifflige Fragen dabei. Oft gibt es keine richtige oder falsche Antwort, das Ziel ist zu sehen, ob du bei diesen Fragen aus dem Konzept kommst. Deshalb solltest du bei schwierigen Fragen vor allem auf eines achten: Bewahre die Nerven und bleibe professionell und ruhig. Antworte so gut du kannst auf die „Stressfragen“ und bleib ruhig und ehrlich.

 

6. Körpersprache: Tritt ruhig und professionell auf!

Auch wenn du nervös bist, achte auf wichtige Kleinigkeiten wie einen festen Händedruck oder auf Blickkontakt, wenn du mit deinem Gesprächspartner sprichst. Das zeigt, das du die Lage im Griff hast. Achte auch allgemein auf deine Körpersprache.

 

7. Rollenspiel? Lass dich darauf ein!

Vereinzelt gibt es bei Jobinterviews Rollenspiele, bei denen der Bewerber zeigen soll, was er kann. Das kann zum Beispiel ein simuliertes Telefongespräch mit einem Mandanten sein, der schwierige Fragen zu dir unbekannten Fachgebieten stellt. Auch hier ist es vorrangig wichtig, ruhig und professionell zu bleiben und sich auf das Rollenspiel einzulassen. Auch ein „Das müssen wir uns noch im Detail anschauen“ kann eine professionelle Antwort sein, wenn dir für eine fundierte Antwort auf die Frage des Mandanten einfach essentielle Informationen fehlen.

 

8. Stelle selbst Fragen an den Interviewer!

Am Ende jedes Interviews wird dir dein Gesprächspartner die Chance geben, selbst Fragen zu stellen. Wenn dir gar keine Fragen einfallen, macht das einen schlechten Eindruck - deshalb gilt es, auch diesen Teil vorzubereiten.

 

Do's Dont's
Fragen stellen, die dich selbst wirklich interessieren und die dir zeigen, ob die Kanzlei zu dir passt oder nicht. Fragen stellen, die auf der Homepage beantwortet werden

 

 

9. Bleibe authentisch!

Natürlich möchte man sich beim Bewerbungsgespräch selbst so vorteilhaft wie möglich darstellen, jedoch solltest du nicht versuchen, dich komplett anders darzustellen, als du wirklich bist. Bleibe du selbst und authentisch. Schließlich geht es ja auch darum, eine Kanzlei zu finden, die zu dir und deiner Persönlichkeit passt. Wenn dich die Kanzlei in der Annahme einstellt, du bist ein kommunikativer Draufgänger, aber tatsächlich bist du eher ein ruhiger Typ, wirst du wahrscheinlich im Team dieser Kanzlei auch nicht glücklich.

 

10. Du bist als Bewerber sehr interessant, also sei selbstbewusst!

Du wurdest zum Vorstellungsgespräch eingeladen - das heißt, die Kanzlei findet dein Bewerberprofil sehr interessant und zieht dich ernsthaft für den Posten in Betracht. Denk daran, und bring genug Selbstbewusstsein zum Vorstellungsgespräch mit. Im Endeffekt musst schließlich auch du entscheiden, ob die Kanzlei zu dir passt. Sieh das Gespräch also tatsächlich als gegenseitiges Vorstellen statt als Prüfungssituation.

 

 

Fazit: Auftreten bei Bewerbungsgespräch

  • Sei freundlich, professionell und selbstbewusst.

  • Selbstmarketing in allen Ehren, aber bleibe authentisch!

  • Bereite dich gut auf das Gespräch vor und vergiss auch nicht, Fragen für den Gesprächsabschluss zu überlegen.

 

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Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten aber für beiderlei Geschlecht.

 

 

 

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