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Ein Unternehmen – endlose Möglichkeiten

Felix Klinger über die Vorzüge und Aussichten von Projektjuristen bei Perconex


veröffentlicht am 13.04.2020

 

PERCONEX ist ein Personaldienstleister, der ausschließlich Bewerber mit juristischen Abschlüssen – vom Wirtschafts- bis zum Volljuristen – für befristete Einsätze in Kanzleien und Rechtsabteilungen von Unternehmen überlässt. Von unserem Unternehmenssitz in Frankfurt am Main aus, sind wir für Bewerber und Kunden im gesamten Bundesgebiet aktiv. Alle unsere Consultants und Recruiter verfügen ebenfalls über einen juristischen Hintergrund. Ich selbst bin Volljurist und leite in der Funktion des Directors das Operational Management (Recruiting).

 

Herr Klinger, viele wissen meist nichts mit dem Begriff des Projektjuristen anzufangen. Was ist ein Projektjurist und was unterscheidet ihn vom Rechtsanwalt?

Felix Klinger: Unsere Projektjuristen unterscheidet vor allem eine 40-Stundenwoche, die heutzutage im juristischen Arbeitsmarkt noch immer eine Seltenheit darstellt. Grundsätzlich besteht jedoch kein nennenswerter Unterschied. Viele unserer Projektjuristen sind selbst zugelassene Rechtsanwälte und waren bzw. sind auch als solche nebenbei noch tätig. Der Unterschied, nach dem Sie fragen, liegt jedoch eher im Anstellungsverhältnis selbst. Dies besteht im Falle des Projektjuristen mit PERCONEX und nicht mit dem jeweiligen Unternehmen/der Kanzlei, in welchem der Jurist tatsächlich täglich arbeitet.
 

Das Projektjurist-Prinzip war zu Beginn von PERCONEX hierzulande noch neu und kam erst mit Ihrem Unternehmen im Alltag der juristischen Fachwelt in Deutschland an. Weshalb entwickelte sich dies erst so spät und wie war die Anfangszeit für PERCONEX in Deutschland?

Felix Klinger: Aufgrund der Tatsache, dass ich selbst Jurist bin, kann ich mit einem leichten Schmunzeln aus eigener Erfahrung berichten, dass man etwas Ausdauer an den Tag legen muss, um einem Juristen ein erstmal unbekanntes Konstrukt schmackhaft zu machen. Genauso verhielt es sich in unserer Anfangszeit bei den Kunden in Deutschland. Seit einigen Jahren befindet sich PERCONEX jedoch nunmehr konstant auf dem Expansionskurs.
 


Die Vorteile eines Projektkuristen in der Übersicht

PERCONEX stellt sich vor



PERCONEX als goldene Brücke – kann ein Bewerber auch ohne zwei VB Chancen auf eine Karriere dank Ihrer Vermittlung haben oder bleibt dies Ausnahmefällen vorbehalten?

Felix Klinger: Genau diese goldene Brücke stellt einen der nennenswerten Vorteile von PERCONEX dar. Denn eigentlich finden Bewerber ohne überdurchschnittliche Abschlüsse nicht einmal Berücksichtigung im Bewerbungsprozess namhafter Kanzleien und Unternehmen.
 

Anders ist das über einen Projekteinsatz, wo im ersten Step die schnelle Verfügbarkeit von Personal schwerer wiegt als die Note des Examens. Dadurch bietet sich auch jenen Bewerbern ohne VB die Chance, in solchen Kanzleien oder Unternehmen Fuß zu fassen und zu zeigen, dass sie „mehr" sind als nur ihre Examensnoten. Nicht selten werden Projektjuristen dauerhaft übernommen. Die Antwort ist somit ganz klar: Ja, durch unsere Vermittlung entstehen auch unerwartete Karrieren.

 

Weshalb entschieden Sie sich für eine Karriere bei PERCONEX?

Felix Klinger: Nach meinem 2. Staatsexamen entschied ich mich zunächst für einen klassischen Berufsstart als Rechtsanwalt. Als sich dann die Chance ergab, zunächst für ein Projekt, bei einer namenhaften Großkanzlei zu arbeiten, überlegte ich nicht lange. Diese Chance erhielt ich durch PERCONEX. Aus diesem Einsatz wurden letztlich zweieinhalb Jahre. Durch den nahen Bezug zu PERCONEX während der gesamten Zeit, wuchs mein Interesse an der juristischen Personalberatung. Letztlich entschied ich mich infolge dieses Projekteinsatzes zu einer Möglichkeit, die ich vorher selbst nicht in Erwägung gezogen hatte. Als Jurist nunmehr selbst die Rekrutierung und Beratung von Juristen zu übernehmen, gibt mir bis heute die Möglichkeit meinen juristischen Background an der einen oder anderen Stelle authentisch und konstruktiv einzusetzen.
 


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Wie hat das Projektjurist-System hierzulande das Personalmanagement von Kanzleien und Unternehmen in den letzten 15 Jahren seit der Gründung von PERCONEX verändert?

Felix Klinger: Das Ganze ist deutlich flexibler geworden. Trotz der hohen Anforderungen, die bei der Anstellung an die Juristen gestellt werden, muss man mit einer deutlich größeren Truppe antreten und gerade Kanzleien können nicht nur die Top 15 Prozent berücksichtigen und einstellen.


Aber wozu braucht es überhaupt eine Vermittlung von Anwälten – gerade an Top-Kanzleien? Diese haben doch eigentlich Top-Personal – oder doch nicht?

Felix Klinger: 
 

Gerade bei den Top-Kanzleien geht es oft um großvolumige Mandate, die mit der eigentlichen internen Mannschaft nicht stets in vollem Umfang bearbeitet werden können. Auch der Tag einer Großkanzlei hat lediglich 24 Stunden. Gerade in diesen Fällen sind Projektjuristen, die zeitnah und flexibel zur Verfügung stehen, eine wertvolle Unterstützung.

 

Sind Projektjuristen damit eine Antwort auf den Juristenmangel in sämtlichen Bereichen?

Felix Klinger: In Zeiten des Fachkräftemangels stehen auch die juristischen Arbeitgeber vor der Herausforderung gutes Personal zu finden und sind somit bereit alternative Rekrutierungskanäle zu nutzen. Als ein solcher Kanal haben sich mittlerweile unsere Projektjuristen etabliert.
 


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Herr Klinger, Sie führen u.a. auch die Vorstellungsgespräche. Was sind Eigenschaften oder Verhaltensweisen, die Ihnen bei Bewerbern positiv auffallen?

Felix Klinger: Positiv fällt mir regelmäßig auf, dass bereits viele junge Bewerber einen sehr guten Überblick über die einzelnen Angebote und Ausbildungsmöglichkeiten der juristischen Arbeitgeber haben. Das wirkt auf mich interessiert und zielstrebig. Es ergeben sich daraus viele interessante und qualitativ hochwertige Bewerbungsgespräche. 
 

Welche Signale von Bewerbern lassen Ihre innere Ampel wortwörtlich auf „rot“ springen?

Felix Klinger: Es ist schwer dies in einem Satz zu beantworten. Ich formuliere es mal so: Wir bei PERCONEX begegnen jedem Bewerber offen und unvoreingenommen. Wenn sich jedoch abzeichnet, dass unser Angebot nicht zum Bewerber passt oder umgekehrt, wird dies von uns auch professionell in einem Gespräch kommuniziert. Wir betrachten uns und unsere Dienstleistung in keiner Weise als Universallösung für jeden einzelnen.
 

Berufliche Entwicklung „go or no“? Können sich Juristen bei PERCONEX während Ihrer Tätigkeit auch weiterbilden und spezialisieren oder ist dies eher der Einzelfall?

Felix Klinger: Die Entwicklung ergibt sich gerade aus den Einsätzen und der daraus resultierenden Berufserfahrung.
 

Vielen Projektjuristen bieten sich Möglichkeiten, die sich ohne die Vermittlung im Rahmen eines Projektes mit hoher Wahrscheinlichkeit so nicht geboten hätten.


Fortbildungen im klassischen Sinne, die über einen längeren Zeitraum laufen, sind aufgrund des zeitlich befristeten Einsatzes bei PERCONEX parallel jedoch nicht möglich. 
 

Was sind die Vorteile von PERCONEX, weshalb sich Mitarbeiter gegen einen Wechsel in Kanzleien entscheiden, die höhere Gehälter bieten?

Felix Klinger: Man muss den Vergleich richtig ziehen. Jeder Projektjurist arbeitet bei PERCONEX im Rahmen einer vertraglich festgelegten Arbeitszeit, die bei Vollzeit wöchentlich 40 Std. entspricht. Maximal 8 Überstunden sind zudem pro Woche zulässig, wobei jede einzelne Überstunde zusätzlich vergütet wird oder in Freizeit umgewandelt werden kann. Rechnen Sie das daraus resultierende Gehalt auf die deutlich höheren Arbeitszeiten in renommierten Kanzleien hoch, so sind wir nicht weit entfernt von diesem Gehaltgefüge. Der heutige Arbeitnehmermarkt unterliegt zudem einem grundlegenden Wertewandel. Dieser wirkt sich auch auf den juristischen Markt aus. Das Thema Work-Life-Balance ist gerade bei den Nachwuchsjuristen von hoher Relevanz bei der Jobauswahl.
 


Mehr als eine ausgeglichene Work-Life-Balance

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Gibt es auch Juristen, welche sich Ihrer Erfahrung nach nicht dafür eignen als Projektjuristen zu arbeiten bzw. schlichtweg nicht der Typ dafür sind?

Felix Klinger: Das Projektgeschäft ist sehr dynamisch und Bedarfsfälle entstehen oft mit nur kurzer Vorlaufzeit. Der Vorteil dabei ist, dass auch die Bewerbungsprozesse bei uns sehr schnell ablaufen.
 

Der potentielle Projektjurist sollte somit zumindest etwas flexibel und spontan in seinen Entscheidungen sein.


Fehlt es hier, ist ein Projekteinsatz wohl eher nicht der passende berufliche Weg.
 

Worauf kommt es für Sie bei den Kandidaten an? Haben Sie bei Bewerbern ein Idealbild, mit dem Sie diese vergleichen?

Felix Klinger: PERCONEX bildet mit seinen Aufträgen nahezu den gesamten juristischen Arbeitsmarkt ab. Ein Idealkandidat würde uns die Arbeit sicherlich manchmal erleichtern, ist jedoch mehr als unrealistisch. Unsere Bewerber sind ebenso individuell wie unsere Aufträge. 
 

Gibt es Möglichkeiten das Unternehmen und dessen Arbeitsweise vorher näher kennenzulernen?

Felix Klinger: Selbstverständlich.
 

Jeder Kandidat, der sich bei PERCONEX auf eine Position bewirbt, wird von seinem Recruiter im Vorfeld ausführlich über die Tätigkeitsinhalte, Laufzeit, Gehalt, Start und die Kanzlei/das Unternehmen, bei dem der Projekteinsatz stattfindet, informiert.


Sind an dieser Stelle für den Kandidaten alle Parameter des Einsatzes geklärt, wird er bei unserem Kunden mit einem Profil vorgestellt. Anschließend findet ein Vorstellungsgespräch in der Kanzlei/dem Unternehmen statt, bei dem der Bewerber natürlich jedwede Fragen über dortige Arbeitsabläufe stellen und einige seiner potenziellen Arbeitskollegen kennenlernen kann. War das Gespräch für Bewerber und Kunde zufriedenstellend, erhält der Projektjurist von uns einen Arbeitsvertrag.
 

Rechtsabteilung
PERCONEX GmbH

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Wann ist, Ihrer Meinung nach, der beste Zeitpunkt für einen Einstieg bei PERCONEX?

Felix Klinger: Es gibt nicht den einen idealen Zeitpunkt für den Einstieg als Projektjurist. Wir haben Bewerber, die sich in den unterschiedlichsten Lebenssituationen befinden. Vom Berufseinsteiger, über den Kandidaten mit 2+ Jahren Berufserfahrung, bis hin zu den ganz erfahrenen Kollegen ist bei uns wirklich jede Personengruppe vertreten. Jeder hat dabei seine eigenen Motive. Bei den Einsteigern ist es z.B. die Möglichkeit renommierte Arbeitgeber im Rahmen von Projekten über eine Anstellung bei uns zu testen. Bei Kollegen mit etwas mehr Erfahrung kann ein Projekt die Zeit bis zur nächsten Festanstellung überbrücken. Ganz erfahrene Juristen wiederum haben dem klassischen Angestelltenverhältnis den Rücken gekehrt und wollen nunmehr über ihre Arbeitszeit weitestgehend selbst bestimmen. Sie nutzen die Möglichkeit, in Abständen immer wieder mit uns bei unterschiedlichen Kunden zu arbeiten.   
 

Ihr Fazit?

Die Anfragen unserer Kunden beinhalten in vielen Fällen einen sehr schnellen und umfangreichen personellen Bedarfsfall. Somit steht unser Recruiting stets vor der Herausforderung, in kürzester Zeit Erfolge verzeichnen zu müssen. PERCONEX ist zudem mittlerweile auf den verschiedensten juristischen Karrieremessen vertreten und informiert bereits Studierende über die Möglichkeit des alternativen Berufseinstiegs.  

 

Vielen Dank, Herr Klinger!

 

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