Marburg Law Review  – eine studentische Rechtszeitschrift

 Veröffentlicht am 28.12.2020.

Die Marburg Law Review

Eine studentische Rechtszeitschrift aus Marburg

– Verfasst von Esra Varlioglu & Fabian von Minckwitz, Marburg Law Review – 

 

Die Marburg Law Review ist eine juristische Ausbildungszeitschrift, die im Jahr 2008 durch eine Handvoll ehemaliger Studierender des Fachbereichs Rechtswissenschaften der Philipps-Universität Marburg gegründet wurde. Ziel der Marburg Law Review ist es einen eigenständigen Beitrag zur Forschung und Lehre zu leisten und insbesondere den Studierenden nicht nur ausbildungsrelevantes Wissen zu vermitteln, sondern ihnen auch eine Plattform für erste eigene wissenschaftliche Publikationen zu bieten.

Getreu ihrem Motto „von Studierenden für Studierende“ richtet sich die Marburg Law Review in erster Linie an Studierende der Rechtswissenschaften und Rechtsreferendare, aber natürlich auch an alle anderen Interessierten. Das Selbstverständnis als studentische Zeitschrift spiegelt sich dabei nicht nur in der inhaltlichen Ausrichtung der Marburg Law Review, sondern auch in der personellen Zusammensetzung der federführenden Gremien wieder.

Die ein bis zweimal im Jahr erscheinende Ausbildungszeitschrift wird von dem gemeinnützigen Verein Marburg Law Review e.V. herausgegeben. Dessen Vorstand und Redaktion besteht überwiegend aus Studierenden des Fachbereichs. Zum Teil bleiben auch ehemalige Studierende, während ihrer an das Studium anschließenden Zeit als wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Fachbereich, der Redaktion treu. Die von der studentischen Schriftleitung geführte Redaktion ist zuständig von der Beitragsakquise über die Autorenbetreuung und Sponsorensuche bis hin zum Vertrieb der Zeitschrift. Zur Qualitätssicherung der Beiträge wurde der wissenschaftliche Beirat ins Leben gerufen, welchem neben der Professorenschaft des Fachbereichs auch eine Reihe von Honorarprofessoren und ehemalige Lehrende des Fachbereichs angehören.

Daneben ist auch die Zusammensetzung der Autorenschaft der Marburg Law Review besonders hervorzuheben. Denn die Beiträge stammen nicht nur aus der Feder der Professorenschaft oder erfahrenen Praktizierenden, sondern auch von Studierenden, Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendaren sowie wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Auf Eigeninitiative eingereichten Beiträge werden zunächst von der Redaktion als zuständigem Gremium gesichtet und auf ihre wissenschaftliche Qualität und ihren Bezug zur juristischen Ausbildung geprüft. Im Zweifelsfall wird der Beitrag einem Mitglied des wissenschaftlichen Beirats zur Begutachtung vorgelegt.

Ganz besonders freuen wir uns über Beiträge, welchen von Studierenden und erfahrenen Juristen gemeinschaftlich verfasst werden oder wenn Lehrende Studierende ermutigen, eine gelungene Seminararbeit oder Fallbearbeitung einzureichen.

Häufig kommen aber konkrete thematische Vorschläge aus der Reihe der Redaktionsmitglieder, sodass die Redaktion selbst gezielt potentielle Autorinnen und Autoren mit den einschlägigen Forschungs- oder Interessenschwerpunkten anfragt. Ferner können natürlich auch die Redaktionsmitglieder selbst Beiträge verfassen. Letztere bilden allerdings die Ausnahme. Auch ist das Verfassen von eigenen Beiträgen kein zwingendes Kriterium für die Mitarbeit in der Redaktion.

In inhaltlicher Hinsicht werden neben sämtlichen examensrelevanten Fächer (Bürgerliches Recht, Öffentliches Recht und Strafrecht), auch schwerpunktsbezogene Materien oder Rechtsgebiete aus den teilweise in Deutschland einmaligen Fach- und Zusatzqualifikationen (Recht und Wirtschaft, Privates Baurecht, Pharmarecht, Sozialrecht und Lebensmittelrecht) des Fachbereichs abgedeckt. Auch wird den Leserinnen und Lesern frühzeitig ein Einblick in die juristische Praxis geboten.

Wenn der Grundstein für die Karriere schon früh gelegt werden soll

In der Marburg Law Review werden „klassische“ Aufsätze, Fallbearbeitungen, Entscheidungsanmerkungen und -besprechungen, aber auch Seminararbeiten von Studierenden sowie diverse Kurzbeiträge, wie Buchrezensionen, Vorstellungen von Kanzleien oder juristischen Berufsbildern und Erfahrungsberichte mit Bezug zur juristischen Ausbildung veröffentlicht. 

Inzwischen ist die Marburg Law Review an über 60 juristischen Fakultäten in Deutschland und vereinzelt auch an ausländischen Universitäten im deutschsprachigen Raum zu finden. Neben den Marburger Gerichtsbibliotheken erhalten auch die Bundesobergerichte, sowie eine Großzahl der Oberlandesgerichte die Marburg Law Review. Zudem kann die Marburg Law Review über das Internet bezogen werden.

Die Redaktion steht allen interessierten Studienenden des Fachbereichs ab dem ersten Fachsemester jederzeit offen. Regelmäßig stellen die Vorstandsmitglieder die Marburg Law Review im Rahmen der Orientierungseinheit der Fachschaft „Savigny“ zum Semesterbeginn vor. Daneben sind wir für gewöhnlich auf dem Fakultätskarrieretag am Fachbereich vertreten. Die Redaktionssitzungen finden für gewöhnlich einmal im Monat statt. Die Mitarbeit in der Redaktion zeugt von außercurricularem und sozialem Engagement, was bei zukünftigen Bewerbungen für Praktika, Referendariatsstationen oder die erste Arbeitsstelle von Vorteil sein kann. Law Reviews besitzen vor allem im internationalen Raum ein hohes Ansehen.

Eine Mitarbeit dient ferner als Beweis für Team- und Organisationsfähigkeit. Nicht zuletzt bietet die Mitarbeit eine Menge Herausforderungen, an denen man persönlich wachsen kann.

Die wohl größte Herausforderung ist regelmäßig die Finanzierung der Zeitschrift. Dabei sind wir als gemeinnütziger Verein in besonderem Maße auf Spenden und Fördermitglieder angewiesen. Zudem besteht für Kanzleien, Unternehmen und Verlage die Möglichkeit Werbeanzeigen in der Marburg Law Review zu schalten. Ergänzend finanzieren wir uns durch Geldauflagen nach § 153a Strafprozessordnung. Dennoch wollen wir den Verkaufspreis für den studentischen Geldbeutel verträglich halten.

Law Reviews besitzen vor allem im internationalen Raum ein hohes Ansehen.

Gemeinsam eine Zeitschrift zu gestalten, zu finanzieren und zu vertreiben, oder eine Veranstaltung mit namenhaften Gästen über die Bühne zu bringen, ist keine leichte Aufgabe, belohnt aber mit vielen neuen Erfahrungen und jeder Menge Spaß. Deshalb freuen wir uns über jede Form von Mitarbeit und Unterstützung, damit wir auch in Zukunft für unsere Kommilitoninnen und Kommilitonen da sein und einen Beitrag zu deren Ausbildung leisten können.

GLADE MICHEL WIRTZ - Corporate & Competition
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