Tipps zur Wahl des Promotionsthemas

Die Qual der Wahl?


verfasst von Finn Holzky und veröffentlicht am 22.08.2016

 

Die Wahl des Promotionsthemas und der richtigen Betreuung ist nicht nur von fundamentaler Wichtigkeit, sie stellt gleichzeitig auch die wohl größte Herausforderung beim gesamten Promotionsvorgang dar. Ihr kommt daher eine besondere Stellung zu.

 

1. Der erste Schritt - Interesse identifizieren

Zuallererst ist es wichtig, die eigenen Interessen herauszukristallisieren. Es macht wenig Sinn auf einem Gebiet zu promovieren, das einen nicht wirklich interessiert. Zum einen leidet gewöhnlich die Leistung darunter, wenn der Promovierende nicht selbst auf das Ergebnis seiner Arbeit brennt. Zum anderen soll die Promotion auch der Grundstein für eine zukünftige Karriere sein. Bis zu einem gewissen Grad entscheidet man also bereits zu diesem Zeitpunkt häufig auch über die nähere berufliche Zukunft.
 

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2. Der zweite Schritt - Betreuer und Finanzierungsmöglichkeiten finden

Wurde das gewünschte Fach- und Themengebiet schließlich eingegrenzt, gilt es nun einen prüfungsberechtigten Betreuer zu finden. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Der simpelste Weg wäre es entsprechende Wissenschaftler direkt zu kontaktieren und dort anzufragen, ob sie bereit wären eine entsprechende Promotion zu betreuen. Problematisch hierbei ist häufig, dass dies nur möglich sein wird, wenn das Thema der Promotion die Forschung des Wissenschaftlers zumindest flankiert.

Zudem ist noch eine Finanzierung der Promotion und der Unterhaltskosten zu organisieren.
Eine Alternative können Ausschreibungen für Promotionsstellen sein. Dies sind Stellen als wissenschaftliche Mitarbeiter kombiniert mit einer Promotionsmöglichkeit. Offensichtlich ist auch hier die Wahl des Promotionsthemas durch die Ausschreibung eingeschränkt. Die Vielzahl von zu besetzenden Stellen bietet allerdings ein breites Spektrum an Angeboten. Darüber hinaus ist die Finanzierung darüber ebenfalls geklärt.
Schließlich gibt es auch noch die Option an einem strukturierten Promotionsprogramm einer Graduiertenschule oder einem Graduiertenkolleg teilzunehmen. Hier sind insbesondere die erfahrenen und bereits eingespielten Betreuer, sowie ein bewährtes Betreuungssystem von Vorteil. Bei der Suche kann die Datenbank GEPRIS helfen. Sie informiert über alle von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Graduiertenkollegs und aktuelle Projekte.
 

3. Wichtiges zum Betreuungsverhältnis

Die Betreuung einer Promotion ist von zentraler Bedeutung. Kraft Natur der Sache hat der Promovierende selbst keinerlei Erfahrungen im Promovieren. Er ist somit besonders zu Beginn der Arbeiten sehr von seinem Betreuer abhängig. Es empfiehlt sich daher insbesonders auf die Erfahrungen eines potentiellen Betreuers zu achten. Bestenfalls sollte Kontakt zu ehemaligen Promovierenden hergestellt werden. Denn nichts geht über Erfahrungsberichte aus erster Hand. Darüber hinaus ist es sinnvoll, immer auch einen Zweitbetreuer hinzuzuziehen. Nicht nur, dass eine zweite Meinung nie schaden kann, es besteht so auch rein quantitativ mehr Betreuung.

Da es sich bei diesem Betreuungsverhältnis neben der wissenschaftlichen Ebene auch um eine gewöhnliche zwischenmenschliche Beziehung handelt, ist ein grundsätzliches Sympathiempfinden von Vorteil. Darüber hinaus empfiehlt sich eine Betreuungsvereinbarung, in der beide Seiten ihre Rechte und Verantwortlichkeiten im Voraus ausführen. Auf diese Weise werden Probleme und kritische Fragestellungen häufig schon im Keim erstickt und einer erfolgreichen Promotion steht nichts mehr im Wege.

 

Die Wahl von Promotionsthema und Betreuer bedarf also genauer Planung. Wichtig ist vor allem die genaue Ortung der eigenen Interessen und Forschungsziele, eine entsprechende Finanzierung sowie die Wahl eines passenden Erst- und Zweitbetreuers sowohl für die Thematik der Dissertation als auch für den Promovierenden selbst.

 

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Über den Autor

Finn Holzky

Finn Holzky

Schreibt neben seinem Jurastudium seit 2 Jahren für TalentRocket und hat gerade sein 1. Staatsexamen in Göttingen hinter sich gebracht.

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