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Finanzbehörde Hamburg -Steuerverwaltung-

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1.7.2022
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Abwechslungsreiche Tätigkeit mit hoher Verantwortung - nie wieder Back Office

Arbeitet als Volljurist (m/w/d) in Hamburg

Nachdem ich direkt im Anschluss an mein zweites Staatsexamen zunächst einige Zeit in der freien Wirtschaft als Anwältin tätig war, suchte ich nach neuen Herausforderungen im beruflichen Kontext. Dass das Zuarbeiten im Back Office auf lange Sicht nicht nicht das sein sollte, wofür ich jahrelang studiert hatte, war mir relativ schnell klar und auch, dass das, was mir der Job in der Kanzlei zurück gab, nicht die erwarteten und zwingend notwendigen unbezahlten Überstunden aufwog. Ich entschied daher, mich bei der Steuerverwaltung zu bewerben und möchte hier einen kleinen Einblick in meine erste Zeit hier und in meine Arbeit als Sachgebietsleiterin geben. ~Bewerbungsprozess und Onboarding~ Im Vergleich zur freien Wirtschaft ist der Bewerbungsprozess in der Behörde etwas ganz anderes. Es geht sehr viel strukturierter zu. In dem mehrstufigen Verfahren wird man zunächst zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, dass ich - trotz einiger "Stressfragen" - als sehr kollegial empfand. Überwindet man diese Hürde, wird man zum so genannten "Rathaustermin" eingeladen. Auf diesen kann man sich über mehrere Wochen vorbereiten, hier wird maßgeblich die persönliche Eignung geprüft. Immerhin erwartet einen hier - völlig unabhängig von Alter und Vorerfahrungen - sofortige Führungsverantwortung und eigenverantwortliche Entscheidung von Fällen im Namen der Steuerverwaltung. Hat man den Bewerbungsprozess erfolgreich hinter sich gebracht, folgt ein - wie ich glaube - einmaliges Onboarding. Das erste Jahr im Amt ist einzig dazu gedacht, den neuen Sachgebietsleitungen einen Einblick in das neue Aufgabenfeld zu geben. Hierbei durchläuft man, neben drei jeweils einmonatige Lehrgängen und einer Station in der Finanzbehörde, mehrere Stationen im Amt, bei denen man von einem erfahrenen Mentor, meist auch Jungjuristen, begleitet wird und darf schließlich sozusagen "mit Stützrädern" erste Erfahrungen in einem Probesachgebiet machen und sich in Personalführung versuchen. Das alles geschieht bereits bei vollen Bezügen. ~Arbeitsalltag und Aufgaben~ Nach dem Einweisungsjahr wechselt man in seinen Ersteinsatz. Während im ersten "richtigen" Jahr noch immer begleitende Fortbildungen zu fachlichen Themen, aber auch zum Thema Personalführung belegt werden, sammelt man ab dem ersten Tag echte Erfahrungen und besucht zudem Besprechungen und Treffen, bei denen man mit anderen jungen Juristen und anderen Kollegen ins Gespräch kommt. Mehr oder weniger regelmäßig gibt es auch kleine "After Work Events" wie den "Juristenstammtisch", zu dem auch dienstältere Kollegen und Kolleginnen erscheinen und die sich sehr gut anbieten, um etwaige Berührungsängste abzubauen. Der klassische Arbeitsalltag und die Aufgaben reichen von fachlicher Arbeit in Rechtsbehelfsstellen, in denen in Hamburg die Juristen ihre Klageverfahren mithilfe erfahrener Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen selbst bespielen, über Dienst- und Fachaufsicht bis hin zu - und das nimmt einen großen Teil ein - Personalführung. Beziehungsaufbau, Organisation, Mitarbeitermotivation, Beurteilungen der Mitarbeiter, Problem- und Konfliktlösung, aber auch gemeinsame Unternehmungen werden durch die Sachgebietsleitungen betrieben. Dank flacher Hierarchien und kooperativer Führung entsteht ein sehr angenehmes Klima mit einem respektvollen und offenen Umgang. Das "klassische Beamtentum" stirbt nach und nach aus und die nachfolgenden Generationen wissen einen frischen Blick und Veränderungen mehr und mehr zu schätzen. Gerade hier punkten wir jungen Juristen mit einem Blick "von Außen", den wir vielleicht schon in erster Tätigkeit in Kanzleien erwerben konnten. Schriftsätze ans Gericht, Schreiben an Steuerpflichtige und Berater, Telefonate… Vom ersten Tag im Ersteinsatz an sind wir selbst verantwortlich für das, was wir tun und raus schicken. Das ist im ersten Moment ein wenig erschreckend, man wächst allerdings schnell in diese Aufgabe hinein und lernt die Eigenverantwortlichkeit, die uns ein hohes Maß an Flexibilität ermöglicht, sehr zu schätzen. Liegen Fälle, aufgrund großer Bedeutung oder hoher Summen, außerhalb der eigenen Kompetenz, stehen uns die Amtsleitungen in aller Regel für Abstimmungen und die abschließende Entscheidung zur Seite. ~Karrieremöglichkeiten~ Den allermeisten Juristen in unseren Kreisen fehlt die typische "Ellbogenmentalität", die wir klassischerweise aus dem Studium, dem Referendariat und dem Kanzleialltag kennen. Natürlich muss man sich, wenn man eine Tätigkeit in der Finanzbehörde oder später als Amtsleitung anstrebt, gegen Mitbewerber durchsetzen. Gleichwohl habe ich das Gefühl, dass einem alle kleinen und großen Erfolge mit weit überwiegender Mehrheit gegönnt werden. Das Beurteilungssystem sorgt dafür, dass sowohl persönliche Leistung, als auch Dienstzeit in die Frage der Beförderung einbezogen wird. Ein kleiner Nachteil daran ist natürlich, dass "rechts überholen" nicht so leicht fällt, wie als High Performer in einer Großkanzlei. Bereits im Einstiegsamt (A13) besteht die Möglichkeit, sich auf diversen Spielwiesen auszutoben. Neben der klassischen Leitung eines Sachgebietes besteht die Möglichkeit, an der Norddeutschen Akademie der Finanzen neben- oder hauptamtlich zu dozieren. Zudem gibt es, neben den typischen Finanzämtern, in Hamburg noch Spezialämter, in denen andere Menschen, aber auch andere Aufgaben warten. So kann man sich etwa beim Finanzamt für Prüfungsdienste und Strafsachen auch mit (steuer-)strafrechtlichen Sachverhalten auseinandersetzen. Grundsätzlich besteht weiter die Möglichkeit, im Laufe der Dienstzeit in die Finanzbehörde zu gehen und dort gestaltend an Gesetzesänderungen mitzuwirken, die Organisation der Steuerverwaltung zu begleiten oder sich mit Personalthemen zu befassen. Hier ist natürlich die Spitze der Pyramide und längst nicht jeder Jungjurist wird irgendwann gesichert Amtsleiter - aber das will ja auch nicht jeder. ~Gehalt ~ Das Gehalt ist in Ordnung, kommt immer pünktlich und wird in planbaren zeitlichen Abständen aufgrund der steigenden Erfahrungsstufen erhöht. Ein großer Vorteil ist die Transparenz: Mit ein bisschen Rechnen kann sich jeder denken, was der Kollege wohl - aufgrund seines Dienstalters - verdienen mag, sodass ein "Gender Pay Gap" oder große Unterschiede für die gleiche Arbeit ausgeschlossen sind. Da kein Verhandlungsspielraum besteht, mag sich bei höherem Dienstalter allerdings eine gewisse Diskrepanz zum Gehalt in anderen Kanzleien ergeben und Großkanzleien hängen uns selbstverständlich auch ab. Nicht zu vergessen ist allerdings, dass die Pension, die im Ruhestand gezahlt wird, auch deutlich oberhalb der von den Versorgungswerken gezahlten Bezüge liegt und dass auch im längeren Krankheitsfall eine Entgeltfortzahlung erfolgt. Wünschenswert wäre jedoch eine inflationsdeckende Erhöhung der Bezüge. ~Flexibilität ~ Zunehmend mehr wird die Möglichkeit, auch in Führungspositionen im Home Office zu arbeiten. Das erhöht natürlich die Flexibilität und die Vereinbarkeit von zum Beispiel Beruf und Familie. Zwar liegt die Verwaltung in Sachen Digitalisierung noch deutlich hinter den meisten Kanzleien, insbesondere was papierloses Verfahren (Stichwort Umweltschutz) und elektronische Aktenführung angeht, das Thema wird aber gesehen und angegangen - es dauert eben etwas länger. Die technische Ausstattung ist weitestgehend in Ordnung, aber wahrscheinlich im Vergleich zur Arbeit in der freien Wirtschaft das größte Manko. Auch hier sind jedoch Neuerungen im Gange, um den Spagat zwischen Datensicherheit und Modernisierung zu gewährleisten. Großer Vorteil ist die Gleitzeitregelung. Außerhalb der Kernzeiten kann nahezu frei gearbeitet werden, sodass auch nachmittägliche Termine kein Problem darstellen. Überstunden können problemlos und ohne große Abstimmung abgebaut werden. ~Fazit~ Wer eine Arbeit sucht, die über den klassischen Tellerrand der Juristerei schaut und wer gerne selbstbestimmt Entscheidungen treffen möchte und Verantwortung übernimmt, der hat mit der Steuerverwaltung einen flexiblen Arbeitgeber, der einem vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet.

Arbeitsatmosphäre

Work-Life-Balance

Karrieremöglichkeiten

Gehalt

Weiterbildungsmöglichkeiten

Reputation

Diversity

Umweltbewusstsein

Benefits, die dieser Arbeitgeber bietet

Coaching
Familienunterstützung
Flexible Arbeitszeiten
Home Office
Jobticket
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1.7.2022
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Eine gute Mischung aus Personalführung, juristischen und organisatorischen Aufgaben

Arbeitet als Volljurist (m/w/d) in Hamburg

Als Sachgebietsleitung in der Steuerverwaltung führt man ein Team von ca. 10-15 Mitarbeitern, die in unterschiedlichen Bereichen tätig sein können. Von Einkommensteuer und Körperschaftssteuer über Vollstreckung und Betriebsprüfung bis hin zu Rechtsbehelfsstellen ist alles möglich. Durch ein Rotationssystem wechselt man alle paar Jahre das Amt in dem man tätig ist und bekommt dadurch auch neue Sachgebiete und inhaltlich neue Aufgaben. Das Aufgabenspektrum ist relativ vielfältig. Zunächst führt man die fachliche Aufsicht über die Mitarbeiter und muss in bestimmten Fällen die Arbeitsergebnisse prüfen und zeichnen. Bei Rechtsbehelfsstellen fällt einem auch die Kommunikation mit den Gerichten und die Vertretung der Verwaltung vor Gericht zu. Häufig kommen die Mitarbeiter auch mit rechtlichen Fragen zu ihren Fällen auf einen zu. Weiter ist man für die Personalführung zuständig, was von Streitschlichtung und Mediation in den Teams über das Beurteilungsverfahren der Mitarbeiter bis hin zur Planung von Betriebsausflügen ein weites Feld darstellt. Auch die Einweisung neuer Juristen und die Betreuung von Referendaren können dazu gehören. Besonders Personen die neben juristischen Fähigkeiten auch eine soziale Ader und empathische Art haben können sich hier gut einbringen und bekommen Anerkennung für Fähigkeiten, die in der juristischen Ausbildung eher nicht so gefragt sind bzw. gefördert werden. Hinzu kommen noch allgemeine organisatorische Aufgaben. Es gibt perspektivisch auch noch mehr Möglichkeiten, sich in der Steuerverwaltung weiter zu entwickeln. Mann kann auch einer Dozententätigkeit an der Norddeutschen Akademie für Finanzen nachgehen. Dies ist sowohl nebenamtlich, zusätzlich zu einer Sachgebietsleiter Tätigkeit, als auch hauptamtlich möglich. Weiter gibt es auch die Option in der Finanzbehörde (Ministerium) in den Fachreferaten oder auch im Orga- oder Personalreferat als Jurist tätig zu sein. Die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern macht größtenteils sehr viel Spaß. Für mich persönlich ist es immer eine Bereicherung auch mit Nichtjuristen zusammen zu arbeiten und die unterschiedlichen Perspektiven und Ausbildungen nutzen zu können, um gemeinsam gute Ergebnisse zu erzielen. Es herrscht generelle auch nicht der bekannte Konkurrenzkampf, den man aus Kanzleien gewohnt ist, sondern das Team steht im Vordergrund. Auch die Zusammenarbeit mit den anderen Sachgebietsleitungen ist sehr professionell und trotzdem freundschaftlich. Die Steuerverwaltung bietet viele Veranstaltungen, wie einen Stammtisch und monatliche Regierungsräte Runden, um andere Juristen kennen zu lernen, mit denen man sich auch beruflich austauschen kann. Wenn man Fragen zu den eigenen Aufgaben hat gibt es immer jemanden, der einen gerne unterstützt. Grundsätzlich besteht in der Steuerverwaltung eine sehr gute Work-Live-Balance. Überstunden werden gesammelt und können als Urlaub genommen werden. In den Ämtern kann man abgesehen von der Kernarbeitszeit seine Arbeitszeit relativ flexibel gestalten. Die Möglichkeit auch als Führungskraft Home Office in Anspruch zu nehmen verbessert sich zusehends. Es gibt zudem viele flexible Arbeitszeitmodelle. Man kann beispielsweise für weniger Gehalt mehr Jahresurlaub beanspruchen oder auch ein Sabbatical ansparen. Es besteht auch kein unausgesprochener Druck oder die Erwartung dauerhaft Überstunden zu machen oder seinen Urlaub nicht zu nehmen, so wie es in Kanzleien häufig der Fall ist. Ob man während des Urlaubs erreichbar ist oder Mails liest, entscheidet man selbst. Positiv ist zudem anzumerken, dass man als Führungskraft meist auch sehr schöne geräumige Einzelbüros hat. Nachteilig ist dass die technische Ausstattung nicht immer so gut ist, wie man es sich vielleicht wünschen würde. Das Gehalt ist für die Tätigkeit und Arbeitszeit auch angemessen und mehr als ausreichend. Mit Großkanzleien kann die Verwaltung da natürlich aber nicht mithalten. Die schönsten Momente im Arbeitsalltag sind für mich, wenn man merkt, dass einem von den Mitarbeitern Wertschätzung entgegengebracht wird. Mein derzeitiges Team ist sehr sozial veranlagt und zeigt einem gerne, wenn sie mit der Arbeit der Führungskraft zufrieden sind. Da wird einem dann auch in der Mittagspause mal ein Eis mitgebracht oder gerne mitgeteilt, dass sie sich freuen, wenn man sich für sie einsetzt. Alles in Allem bin ich mit meiner Berufswahl bisher sehr zufrieden.

Arbeitsatmosphäre

Work-Life-Balance

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1.7.2022
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Vielfalt und keine Langeweile

Arbeitet als Volljurist (m/w/d) in Hamburg

Das Arbeit als Volljurist*in in der Steuerverwaltung Hamburg ist vor allem vielfältig. Man beginnt zunächst mit einem Einweisungsjahr. Während dieser Zeit lernt man die Steuerverwaltung und vor allem das Finanzamt genauer kennen. Man schaut in alle möglichen Bereiche des FA rein. Lehrgänge an der BFA ermöglichen einem denEinstieg ins Steuerrecht (keine Angst, wenn man keinen steuerrechtlichen Hintergrund hat!) und das Netzwerken mit anderen Kolleg*innen aus Deutschland. Nach dem Einweisungsjahr geht es direkt in den Ersteinsatz und man hat als Sachgebietsleitung gleich Führungsverantwortung. Man wird aber nebenbei auch darin geschult, verschiedene Fortbildungen helfen einem mit dieser neuen Aufgabe und Verantwortung umzugehen. Diese erste Zeit ist sehr spannend und man lernt ständig was neues. Der Arbeitsalltag beinhaltet nicht nur steuerrechtliches Arbeiten, sondern vor allem Personalführung. Was mir besonders gefällt, dass man als SGL sehr eigenverantwortlich arbeiten kann. Die Sachgebietsleitung hat einen weiten Entscheidungsspielraum. Im Laufe der Karriere hat man verschiedene Möglichkeiten seine Interessen zu entfalten und auch mal neues auszuprobieren. Diese Möglichkeit ohne den Arbeitgeber wechseln zu müssen ist einzigartig. Man kann lehren, sich fachlich austoben oder doch lieber strafrechtlich arbeiten. Diese und viele weitere Arbeitsbereiche deckt die Steuerverwaltung Hamburg ab. Die Steuerverwaltung Hamburg ist besonders dadurch geprägt, dass wir als Stadtstaat eine richtige Gemeinschaft bilden. Gerade den Jungjurist*innen, die hier einsteigen, wird viel Raum zum Kennenlernen der anderen Kolleg*innen in Hamburg gegeben. Regelmäßige Treffen zum Austauschen können sehr hilfreich sein, um auch mal über komplexere Situationen mit den anderen zu sprechen. Aber auch die restlichen Kolleg*innen in Hamburg zeichnen sich vor allem durch Hilfsbereitschaft aus. Egal wen man wo in Hamburg anruft, jeder ist bereit zu helfen und das macht unsere Steuerverwaltung sehr aus. Die Steuerverwaltung Hamburg bringt zudem die Vorteile mit, die die FHH als Arbeitsgeber groß schreibt: flexible Arbeitszeitmodelle, work-life-balance, 30 Tage Urlaub und vieles mehr. Wer Lust auf einen abwechslungsreichen Job, Führungsverantwortung und nette Kolleg*innen hat, ist bei uns genau richtig. Hier lernt man nie aus und es wird dadurch auch nie langweilig!

Arbeitsatmosphäre

Work-Life-Balance

Karrieremöglichkeiten

Gehalt

Weiterbildungsmöglichkeiten

Reputation

Diversity

Umweltbewusstsein

Benefits, die dieser Arbeitgeber bietet

Familienunterstützung
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13.6.2022
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Sofortige Führungsverantwortung und on top: hilfsbereite, nette Kollegen

Arbeitet als Volljurist (m/w/d) in Hamburg

Zuallererst: ich kann den Arbeitgeber nur weiterempfehlen! Der Mensch steht hier definitiv noch im Fokus. An jeder Ecke kann man nette Gespräche führen und kann nicht nur Arbeitskollegen, sondern auch Freunde finden. Gerade für Juristen ist es eine Tätigkeit, die diverser nicht sein kann. Man hängt nicht tagelang über Akten, sondern hat wirklich einen bunten Blumenstrauß an Aufgaben. Zunächst ist hier die Mitarbeiterführung zu nennen. Eine solche Position gleich zu Beginn inne zu haben, geht natürlich mit viel Verantwortung einher - man lernt aber unheimlich viel über Menschen und deren Handlungen sowie auch über sich selbst. Man kann quasi jeden Tag aufs Neue über sich hinauswachsen! Außerdem wird man nicht ins kalte Wasser geschmissen, sondern kommt in den Genuss von diversen Fortbildungen. Zudem bleiben auch die Kernjuristenaufgaben durchaus nicht auf der Strecke. Man hat vielfältige Rechtsgebiete, in welche man sich einarbeiten kann (ja, nicht nur Steuerrecht, sondern auch insolvenzrechtliche Fälle, BGB und StPO können eine Rolle spielen). Es wird somit nie langweilig! Ferner ist auch die Prozessvertretung und damit der Kontakt zum Gericht an der Tagesordnung. Was mir besonders gut gefällt: das Teambuilding. Die Juristen haben Stammtische und Runden, wo sich ausgetauscht, connected und über Erfahrungen berichtet werden kann. Home-Office ist auch möglich, was auch für mich wichtig war. Alles in allem bereue ich nicht, aus der freien Wirtschaft (Anwältin) zu der Finanzbehörde gewechselt zu haben. PS: Kaffee gibt es auch ganz viel :-)

Arbeitsatmosphäre

Work-Life-Balance

Karrieremöglichkeiten

Gehalt

Weiterbildungsmöglichkeiten

Reputation

Diversity

Umweltbewusstsein

Benefits, die dieser Arbeitgeber bietet

Coaching
Familienunterstützung
Flexible Arbeitszeiten
Home Office
Jobticket
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13.6.2022
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Fachliche und personelle Verantwortung trotz Work-Life-Balance - das geht!

Arbeitet als Volljurist (m/w/d) in Hamburg

Nach einigen Jahren als Rechtsanwältin in einer Großkanzlei wollte ich mich beruflich etwas verändern und habe mich auf eine Stellenanzeige der Hamburger Steuerverwaltung beworben. Nachdem ich das Vorstellungsgespräch und den obligatorischen „Rathaustermin“ (Assessment-Center) erfolgreich hinter mich gebracht hatte, fand ich mich im Einweisungsjahr in einem der Hamburger Finanzämter wieder. Nach gerade einem halben Jahr meiner Tätigkeit in der Steuerverwaltung kann ich sagen, dass die Einsatzmöglichkeiten und die Tätigkeitsfelder für Juristen sehr vielfältig sind, so dass ich hier nur einen groben Überblick sowie meine eigenen Erfahrungen schildern möchte. Juristen werden in der Steuerverwaltung als Sachgebietsleiter eingesetzt und haben damit nicht nur den Fachbereich zu verantworten, sondern werden auch mit Personalführungsaufgaben betraut. Der typische Arbeitsalltag einer Sachgebietsleitung ist abhängig davon, in welchen Dienststellen man eingesetzt wird (Körperschaftssteuer-, Einkommenssteuer-, Feststellungs-, Rechtsbehelfs-, Erhebungs- oder Betriebsprüfungsstelle, nur um einige zu nennen). So begleitet man z.B. in der Rechtsbehelfsstelle die Einspruchsverfahren und vertritt die Finanzämter auch vor Gericht. Die Einsatzmöglichkeiten von Juristen gehen aber weit über die Tätigkeit in den Finanzämtern hinaus. Zum einen gibt es nicht nur die regionalen Finanzämter. So befasst man sich zum Beispiel beim Finanzamt für Prüfungsdienste und Strafsachen auch mit in den Medien sehr präsenten Fällen des Steuerstrafrechts. Im Finanzamt für Großunternehmen verantwortet man teilweise Fälle mit einem erheblichem Steueraufkommen. Aber auch ein Einsatz in der Finanzbehörde in einem der Referate ist möglich, wo man eng mit der Politik zusammenarbeitet und an der Gesetzgebung in Steuersachen mitwirkt. Und wer an wissenschaftlicher Tätigkeit interessiert ist, hat die Möglichkeit, an der Norddeutschen Akademie für Finanzen und Steuerrecht zu referieren. Positiv aufgefallen ist mir sofort der Zusammenhalt innerhalb des Kollegenkreises und in den einzelnen Teams. Es herrscht ein respektvoller Umgang miteinander. In Zeiten des Personalmangels (z.B. aufgrund der COVID bedingten Ausfälle) werden mit Selbstverständlichkeit und ohne Zuteilungen, sondern freiwillig, Vertretungen für einander übernommen. Neue KollegInnen werden mit großer Hilfsbereitschaft, Geduld und Engagement eingearbeitet (so wird man an allen Besprechungen beteiligt, in die gerichtlichen Verhandlungen mitgenommen und es wird einfach mitgedacht, was für Optionen oder Fortbildungen für die neuen KollegInnen interessant sein könnten). Die KollegInnen sind empathisch und zeigen ehrliches Mitgefühl und Interesse in schwierigen Zeiten (als gebürtige Ukrainerin habe ich aufgrund der aktuellen Ereignisse in der Ukraine sehr viel Unterstützung von meinen KollegInnen erfahren). Man begegnet sich aber auch mit Vertrauen und übergibt schon früh Verantwortung (so durfte ich auch als noch relativ neue Kollegin Vertretungen für andere SachgebietsleiterInnen übernehmen und mir wurde auch ein gewisser fachlicher Entscheidungsspielraum überlassen). Die positiven Eigenschaften der Tätigkeit in der Steuerverwaltung sind, dass man hier schon sehr früh Verantwortung im fachlichen aber auch im personellen Bereich übernehmen kann. In diesem Rahmen hat man auch den entsprechenden Entscheidungsspielraum und muss - anders als in der Anwaltschaft - nicht etwas vertreten, wo man selbst nicht hinter steht. Man hat die Möglichkeiten, die Gesetze und das Recht so anzuwenden, wie es nach eigener Rechtsauffassung richtig erscheint. Darüber hinaus ist man zeitlich flexibel und organisiert seine Arbeit weitgehend selbst. Dementsprechend wird hier „Work-Life-Balance“ tatsächlich gelebt und nicht nur in der Stellenbeschreibung in Aussicht gestellt. Selbstverständlich müssen auch hier gewisse Statistiken erfüllt und viele Fälle bearbeitet werden. Aber es liegt in der eigenen Hand und im eigenen Pflichtbewusstsein, wie man die Arbeit gestaltet. Man ist kaum fremdbestimmt. Und wer Karriere machen möchte, für den gibt es in der Steuerverwaltung ebenfalls viele Möglichkeiten. Von der Referatsleitung in der Finanzbehörde bis zur Amtsleitung eines der Finanzämter ist alles drin. Lediglich die Digitalisierung und die technische Ausstattung hat aus meiner Sicht noch Potential. Manche Programme benötigen leider noch etwas länger, bis sie vollständig laufen. Aber dieses Phänomen ist mir auch an anderen Stellen begegnet und ist nichts verwaltungsspezifisches. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ich sehr froh bin, die Entscheidung für die Steuerverwaltung getroffen zu haben. Zugegeben, die erste Zeit war gewöhnungsbedürftig. Dies liegt aber daran, dass ich aus dem Berufsleben zunächst gefühlt wieder ins Referendariat kam. Dies ist aber natürlich erforderlich, damit man einen Überblick bekommt, was einen später als Sachgebietsleitung erwartet. Und je mehr Einblicke ich erhalte, desto mehr freue ich mich schon darauf, bald mein eigenes Sachgebiet zu bekommen und endlich „loszulegen“.

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