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Ausgetretene Karrierepfade adé

Mit Baker McKenzie den richtigen Weg finden und flexibel bleiben


veröffentlicht am 06.07.2020

Laura Bortels ist Associate der Praxisgruppe Public Law bei Baker McKenzie in Berlin. Vor zwei Jahren stieg sie auf dem Associate Alternative Track in die Kanzlei ein. Sie betreut schwerpunktmäßig gerichtliche Streitigkeiten und kann so Familie und Karriere bestmöglich miteinander in Einklang bringen.

Silke Fritz LL.M. ist Wirtschaftsjuristin und Counsel der Praxisgruppe Banking & Finance bei Baker McKenzie in Frankfurt. Seit mehr als zehn Jahren berät sie Banken, Finanzinvestoren sowie Kreditnehmer in bank- und finanzrechtlichen Angelegenheiten. Sie spürt im Arbeitsalltag keinen Unterschied zu den Volljuristen im Team. Denn es geht bei Baker McKenzie um Erfahrung, nicht um Status.

Laura Bortels Baker McKenzieSilke Fritz Baker McKenzie
Schätzen die Flexibilität des Alternative Tracks: Laura Bortels (li.) und Silke Fritz (re.)


Frau Fritz, worin unterscheiden sich der Associate Alternative Track und die klassischen Modelle bei Baker McKenzie voneinander und wie flexibel lässt sich die Arbeit hier gestalten?

Silke Fritz: Der wichtigste Unterschied für mich ist, dass der Associate Alternative Track auch Wirtschaftsjuristen offensteht. Die Kanzlei hat schon früh, 2014, diesen flexiblen Karriereweg eingeführt, um engagierten Juristen, Steuerberatern und Ökonomen eine Alternative zum klassischen Partner Track zu bieten. Der Weg kann z.B. in eine dauerhafte Counsel Position münden. 
 

Volljuristen eröffnet der Alternative Track die Möglichkeit, dauerhaft in einer internationalen Großkanzlei zu arbeiten mit einer geringeren Stundenanforderung und weniger Business Development Aktivitäten. Wer später doch noch zum Partner aufsteigen will, kann vom alternativen Karriere Track auf den klassischen Partner Track wechseln. 


Da ich weitestgehend eigenständig arbeite, kann ich meine Arbeit sehr flexibel gestalten.


Frau Bortels, Sie sind seit fast zwei Jahren bei Baker McKenzie und haben sich ebenfalls für den alternativen Track entschieden. Wussten Sie bereits vor Ihrem Start in der Kanzlei von der Möglichkeit?

Laura Bortels: Ja, von den verschiedenen Karrieremodellen hatte ich bereits vor meiner Bewerbung bei Baker McKenzie gelesen. Die Kanzlei hatte schon damals die verschiedenen Bedürfnisse von Juristen in verschiedenen Lebensphasen im Blick und die Möglichkeit, individuell auf diese einzugehen. 
 


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Hatten Sie Bedenken, auf diesem Pfad zu starten, Frau Bortels? 

Laura Bortels: Neue Wege gehen oft auch mit Ungewissheit und wenig Erfahrungswerten einher. So habe auch ich mir Gedanken gemacht, ob der Alternative Track eine geeignete Option für mich ist. Ich konnte mich dann im Gespräch mit meinem heutigen Mentor, meinem Team und der HR Abteilung davon überzeugen, dass dieser Karrierepfad gut zu meiner Lebenssituation und meinen Bedürfnissen passt und mir ein Bild machen, wie er für mich funktioniert. Das hat mich überzeugt – bis heute. Ein Vorteil gegenüber dem Partner Track ist die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. 
 

Frau Fritz, wie erleben Sie das, auch angesichts kurzfristiger Deadlines, die der Beruf gelegentlich mit sich bringt?

Silke Fritz: Meine Arbeit besteht größtenteils aus Transaktionsarbeit, wo Flexibilität in Sachen Arbeitszeiten natürlich eine wichtige Rolle spielt. Das war aber für mich nie ein Thema. Zudem gibt es auch ruhigere Zeiten, die man dann nutzen kann, um einen Ausgleich zu schaffen. 
 

Gibt es, verglichen mit dem Partner Track, Unterschiede in der täglichen Arbeit, beispielsweise in der Mandatsarbeit, Frau Fritz?

Silke Fritz: Nein, Unterschiede kann ich hier keine feststellen, weder in der Zusammenarbeit innerhalb der Kanzlei noch mit Mandanten. Beim Thema Business Development konnte ich es ein wenig relaxter angehen lassen im Vergleich zu Kollegen auf dem Partner Track. Für meine Arbeit stand es nicht ganz so im Vordergrund, einen Business Case zu entwickeln. 
 


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Der Alternative Track zeichnet sich u.a. auch durch die Möglichkeit aus, jederzeit auf den Partner Track zu wechseln. Frau Bortels, ist ein Wechsel an zusätzliche Bedingungen geknüpft und problemlos in beide Richtungen möglich?

Laura Bortels: Ja, die Bedingungen werden angepasst und ein Wechsel ist in beide Richtungen möglich. Dieser Schritt wird in enger Absprache mit dem jeweiligen Mentor, der Praxisgruppenleitung und HR durchgeführt und den Umständen angepasst. Ich habe persönlich noch keine Erfahrungen mit einem Wechsel auf den Partner Track. Die Stärke der verschiedenen Karrieremodelle besteht aber gerade auch in ihrer Flexibilität und Ausrichtung auf die individuellen Bedürfnisse.
 

Die Erwartungen steigen bei einem Wechsel in den Partner Track, aber auch auf diesem Karriereweg gibt es die Möglichkeit für Teilzeitmodelle, die auch Kolleginnen und Kollegen in unserer Kanzlei nutzen. So kann man sich den geänderten Anforderungen schrittweise und sehr flexibel nähern. 

 


Welche Argumente sprachen für Sie, sich für den Associate Alternative Track zu entscheiden, Frau Bortels?

Laura Bortels: Für mich ermöglichte der Associate Alternative Track, meinen familiären Verpflichtungen nachzukommen und gleichzeitig in einem anspruchsvollen und internationalen Arbeitsumfeld zu arbeiten. Dieses Modell versprach, Beruf und Familie bestmöglich zu vereinen und hat dieses Versprechen gehalten. 
 


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Wie wird die Alternative zum Partner Track von Kollegen und Kolleginnen wahrgenommen, Frau Bortels und Frau Fritz? 

Laura Bortels: Als wertvoll und fortschrittlich, Kolleginnen und Kollegen auf dem Alternative Track sind gleichwertige Mitglieder des Teams. 

Silke Fritz: Kurz und knapp: Es gibt überhaupt keine Unterschiede, weder in den Mandaten und im Staffing, noch in der Wertschätzung. 
 

Gibt es auch kritische Stimmen oder ggf. Nachteile, die zu einem späteren Zeitpunkt, wenn auch unbegründet, befürchtet werden, Frau Bortels?

Laura Bortels: Es scheint mir naheliegend, dass ein Kollege, der im gleichen Berufsjahr, aber von Anfang an in Vollzeit auf dem Partner Track ist, schnellere Entwicklungsfortschritte macht. Das empfinde ich aber nicht als Nachteil, sondern als – auch für das Betriebsklima – nahezu erforderlichen Ausgleich, um die verschiedene Arbeitsbelastung zu rechtfertigen. 
 

Frau Fritz, welche beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten gibt es auf dem Alternative Track?

Silke Fritz: Associates auf dem Partner Track und dem Alternative Track entwickeln sich grundsätzlich parallel, nur sind die Anforderungen leicht angepasst. Die Entwicklungsmöglichkeiten, die die Kanzlei bietet, stehen allen Associates offen, alle nehmen an Peer-, Praxisgruppen- und weiteren lokalen und globalen Meetings teil, oft auf EMEA-Ebene.
 

Auch als Associate des Alternative Tracks kann man einen Booster erhalten – ein vor ca. zwei Jahren eingeführtes Budget, das Associates ab ihrem dritten Berufsjahr bei uns für Business Development, Innovation und ähnliche Projekte verwenden können. 


Während der Partner Track irgendwann die Entscheidung zum Local Partner vorsieht, bietet der Alternative Track die Möglichkeit, Counsel zu werden. Volljuristen steht zudem, ausgehend vom Alternative Track, der Wechsel auf den bzw. zurück auf den Partner Track offen.
 

Baker McKenzie ist eine Großkanzlei, in der nicht nur Volljuristen und Volljuristinnen tätig sind, sondern auch Wirtschaftsjuristen und -juristinnen und Ökonomen. Steht die Tür des Alternative Tracks grundsätzlich allen offen, Frau Fritz?

Silke Fritz: Ja, genauso ist es gewollt und wird es auch gelebt. Derzeit befinden sich acht Volljuristen, acht Wirtschaftsjuristen und zwei Kollegen mit einer Zulassung im Ausland auf dem Alternative Track. Voraussetzung ist auch hier, dass man überdurchschnittliche Qualifikationen mitbringt. 
 


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Frau Bortels, welche Rolle spielt die Praxisgruppe, der man angehört? Gibt es hier Unterschiede zwischen einzelnen Fachbereichen?

Laura Bortels: Ich persönlich betreue viele gerichtliche Streitigkeiten, die durch ihre Schriftsatzfristen und langfristige Terminierung gut planbar sind. Das ist sicherlich in Praxisgruppen mit einem kurzfristigen und unvorhersehbaren Beratungsbedarf eine größere Herausforderung und im Einzelfall mit dem Mentor und Team abzustimmen.  
 

Sehen Sie den Associate Alternative Track im Vergleich zu den klassischen Karrieremodellen als nachhaltiges Programm, das in den kommenden Jahren stärker nachgefragt sein wird, Frau Fritz?

Silke Fritz: Ich glaube ja. Viele jüngere Kollegen haben heute einen stärkeren Wunsch nach einer ausgeglichenen Work-Life-Balance als dies noch vor einigen Jahren der Fall war. Zudem verändert sich das Kanzleiumfeld aus verschiedenen Gründen, z.B. wegen der Globalisierung und der Digitalisierung. Und längst sind neben hervorragenden Volljuristen auch andere Spezialisten wie Project Manager, Legal Technicians, Product Developer und eben auch Wirtschaftsjuristen gefragt.
 


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Karriere machen und erfolgreich sein – Ziele, die oft mit der Laufbahn des Partners oder des Counsel und langen Arbeitszeiten assoziiert werden. Aber ist dem wirklich so oder erteilt der Associate Alternative Track diesem Klischee eine Absage, Frau Bortels?

Laura Bortels: In erster Linie berücksichtigt der Alternative Track besonders die neben dem Beruflichen liegenden Verpflichtungen und Bedürfnisse des Associate. Wer sich für eine Großkanzlei wie Baker McKenzie entscheidet, weiß, dass Mandanten hohe Ansprüche an die Arbeit von Juristen haben, die Arbeit sehr komplex und dadurch spannend und vielschichtig ist.
 

Auf dem Alternative Track konnte ich mich gleichzeitig immer darauf verlassen, dass Rücksicht darauf genommen wird, dass meine Arbeitszeiten in der Regel planbar und voraussehbar sind. 


Frau Fritz, was möchten Sie Ihren jetzigen sowie zukünftigen Kollegen und Kolleginnen empfehlen, die noch unentschlossen sind?

Silke Fritz: Es ist sehr wichtig, sich über seine Situation, seine Bedürfnisse und Karriereziele Klarheit zu verschaffen und die Argumente für den einen oder anderen Karriereweg abzuwägen. Da ein Wechsel aber fast jederzeit möglich ist, ist hier nichts in Stein gemeißelt und an die Lebenssituation, Präferenzen und sich ändernde Prioritäten anpassbar. 
 

Für Nicht-Volljuristen ist der Alternative Track ein attraktives Karrieremodell. In einer Großkanzlei bietet das Modell sehr gute Chancen gerade auch für Wirtschaftsjuristen. 

 

Ihr Fazit?

Silke Fritz: Als ich vor gut zehn Jahren in das Berufsleben startete, war das Berufsbild des Wirtschaftsjuristen in Kanzleien noch eher neu und es bestand teilweise Unsicherheit über die Einsatzmöglichkeiten. Das hat sich im Laufe der Zeit geändert. 

Persönlich habe ich seitens HR, des Managements und besonders innerhalb meines Teams immer große Unterstützung erfahren. Associates auf dem Partner Track und dem Alternative Track werden gleichbehandelt. 

Dass der Alternative Track bei Baker McKenzie Deutschland gelebt wird und eine echte Alternative zu herkömmlichen Karrieremodellen darstellt, zeigt auch, dass mich die Partnerschaft zum 1. Juli dieses Jahres zum Counsel ernannt hat.

Laura Bortels: Aktuell bedeutet der Associate Alternative Track für mich, mich nicht zwischen anspruchsvollen und interessanten Mandaten einer Großkanzlei und familiären Verpflichtungen entscheiden zu müssen. Für die Zukunft bedeutet das Perspektive und die Möglichkeit, in einer neuen Lebensphase auch auf den Partner Track wechseln zu können, ohne den Arbeitgeber wechseln zu müssen. Für mich ein Gewinn in jeder Hinsicht.
 

Vielen Dank, Frau Fritz und Frau Bortels!

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