Juristen in der Steuerberatung

Voraussetzungen, Einstieg und Entwicklungsmöglichkeiten


veröffentlicht am 13.06.2016


Viele Juristen arbeiten im Bereich des Steuerrechts. Kein Berufsfeld, das dem klassischen juristischen Werdegang entspricht, aber mit Sicherheit ein vielfältiges und zukunftsträchtiges. Dabei tritt man nicht – wie es oft der Fall ist – nur mit anderen Juristen in Konkurrenzkampf, sondern muss sich auch insbesondere gegen Wirtschaftswissenschaftler durchsetzen. Diese werden in ihrem Studium mit der Steuerlehre oft enger vertraut gemacht, als die Rechtswissenschaftler.

 

Voraussetzungen

Um sich für Steuerberatungsgesellschaften attraktiv zu machen, empfiehlt es sich, schon früh die Weichen zu stellen. Eine Schwerpunktsetzung im Steuerrecht und idealerweise auch eine wirtschaftswissenschaftlich ausgerichtete Zusatzausbildung, wie sie beispielsweise die Universitäten in Bayreuth und Passau anbieten, werden gerne gesehen und erleichtern den Einstieg. Vor der Steuerberaterprüfung gilt es generell, eine zweijährige Tätigkeit im Bereich des Steuerrechts absolviert zu haben.

Fremdsprachenkenntnisse sind auch hier von großer Bedeutung. Mit der zunehmenden Internationalisierung der Wirtschaftsbeziehungen wird auch das Steuerrecht immer globaler. Man sollte deshalb keine Scheu davor haben, im Arbeitsalltag Englisch zu sprechen.

 

Vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten

Neben Steuerberatungsgesellschaften gibt es in großen Kanzleien auch eigene Steuerrechtsabteilungen. Möchte man lieber sein eigener Chef sein, gibt es die Alternative, sich selbstständig zu machen. Wofür man sich auch entscheidet – es bleibt immer abwechslungsreich. Die Bandbreite an Aufgaben reicht von der Steuererklärung über die Existenzgründung bis hin zur Vermögensverwaltung. Besonders in der heutigen Zeit, in der sich zunehmend neue Start-ups auf dem Markt platzieren, steigt auch der Bedarf an Beratung in diesem Bereich. Wer sich nicht für immer in dem Berufsbild des klassischen Steuerberaters sieht, der hat auch vielfältige Möglichkeiten, sich anderweitig zu orientieren. Beispielsweise in Richtung der Nachlass- oder Insolvenzverwaltung.

 

Die lieben Noten

In kaum einem Bereich sind Noten so relevant für den späteren Beruf, wie in den Rechtswissenschaften. An dieser Schnittstelle zur Wirtschaft sind sie natürlich auch nicht zu vernachlässigen. Was jedoch eine besondere Hürde darstellt, ist die Konkurrenz zu den Wirtschaftswissenschaftlern. Diese haben oft vertiefte Kenntnisse der Steuerlehre auf ihrer Seite. Im Gegensatz dazu wird aber an den Juristen im Steuerrecht oftmals ihr analytisches Denken geschätzt. Nichts desto trotz helfen natürlich auch hier – wie überall – gute Noten.

 

Wer sich neben den Rechtswissenschaften auch für Wirtschaftswissenschaften und insbesondere das Steuerrecht interessiert, der sollte die Steuerberatungsgesellschaften in den Fokus nehmen. An der Schnittstelle zwischen Jura und Wirtschaft zu sein und Unternehmen von der Pike an bei ihrem Start in den Markt zu unterstützen, eröffnet einen spannenden Blick über den juristischen Tellerrand.

 

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