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Was ist eigentlich...  die Kombination aus Real Estate & Gesellschaftsrecht?

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Was ist eigentlich... die Kombination aus Real Estate & Gesellschaftsrecht?

#Interview  #Fachbereich
 

Anlässlich unserer Reihe „Was ist eigentlich ...?“ hat uns die Anwältin Dr. Anja Christine Zimmermann einige Fragen zum Thema Real Estate in Verbindung mit Gesellschaftsrecht beantwortet. Außerdem kann sie uns einen Einblick in die tägliche Arbeit bei Rotthege Wassermann geben und erzählt, welche Situation bei Richtern Missmutigkeit auslöst. 

1. Woher kommt die besondere Kombination aus Real Estate und Gesellschaftsrecht bei Rotthege Wassermann?

Die Immobilienwirtschaft ist ein wichtiger Wirtschaftszweig, denn Immobilien stellen ca. 86% des deutschen Anlagevermögens dar. Insofern besteht hoher juristischer Beratungsbedarf, den ROTTHEGE I WASSERMANN seit Jahren erfüllt. Neben mittelständischen und großen (Familien-) Unternehmen beraten und begleiten wir nationale und internationale Projektentwickler, Bauunternehmen, Investoren und geschlossene Immobilienfonds – sowohl gesellschaftsrechtlich als auch immobilienrechtlich. Darüber hinaus haben wir unsere Praxis kontinuierlich ausgebaut auf Bau- und Architektenrecht, Gewerbliches Mietrecht und Öffentliches Bau- und Bauplanungsrecht.


2. Wie lange arbeiten Sie bereits bei Rotthege Wassermann?

Ich arbeite seit über fünf Jahren bei ROTTHEGE I WASSERMANN, davor war ich vier Jahre in einer internationalen Großkanzlei tätig.


3. Waren Sie schon immer auf das Immobilienwirtschaftsrecht spezialisiert?

Und wo liegt die Besonderheit in der Kombination mit Gesellschaftsrecht? Meine Spezialisierung liegt vorwiegend im Bereich Wirtschaftsrecht, insbesondere im Personen- und Handelsgesellschaftsrecht sowie bei Umstrukturierungs-/Restrukturierungsmaßnahmen und Unternehmenstransaktionen. Vor allem bei letzterem überschneiden sich in unserer Beratungspraxis Gesellschafts- und Immobilienwirtschaftsrecht. Wir beraten und begleiten eine Vielzahl von Immobilientransaktionen (asset und share deals). Hierzu bilden wir interdisziplinäre Teams von Immobilien-, Gesellschafts- und Steuerrechtlern sowie Wirtschaftsprüfern, um unsere Mandanten nicht nur rechtlich, sondern auch in wirtschaftlicher Hinsicht umfassend und optimal beraten zu können.


4. Wie viele Rechtsanwälte (Partner und Associates) arbeiten bei Rotthege Wassermann?

Im Bereich Recht arbeiten wir in einem sehr fokussierten Team von 15 Anwälten, darunter fünf Partner.

 

5. Was ist das Besondere an der Arbeit in einer mittelständischen Kanzlei im Vergleich zur Großkanzlei und im Vergleich zur kleinen Kanzlei?

Wir vergleichen uns nicht. Unsere Stärken liegen im eigenverantwortlichen Arbeiten in kleinen Teams, die sich selbst und ihre Beratungsleistung immer wieder kritisch hinterfragen und ausgehend von den rechtlichen und wirtschaftlichen Interessen unserer Mandanten optimieren. Partner und Associates diskutieren fachlich auf Augenhöhe, unsere Mandanten kennen und würdigen die Beratungsleistung jedes Einzelnen. Dabei können wir jederzeit auf umfassenden technischen und fachlichen support (online-Bibliotheken, Datenbanken etc.) zurückgreifen.

6. Wer sind üblicherweise die Mandanten, die Sie beraten? (Privatpersonen? Unternehmen?)

Neben überregionalen Projektentwicklern und (geschlossenen) Immobilienfonds beraten wir vorwiegend mittelständische bis große Unternehmen.  Genauso gehören aber auch Privatpersonen zu unserem Mandantenstamm; das können dann z.B. Gesellschafter sein, die ihre Beteiligung veräußern wollen oder Unterstützung bei der Wahrung ihrer Gesellschafterrechte benötigen.  


7.    Welches Mandat ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben und wieso?

Da fällt mir ein Beispiel aus dem (gewerblichen) Immobilienrecht ein: Unvergessen der Ortstermin hoch auf dem Dach eines Einkaufszentrums im Schnee mit – ob der widrigen äußeren Umstände etwas missmutigen – Richtern und Anwaltskollegen, die ihre Schneestiefel vergessen hatten.


8.    Was gefällt Ihnen an der Arbeit im Bereich Gesellschaftsrecht und Real Estate?

Die Aufgaben sind vielschichtig und immer wieder neu und herausfordernd. Wie so häufig, gibt es nicht „die“ richtige Lösung. Gefragt sind wirtschaftliches Denken, juristisches Know-how und ein hohes Maß an ergebnisorientierter Kreativität.


9.     Was raten Sie jungen Juristen, die sich gerne auf Gesellschaftsrecht und Real Estate fokussieren möchten?

Junge Kollegen sollten offen und neugierig für Neues sein. Das berufliche Umfeld für Anwälte ist dynamisch, wir wachsen stetig an den sich verändernden Anforderungen, die unsere Mandanten an uns stellen. Besonders wichtig im Gesellschafts- wie auch im Immobilienwirtschaftsrecht ist es, nicht nur fachlich auf dem neuesten Stand zu sein, sondern immer auch die wirtschaftlichen Interessen im Blick zu behalten.
 

10.    Wenn Sie eine Immobilie kaufen würden, was wäre das für eine Immobilie und vor allem wo?

Ein kleines Appartment in New York, das wäre schon schön …!

 

Vielen herzlichen Dank für das Interview!

 

Infobox Definition – Real Estate & Gesellschaftsrecht
Real Estate bezeichnet die rechtliche Beratung in sämtlichen Bereichen des Immobilienwirtschaftsrechts. Hierzu gehören neben Immobilientransaktionen, Projekt- und Finanzierungsentwicklung, Joint Ventures und Vermarktung auch das gewerbliche Mietrecht, Bau- und Architektenrecht, Umweltrecht sowie weitere öffentlich-rechtliche Fragestellungen. In Anbetracht der gesellschaftsrechtlichen Implikationen gehen Immobilienwirtschafts- und Gesellschaftsrecht häufig Hand in Hand.  

 

 

05. Oktober 2015

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