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Jura Stellenangebote - Arbeitsrecht

Im Arbeitsrecht tobt das Leben - im wahrsten Sinne des Wortes! 
Unter Jobsuchenden ist dies ein nachgefragter Fachbereich, der sich ständig weiterentwickelt. Deswegen sollte man als Jurist/in im Arbeitsrecht regelmäßigen Fortbildungen gegenüber aufgeschlossen sein. Daneben zeichnet sich eine Stelle in diesem Bereich als besonders krisenbeständig aus. Denn zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern kommt es sehr häufig zu Streitigkeiten, sodass es Arbeitsrechtlern nie an Mandaten mangeln wird.

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Quickfacts -  Arbeitsrecht

  • Arbeitslosenquote in Deutschland im Jahr 2017: 5,3%, d. h. 2,5 Mio. Menschen ohne Job
  • Arbeitsrecht bereits Gegenstand des römischen Rechts
  • Bisher noch keine einheitliche Kodifikation des Arbeitsrechts
  • Arbeitsvertrag als zentraler Ausgangspunkt
  • Unterscheidung zwischen Individualarbeitsrecht und Kollektivarbeitsrecht
  • Ziel: Interessenausgleich zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Arbeitnehmerschutz vorrangig
  • Jedes europäische Land hat ein eigenes Arbeitsrecht

 


 

Arbeitsrecht im Detail

Das Arbeitsrecht ist eines der bedeutendsten Rechtsgebiete, da ein Großteil der Gesellschaft regelmäßig damit in Berührung kommt. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass die Mehrheit der Bevölkerung in einem Arbeitsverhältnis steht, sei es auf Arbeitnehmer oder Arbeitgeberseite. Daher haben sich die meisten Menschen schon einmal mit arbeitsrechtlichen Fragestellungen auseinandergesetzt. Das Arbeitsrecht ist das für die Rechtsbeziehungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber geltende Recht. Anknüpfungspunkt für die Anwendbarkeit von arbeitsrechtlichen Normen ist daher die Arbeitnehmereigenschaft. Es gibt keine gesetzliche Begriffsbestimmung, daher wird der Begriff von der Rechtsprechung geprägt. Nach der Definition des BAG ist Arbeitnehmer, wer auf Grund eines privatrechtlichen Vertrages im Dienste eines anderen zur Leistung weisungsgebundener fremdbestimmter Arbeit in persönlicher Abhängigkeit verpflichtet ist.

 


 

Jobs im Arbeitsrecht

Jobs für Juristen gibt es im Arbeitsrecht sowohl in Arbeitnehmerkanzleien als auch in Arbeitgeberkanzleien. Dabei lässt sich mit der Vertretung von Arbeitgebern viel Geld verdienen. Bei der Vertretung von Arbeitnehmern hingegen sollte man eher politische Überzeugung und Herzblut mitbringen.

 


 

Herausforderung Arbeitsrecht

Gesetzeszersplitterung

Im Arbeitsrecht warten große Herausforderungen für einen Juristen. Nicht zuletzt weil  eine Kodifikation des Arbeitsrechts bisher nicht erreicht wurde. Obwohl bereits die Weimarer Reichsverfassung ein einheitliches Arbeitsrecht versprochen hatte, gibt es bis heute kein einheitliches Arbeitsgesetzbuch. Da die anwendbaren Normen weit verstreut sind, besteht durchaus Handlungsbedarf das Arbeitsrecht übersichtlicher zu gestalten. Die wichtigsten Rechtsquellen werden im Folgenden dargestellt:

  • Gesetzliche Vorschriften: insbesondere BGB, KSchG, TzBfG, SGB, AGG, EntFzG, BurlG
  • Tarifvertrag
  • Betriebsvereinbarung
  • Arbeitsvertrag
  • Betriebliche Übung
  • Gleichbehandlungsgrundsatz
  • Direktionsrecht

 

Arbeitsrecht im Wandel

Aufgrund des stetigen gesellschaftlichen Wandels wird es erforderlich auch das Arbeitsleben an die veränderten Bedürfnisse der Menschen anzupassen. Da der Stellenwert der Freizeit für unsere Gesellschaft immer mehr an Bedeutung gewinnt, wächst auch das Bedürfnis der Arbeitnehmer nach einer ausgewogenen Work-Life-Balance. Daher besteht in diesem Bereich großer Handlungsbedarf. Dies hat auch die Legislative erkannt, so dass es dahingehend einen neuen Gesetzentwurf zur Brückenteilzeit gibt.

 

Die Brückenteilzeit – das neue Arbeitszeitmodell

Das Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) soll ab 1. Januar 2019 um einen Rechtsanspruch auf Brückenteilzeit ergänzt werden. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass in Unternehmen ab 45 Arbeitnehmern ein Arbeitnehmer ein Recht auf eine befristete Teilzeit- Phase bekommen soll. Diese Phase soll zwischen 1 und 5 Jahre lang sein. Mit diesem Anspruch soll es den Arbeitnehmern ermöglicht werden nach einer Teilzeit wieder zu der vorherigen Vollzeit zurückzukehren.

 

Vorteile dieses Modells:

Ziel des Gesetzes ist es die Rechte des Arbeitnehmers weiter zu stärken. Insbesondere soll das Gesetz zur Selbstbestimmung der Arbeitszeit, der Gleichstellung der Frau, der Vermeidung der Altersarmut und der Reduzierung des Fachkräftemangels beitragen.

 

Nachteile dieses Modells:

Gerade Arbeitgeber zeigen sich nicht besonders begeistert vom neuen Gesetzentwurf. Sie sehen diesen als schwerwiegenden Eingriff in die betriebliche Gestaltung der Arbeitsabläufe und die unternehmerische Freiheit. Dieser gefährde somit massiv die Planungssicherheit der Betriebe. Ferner werde damit eine falsche Priorität gesetzt: wenn jemand unfreiwillig in Teilzeit arbeite, dann meistens wegen fehlender Betreuungsmöglichkeiten für Kinder. Daher solle vorrangig am Ausbau der Ganztagskinderbetreuung gearbeitet werden.

 


 

Arbeitnehmerschutz im Arbeitsrecht

Man unterscheidet zwischen dem allgemeinen und sozialen Arbeitsschutz. Der allgemeine Arbeitsschutz beinhaltet den Schutz von Leben und Gesundheit der Arbeitnehmer, die Erhaltung ihrer Arbeitskraft, sowie einer menschengerechten Gestaltung der Arbeit. Wohingegen es beim sozialen Arbeitsschutz im Wesentlichen um Regelungen der Arbeitszeiten, des Jugendarbeitsschutzes und Mutterschutzes geht.

 


 

Wer waren die letzten fünf Bundesminister für Arbeit und Soziales?

Na, kannst du diese Frage vollständig beantworten?
Musst du nicht, denn hier folgt die Auflösung:

  • Franz Josef Jung             (2009)
  • Ursula von der Leyen     (2009 – 2013)
  • Andrea Nahles                (2013 – 2017)
  • Katarina Barley               (2017 – 2018)
  • Hubertus Heil                 (seit 2018)