Statt dem zweiten Staatsexamen lieber Erfahrungen und Kontakte sammeln
Die juristische Arbeit spielt in seinem Alltag – abgesehen von einigen Routineaufgaben – keine große Rolle mehr. Stattdessen leitet Waitz heute zusammen mit seinem Partner ein Investment-Team, das immer auf der Suche nach dem “nächsten großen Ding” ist. Bis zu 3.000 Unternehmen sehen sie sich jedes Jahr an, aus denen etwa zwanzig Investments resultieren. Um in diesem Job erfolgreich zu werden, brauche man neben hohen Analysefähigkeiten auch ein breites Soft Skill Set – die Fähigkeit, seine Beziehungen in Deals und relevante Informationen zu konvertieren, ist für gute Investor:innen Gold wert.
Heute würde Waitz seinen Job wahrscheinlich nicht mehr bekommen, erzählt er. Bei Project A seien vor allem junge, intelligente und ambitionierte Menschen gefragt, die bereit sind, Risiken einzugehen. Jurist:innen passen in dieses Bild eher weniger – allein schon deshalb, weil das Studium sehr lange dauert und das juristische Skill Set in diesem Beruf nicht so sehr gefragt ist.
Allen, die sich für den Investmentbereich interessieren, rät Waitz deshalb, lieber nach dem ersten Staatsexamen zum Beispiel durch Praktika Erfahrungen zu sammeln und sich ein Netzwerk aufzubauen. Je besser vernetzt eine Person sein, so sagt er, desto wahrscheinlicher würde er diese bei Project A einstellen.
Du möchtest wissen, wie Anton Waitz seine Promotion in nur zehn Monaten abgeschlossen hat? Oder dich interessiert seine Einschätzung zum Thema KI? Dann hör doch einmal rein in diese Folge des New Lawyers Podcasts!