Wie schafft man zweimal VB im Staatsexamen, Friederike?

Lerntipps von erfolgreichen Juristen


veröffentlicht am 27.05.2015

 

Friederike Fronius hat geschafft, wovon viele träumen. Vollbefriedigend im oberen Bereich, und zwar im 1. und 2. Staatsexamen. Inzwischen arbeitet sie als Associate in einer Großkanzlei in München. Wir wollten natürlich unbedingt wissen, wie sie sich auf die Examina vorbereitet hat und welche Tipps sie hat.

 

1. Nach wie vielen Semestern bist du zum 1. Staatsexamen angetreten und in welchem Semester hast du bewusst mit der Examensvorbereitung begonnen?

Antritt im 8. Semester und Beginn der bewussten Vorbereitung zu Beginn des 6. Semesters.

 

2. Hast du dich in Eigenregie auf die Examina vorbereitet oder mithilfe eines Repetitoriums?

Auf das erste Examen mit privatem Rep, auf das zweite mit "Crashkursen" und Klausurenkursen, aber ohne wöchentliches Repetitorium.

 

3. Hattest du einen Lernplan?

Ich hatte jeweils zunächst grobe Lernpläne, die sich aber schnell als zu "optimistisch" herausgestellt haben und die ich daher nach und nach auf das Wesentliche reduzieren musste. Also keine Panik, wenn man nicht alles schafft, was man sich laut Lernplan vorgenommen hatte – das geht nach meiner Erfahrung allen so!

 

4. Hast du zu Hause gelernt oder in der Bib und warst du in einer Lerngruppe?

Überwiegend in der Bib, aber ohne Lerngruppe.

 

5. Welche Unterlagen hast du zum Lernen verwendet?

  • Lehrbücher: ja
  • Skripte: ja
  • Kommentare: ja
  • Repetitoriumsunterlagen: ja
  • Vorlesungsunterlagen: nein
  • Karteikarten: ja
  • Online: nein
  • Weitere: nein

 

6. Kannst du bestimmte Unterlagen empfehlen?

Ich denke, das ist Geschmackssache, aber ich fand Rep-Skripten hilfreich, da sie eher pragmatisch und auf das Wesentliche reduziert sind.

 

7. Hat dir eine bestimmte Lerntechnik besonders geholfen, z.B. Speed-Reading, regelmäßiges Wiederholen von Lernstoff o.a.?

Ich habe v.a. das materielle Recht mit Karteikarten wiederholt und dabei immer zunächst versucht, die Antworten selbst im Kopf "vorzuformulieren", bevor ich die Rückseite der Karteikarte gelesen habe. Das ist zwar zeitaufwändig, schult aber die eigenständige Auseinandersetzung mit dem Stoff sowie die Argumentationsfähigkeit.

 

8. Wie häufig hast du Klausuren geschrieben?

Durchschnittlich 2 pro Woche, teilweise mehr. Gerade für das 2. Examen gibt es NICHTS Wichtigeres.

 

9. Hast du dich mit dem Thema Klausurtechnik in besonderer Weise auseinandergesetzt, z.B. ein bestimmtes Buch zum Thema gelesen, persönliche Tipps erhalten, andere Angebote genutzt?

Ich bin so oft wie möglich zu Klausurbesprechungen gegangen und habe die Tipps, die man dort bekommt, übernommen, soweit sie zu meinem "persönlichen Klausurstil" gepasst haben. Meines Erachtens sollte man nicht unreflektiert Tipps übernehmen, sondern sich immer genau überlegen und ausprobieren, ob man damit klarkommt. Ich habe mich z.B. immer sehr ausführlich mit dem Klausursachverhalt auseinandergesetzt und sehr lange gegliedert, obwohl oft empfohlen wird, früher mit dem Ausformulieren anzufangen. Die Strategie, die einem selbst am meisten bringt, findet man meines Erachtens nur durch das Schreiben vieler Klausuren. 

 

10. Wie viele Stunden hast du durchschnittlich täglich gelernt? Hast du dir einen Tag in der Woche ganz frei genommen?

Durchschnittlich ca. 10h am Tag. Bis ungefähr 9 Monate vor dem 2. Examen habe ich das ganze Wochenende frei gemacht, danach den ganzen Sonntag.

 

11. Wie hast du dich motiviert, wenn dir das Lernen einmal schwer gefallen ist?

Die Vorfreude auf das Leben danach!!

 

12. Würdest du rückblickend bei deiner Vorbereitung irgendetwas anders machen?

Ich würde versuchen, mich in den letzten Wochen vor dem Examen etwas mehr zu entspannen. Das ist aber leider leichter gesagt, als getan… :)

 

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