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Brauche ich Vorlesungen immer?

Brauche ich Vorlesungen immer?

Bzw. Warum du sie manchmal NICHT brauchst

#Studium

 

Eine typisch juristische Antwort: es kommt darauf an. Natürlich hängt es davon ab welcher Lerntyp du bist, ob Vorlesungen dir eher viel oder wenig bringen. Im Folgenden haben wir ein paar Punkte gesammelt, wann es sich besonders lohnt sie zu besuchen und wann du auch mal eine Vorlesung sausen lassen kannst.

 

Kompatibilität: wichtiger als man denkt

Das A und O beim Besuch einer Vorlesung ist natürlich die Kompatibilität mit dem Dozenten. Hast du das Gefühl nichts zu verstehen, oder partout nicht aufpassen zu können, ist der Besuch der Vorlesung – salopp gesagt – Zeitverschwendung. In diesem Fall solltest du dich besser in der Zeit mit einem Lehrbuch in die Bibliothek setzen und dir den Stoff selbst erarbeiten – das ist natürlich anstrengender, bringt dir aber deutlich mehr, als deine Zeit in der Vorlesung abzusitzen. 

 

Alternative – Videoaufzeichnungen

Dieses verlockende Angebot mancher Universitäten verleitet einen schon mal auch Vorlesungen zu verpassen, die man sonst eigentlich besuchen würde. Hast du aber mal keine Zeit, oder etwas nicht richtig verstanden, sind die Aufzeichnungen eine große Hilfe beim Lernen. Sie sollten aber den generellen Besuch nicht ersetzen, da direkte Fragen nur physisch anwesend gestellt werden können.

Doppelt hält besser

Keine Vorlesung ist wie die andere. Aus manchen nimmst du mehr mit, aus anderen weniger. Hast du aber das Gefühl – wenn auch nicht zu einem optimalen Ausmaß – etwas aus der Vorlesung mitnehmen zu können, lohnt sich der Besuch bereits. Denn auch wenn eine Vorlesung allein zum Lernen nicht reicht, erleichtert ihr Besuch die Nacharbeit mit dem Buch ungemein. Hast du das Thema bereits einmal gehört, wenn auch nicht komplett verstanden, kannst du dem Lehrbuch besser folgen, als wenn du von der Problematik zum allerersten Mal hörst.

 

Die letzte Stunde vor der Klausur

Der Besuch der letzten Vorlesung vor der Klausur ist immer empfehlenswert. Du solltest dich aber nicht von aufkommenden Fragen verrückt machen lassen. Auch wenn die Zeit bis zur Klausur knapp ist, ist es immer noch besser, die Fragen kommen kurz vor als in der Klausur. So mancher Dozent hat auch schon falsche Andeutungen gemacht, um zu sehen wie die Studenten in der Klausur mit einer unerwarteten Situation umgehen. Deshalb solltest du dich von vermeintlichen Tipps nicht zu sehr beeinflussen lassen. Das ist aber zum Glück die Ausnahme. Die meisten Professoren sind so hilfsbereit und nehmen sich in der letzten Vorlesung oft nochmal Zeit für Fragen und behandeln insbesondere eher klausurrelevanten Stoff.

 

Mach dich also nicht verrückt, wenn deine Motivation mal gleich null ist, und das Bett deine erste Wahl ist. Im Notfall gibt es ja auch noch die Mitschriften der Komillitonen :D 
Allerdings ist es grade im rechtswissenschaftlichen Studium wichtig am Ball zu bleiben!

 

15. Januar 2016

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