Die Bewerbung, die in Erinnerung bleibt

5 Tipps, damit es mit der Jura Bewerbung klappt


veröffentlicht am 03.02.2016

 

Die Jobsuche ist quasi die Kür des Studiums. Die erworbenen Qualifikationen sollen einem helfen, den richtigen Job ergattern. Eine entscheidende Rolle um den Traumjob zu bekommen spielt die Bewerbung. Damit diese nicht unter den vielen 0815 – Bewerbungen untergeht, sondern dem Personaler sofort im Gedächtnis bleibt, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Auch wenn das Internet nur so von Ideen strotzt, wie man seine Bewerbung perfektionieren kann, heißt es, mit Vorsicht vorzugehen. Das gilt auch und sogar gerade für die traditionelle und konservative Juristerei. Die eigene Anfrage hervorzuheben, aber dadurch nicht gleichzeitig ins Abseits zu geraten, ist ein Balanceakt, bei dem es um deine berufliche Zukunft geht.

 

1. Die Bewerbung als Urteil

Diese Idee ist im Prinzip eine Guerilla-Bewerbung, wie sie im Buche steht. Du schreibst deine Bewerbung oder Teile davon in Form eines richtigen Urteils mit Rubrum und allem drum und dran. Das fällt auf, passt zum Thema und ist – bei entsprechender Gestaltung - trotzdem kein Bruch mit der nötigen Seriosität. Selbst hier gilt aber: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Du solltest dir genau überlegen, bei wem du dich so vorstellen möchtest. Bei sehr konservativen Kanzleien oder öffentlichen Einrichtungen beispielsweise könnte solch außergewöhnliche Methode deine Chancen bereits kurz nach dem Öffnen deiner Bewerbung zunichte machen.

 

2. „Trotz ... bin ich der Richtige weil, …“

Schwächen sind menschlich, wie es so schön heißt. Deswegen hat sie somit auch so mancher im Lebenslauf oder Zeugnis. Personaler finden sie immer! Warum also damit hinter dem Berg halten? Die Durchschnittsbewerbung versteckt ihre Schwächen hinter den verschiedenen Stärken, die der Interessent aufzählt. Um positiv aufzufallen, ist es möglich, den Spieß einfach mal umzudrehen. Im Anschreiben etwaige Schwächen anzusprechen verblüfft den Personaler. Da durch diese Technik Ehrlichkeit, Selbstreflexion und Kritikfähigkeit unter Beweis gestellt werden, wird dieses Vorgehen eher in Erinnerung bleiben als diverse Standardfloskeln. Wichtig ist, dass die Stärken nicht außer Acht gelassen werden. Netter Nebeneffekt dabei: Der Personaler liest zuerst die Schwächen, danach die Stärken und behält diese so eher im Gedächtnis!

 

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3. Floskeln... weglassen!

„Die beste Floskel ist die, die der Leser erwartet, aber nicht findet“. Genau so entsteht Interesse und Aufmerksamkeit beim Personaler. „Hiermit bewerbe ich...“, „Ihre Ausschreibung habe ich mit Interesse...“ und Co. liest jeder Personaler unzählige Male in seinem Leben und erwartet diese daher schon automatisch. Bei deiner Bewerbung wird er aber stutzig werden, denn deine Bewerbung kann man nicht googlen, da du hast sie mit eigenen Worten geschrieben hast.

 

4. Verlinken von Lebenslauf und Anschreiben

Das Aufzählen von Gründen im Anschreiben, warum man der Richtige ist, ist wieder die Standardversion. Die Bewerbung setzt sich über den Durchschnitt hinweg, indem Fähigkeiten und Stärken mit Verbindungen in deinem Lebenslauf untermauert werden. Zum Beispiel können Fremdsprachen mit Auslandsaufenthalten „verifiziert“ oder erworbene Qualifikationen durch das Verweisen auf Arbeitszeugnisse früherer Stationen im Lebenslauf nachgewiesen werden. So lassen sich viele weitere Verbindungen herstellen. Aus einer langweiligen Aufzählung wird eine Präsentation der Stärken und der bisherigen Karriere!

 

5. Ehrlich, direkt, menschlich, statt Copy & Paste

Ein weiterer großer Fehler vieler Bewerbungen ist deren kalte und unnahbare Art. Natürlich soll eine Bewerbung seriös sein und muss daher relativ objektiv bleiben. Standardsätze zur Motivation des Bewerbers erkennt ein Personaler dennoch sofort. Frag dich einmal ernsthaft, warum du gerade diesen Job möchtest, dann formuliere es in eigenen Worten und lies es mit etwas Abstand noch einmal durch. Es klingt nicht so glatt wie die Sätze, die du im Internet gelesen hast? Perfekt! Denn genau das wird dem Personaler auch auffallen. Und ehrliche Gründe, warum du einen Job möchtest, können dir doch kaum schaden, oder?

 

Auch wenn der Jurist sich vor allem seriös präsentieren sollte, kann er sich mit ein paar Tricks von der Masse absetzen! Die Bewerbung bedarf keiner riskanten Manövern, um hervorzustechen, sondern lediglich einige wenige Besonderheiten. Dann wird sie sicherlich nicht im Papierkorb landen!

 

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