Welche konkreten Aufgaben und Projekte haben Sie in London betreut? Wie unterscheidet sich die Arbeit im Markenrecht in Großbritannien von dem, was Sie aus Ihrem Studium oder der Arbeit in Deutschland kennen?
Kyan-Danial Golmohammady: Ich war kein stiller Beobachter, ich war mittendrin: Marken recherchieren, Schriftsätze prüfen, an Besprechungen teilnehmen, um danach mit denselben Leuten beim Pint einen ganz anderen Einblick in die Arbeitswelt zu bekommen. Der größte Unterschied zum Studium? Ich habe gemerkt: Markenrecht ist lebendig, es hat einen Puls und besteht aus vielen verschiedenen Abteilungen, die zusammenarbeiten. Und irgendwo zwischen Akten und Recherche habe ich verstanden, warum ich dieses Fach wirklich mag.
Seien Sie ehrlich: Was war die größte fachliche oder organisatorische Herausforderung, der Sie sich als studentischer Mitarbeiter in einem fremden Land und einer internationalen Kanzlei stellen mussten? Wie haben Sie diese Situation gelöst?
Kyan-Danial Golmohammady: Anfangs war alles neu: die Sprache im Büro, die Abläufe, sogar der Humor. Ich war es gewohnt, Dinge gründlich vorzubereiten, in London musste man oft sofort reagieren. Mein Trick: einfach ehrlich bleiben und nachfragen, wenn ich etwas nicht wusste. Das Team war unglaublich unterstützend, und genau dadurch habe ich schnell gelernt, wie man in einem internationalen Umfeld klarkommt. Heute weiß ich: Die beste Strategie ist nicht, alles zu wissen, sondern offen zu bleiben und mitzudenken.
London gilt als Hotspot für Wirtschaft und Kultur. Können Sie uns einen Einblick in das Leben in London geben? Was war Ihr liebster Ausgleich zur Arbeit und welche Ecken der Stadt haben Sie besonders ins Herz geschlossen?
Kyan-Danial Golmohammady: Mein Lieblingsausgleich war ehrlich gesagt ganz einfach: raus aus dem Büro, rauf aufs Rad und durch die Stadt. Nach der Arbeit bin ich oft an der Themse entlanggefahren, habe Streetfood auf dem Borough Market probiert oder einfach den Trubel in Shoreditch genossen. Besonders schön waren die Abende mit Kolleg:innen, ob beim Padelturnier, Movie Night oder einfach einem Pint in der Bar um die Ecke. Diese Mischung aus Arbeit, Kultur und Gemeinschaft war unbezahlbar.